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„150 JAHRE WIDERSTAND GEGEN PARAGRAF 218!“

„Es reicht“: Frauen kämpfen gegen Paragraf 218

„Wir erkennen die Verantwortung und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen an und wollen auch deshalb den Paragrafen 219a abschaffen. Zudem stellen wir im Hinblick auf die Paragrafen 218 ff. fest: Schwangerschaftskonflikte gehören nicht ins Strafrecht.“ (Zukunftsprogramm der SPD, S. 43)

Rosenheim – Die Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch wurden am 15. Mai 1871 im ersten Reichsstrafgesetzbuch verabschiedet. 150 Jahre später begehen wir ein bitteres Jubiläum: Noch heute sind Schwangerschaftsabbrüche nach Paragraf 218 des Strafgesetztbuches eine Straftat. Mit einem bundesweiten Aktionstag am Samstag, 15. Mai, wird daher auf dieses Unrecht und die immer schlechter werdende medizinische Versorgung von ungewollt Schwangeren aufmerksam gemacht. Der Aktionstag ist Teil der Kampagne „150 Jahre Widerstand gegen Paragraf 218 – Es reicht!“, die das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung gemeinsam mit vielen Aktivisten und 120 Partnerorganisationen durchführt. 120 Organisationen, fordern gemeinsam, dass der Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden muss. Ein positives Signal dazu kam seitens der SPD auf ihrem digitalen Bundesparteitag am 9. Mai: „Schwangerschaftskonflikte gehören nicht ins Strafrecht. In der kommenden Legislaturperiode wollen wir das mit den richtigen Koalitionspartnern erreichen“, so die Europaabgeordnete und ASF-Bundesvorsitzende Maria Noichl.

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In über 30 Städten setzen Aktivisten und Organisationen um den 15. Mai ein Zeichen für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Die Aktionsformen sind vielfältig, trotz Pandemie: In Berlin bilden Aktivisten und Freunde vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und dem Netzwerk Frauengesundheit Berlin am 15. Mai ab 11 Uhr eine Menschenkette rund um das Berliner Reichstagsgebäude. Von Kundgebungen und Demonstrationen in Stuttgart und Frankfurt über Onlineformate wie Filmvorführungen mit Podiumsdiskussion in Hannover bis hin zu Guerilla-Aktionen, die das Stadtbild von Mainz und Marburg verschönern, ist alles dabei.

Alle Veranstaltungen rund um die Aktion sind unterwww.wegmit218.de/termine/zu finden. Den vollständigen Aufruf mit den Erstunterzeichnern gibt es unterwww.wegmit218.de/aufruf/und das Zukunftsprogramm der SPD gibt es unterwww.maria-noichl.eu/news/zukunft-respekt-europa-dafuer-treten-wir-an-das-zukunftsprogramm-der-spd/.

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