„Ein Symbol der Hoffnung“

Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim ist zum 15.12. betriebsbereit

Probelauf im Impfzentrum in Freiburg
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Probelauf im Impfzentrum in Freiburg
  • Rosi Gantner
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Das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim ist wie von der Bayerischen Staatregierung gewünscht ab Dienstag, 15. Dezember 2020 einsatzbereit.

Update, 10. Dezember 2020, 13.45 Uhr:

Rosenheim - „Für die Menschen in Stadt und Landkreis Rosenheim ist das Impfzentrum in der Inntalhalle ein Symbol der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie und die Rückkehr in einen möglichst normalen Alltag“, freuen sich Landrat Otto Lederer und Oberbürgermeister Andreas März über die baldige Betriebsbereitschaft des Impfzentrums. Jetzt komme es darauf an, rasch über Impfstoffe zu verfügen und die Menschen seriös über die Chancen und Risiken einer Impfung aufzuklären.

„Für uns stand sofort fest, dass wir der Stadt die Inntalhalle und die Infrastruktur zur Verfügung stellen.“, so die Geschäftsführer der Auerbräu GmbH, Dirk Steinebach und Thomas Frank. „Dadurch möchten wir die wichtige und wertvolle Arbeit, die Stadt und Landkreis Rosenheim, speziell das Gesundheitsamt, hier leisten in vollem Umfang unterstützen“, ergänzt Andreas Schmidt, Geschäftsführer der InnGastro GmbH.

Die Ausstattungsarbeiten für das neue Impfzentrum laufen bereits. Die medizinische Betreuung der Einrichtung wird vom Malteser Hilfsdienst übernommen. „Vorbehaltlich der rechtzeitigen und ausreichenden Verfügbarkeit des Impfstoffs wollen wir dort pro Tag rd. 750 Personen impfen. Zunächst kommen jedoch mobile Impfteams zum Einsatz, um gesundheitlich besonders gefährdete, sog. vulnerable Gruppen in Alten- oder Pflegeheimen oder an ihrem Wohnsitz zu impfen. Das Rosenheimer Gesundheitsamt wird diese Personengruppen schriftlich zur Impfung informieren“, so der städtische Impfzentrums-Koordinator Hans Meyrl zum weiteren Vorgehen. „Die Personalplanungen für die Besetzung des Impfzentrums sind bereits abgeschlossen. Alle notwendigen Personalstellen sind für einen mehrmonatigen Dauereinsatz besetzt“, zeigt sich Meyrl zufrieden mit dem Stand der Vorbereitungen. Der weitere Ablauf der Impfstrategie wird vom bayerischen Gesundheitsministerium vorgegeben.

„Aufgrund der hervorragenden Erfahrungen mit der Terminsoftware der Fa. innFactory aus dem Digitalen Gründerzentrum ‚Stellwerk 18‘ beim Testzentrum auf der Loretowiese lassen wir auch für das Impfzentrum eine solche Software für die Online-Terminvereinbarung entwickeln. Daneben wird auch eine rein telefonische Anmeldung möglich sein“, so Meyrl.

(Pressemitteilung der Stadt Rosenheim)

Der ursprüngliche Artikel vom 3.12.20:

Die Luitpoldhalle Rosenheim befindet sich offenbar in der engeren Auswahl für das geplante Impfzentrum.

Erste Details sickern durch: Wird Luitpoldhalle Rosenheim zum Impfzentrum für die Region?

Rosenheim – In gut zehn Tagen soll es stehen: das Impfzentrum für die Region Rosenheim. Zum Standort hält sich die Stadt bislang bedeckt, doch jetzt sickerten erste Details durch. Wie die OVB-Heimatzeitungen aus gut informierten Kreisen erfahren haben, soll sich die Luitpold-Turnhalle in der engeren Auswahl befinden.

Die Stadt wollte den Standort Luitpoldhalle an der Stemplingerstraße in Innenstadtnähe auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Einzig so viel: Die Planungen würden intensiv vorangetrieben. Zur Standortfrage und auch zum geplanten Betreiber will sich die Stadt erst Anfang nächster Woche äußern. Bis 15. Dezember, so die Vorgabe der Staatsregierung, muss jede Region ein Impfzentrum vorweisen.

Wieder schärfere Corona-Regeln in Bayern? Entscheidung am 6. Dezember

Stadt und Landkreis Rosenheim planen, analog zum Testzentrum auf der Loretowiese, eine gemeinsame Lösung. Während sich die Stadtspitze bedeckt hält, sickerten erste Details durch. In der engen Auswahl befindet sich offenbar die Luitpoldhalle. Sie war bereits vor Jahren schon einmal zur Not-Unterkunft für Flüchtlinge umfunktioniert worden.

Fallzahlen weiterhin hoch

Die Fallzahlen in der Region bleiben indes weiterhin hoch, sind aber dennoch stabil. Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis liegt aktuell bei 183 (Stand 3. Dezember; Vortag: 194). Die Inzidenz für das Stadtgebiet ist indes leicht gestiegen von zuletzt 271 auf nun 278.

Die Lage an den Romed-Kliniken

Gute Nachrichten gibt es von den Romed-Kliniken: Die beiden von dem Covid-Ausbruch betroffenen Stationen im Haus 5 am Klinikum Rosenheim sind seit Donnerstag für Neuaufnahmen wieder geöffnet. Das teilte eine Sprecherin auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mit. Die Situation auf den Stationen habe sich stabilisiert. Es sind laut Klinikum keine weiteren Patienten mehr positiv geworden.

Entwicklungen zur Corona-Lage im Newsticker

Viele Testungen

Dennoch lässt man weiter große Vorsicht walten. Die Mitarbeiter im Klinikum Rosenheim würden weiterhin routinemäßig getestet. Zudem würden alle Patienten bei stationärer Aufnahme getestet sowie während des stationären Aufenthaltes einmal wöchentlich im Rahmen eines Routine-Screenings, wie die Sprecherin ausführte.

11 Intensivpatienten

Weiter stabil ist die Anzahl der Covid-Patienten im Romed-Verbund mit aktuell 56 in stationärer Behandlung (Dienstag: 58), davon elf auf Intensivstation (Dienstag: zwölf).

Wieder Schulen und Kitas betroffen

Eine ganze Reihe Schulen und Kindertageseinrichtungen in der Region ist einmal mehr von Corona-Fällen betroffen. Je ein positives Testergebnis vermeldet aktuell das Gesundheitsamt Rosenheim für das Karolinengymnasium Rosenheim und das Gymnasium Raubling sowie die Kinderkrippe „Kleiner Drache“ Kiefersfelden, Grundschule Prutting, den Kindergarten St. Quirin Rosenheim, die Max-Joseph-Schule Großkarolinenfeld, die Berufsschule I Rosenheim und die Realschule Chiemsee Prien.

Je zwei Corona-Fälle liegen derzeit vor für die Grundschule Prutting und die St. Georg Grund- und Mittelschule Bad Aibling. Für alle engen Kontaktpersonen ist eine Quarantäne angeordnet.

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