Entspannung in Corona-Lage: Grundschüler dürfen wohl Masken ablegen

Momentaufnahme einer Entspannung: Die Corona-Neuinfektionen im Landkreis. Grafik: Klinger
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Momentaufnahme einer Entspannung: Die Corona-Neuinfektionen im Landkreis. Grafik: Klinger
  • Michael Weiser
    vonMichael Weiser
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Der positive Trend der vergangenen Tage setzt sich fort. Mit einer Inzidenzzahl von 31,6 liegt Rosenheim unter dem Frühwarnwert von 35. Die Entspannung in der Corona-Lage dürfte für Grundschüler eine Erleichterung mit sich bringen. Zur Erlösung der Maske braucht es nur ein Okay aus München.

Rosenheim –Die 7-Tages-Inzidenz bezeichnet die Zahl der Neuansteckungen innerhalb einer Woche, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Rosenheim steht aktuell unter dem Frühwarnwert von 35. Was vor allem für die Grundschüler eine gute Nachricht darstellt. „Aufgrund der günstigen Entwicklung der Infektionsaktivität in der Stadt Rosenheim entfällt dann die Maskenpflicht im Unterricht für die Grundschulen“, heißt es von Seiten des Gesundheitsamtes. „Dann“ bedeutet: Von nächster Woche an, wenn die vorgesetzten Behörden der Erleichterung zustimmen.

Kontakte weiter nur eingeschränkt

Dann gilt die nächste Stufe im Corona-Konzept des Kultusministeriums. Damit bleibt für die Schüler ab den fünften Klassen im Stadtgebiet Rosenheim die Maskenpflicht auch im Unterricht bestehen, wenn nicht für einen Mindestabstand von 1,5 Metern garantiert werden kann. Vergangene Woche hatten Corona-Fälle an Schulen für Aufregung gesorgt. So waren am Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim zwei Zehntklassler positiv getestet worden, weitere Corona-Fälle gab es an einer Kindertagesstätte und der Grundschule in Hochstätt.

Das Gesundheitsamt sieht denn auch noch keine Anzeichen für eine allgemeine Entwarnung. Die Zahl der Reiserückkehrer, die positiv auf Corona getestet werden, sei noch immer hoch, sagt Landratsamtssprecherin Ina Krug. Vom 1. bis zum 17. September wurden nach den Unterlagen der Behörden für die Stadt Rosenheim 156 neue Erkrankungsfälle registriert. Davon waren 118 Reiserückkehrer, was einem Anteil von 76 Prozent entspricht.

Für Reisende gelten strenge Regeln

Deswegen gelten in der Stadt und im Landkreis Rosenheim weiterhin strenge Regeln für Reisende aus Risikogebieten. Wer aus einem solchen aGebiet kommt, muss zwei negative Tests vorzeigen, um seine Quarantäne von 14 Tagen Dauer abkürzen zu können. Der zweite Test muss zwischen fünftem und siebtem Tag nach der Einreise abgenommen werden.

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Die so genannte Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim schränkt außerdem Kontakte im öffentlichen Raum ein und begrenzt die Anzahl von Teilnehmern an nicht öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen. Für den Landkreis, der sich mit einer Inzidenzzahl von 12,3 im bayerischen Mittelfeld bewegt, gelten Einschränkungen als „dringende Empfehlungen“.

Am Donnerstag wurden dem Gesundheitsamt 13 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Damit verzeichnete das Amt in der vergangenen Woche 54 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim.

Neben Rosenheim mit 22 neuen Fällen werden in 18 Gemeinden neue Erkrankungen gemeldet, mit Bruckmühl an der Spitze (plus 4, nunmehr 88). Je drei neue Infektionen sind es in Breitbrunn (11), Schechen (38) und Stephanskirchen (67). Zwei der Fälle in Schechen gehen auf die Infektionen in Hochstätt zurück. Je zwei Infektionen wurden in Bad Feilnbach, Edling, Eiselfing, Kolbermoor und Rohrdorf neu registriert, Einzelfälle traten in Feldkirchen-Westerham, Kiefersfelden, Raubling, Riedering, Rimsting, Vogtareuth und Wasserburg auf.

Zahl der Toten seit einem Vierteljahr stabil

In der Vorwoche waren es in Stadt und Landkreis noch 87 Fälle gewesen. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim auf 3222 (Landkreis: 2525, Stadt: 698). 2886 Menschen gelten als genesen. 222 Corona-Tote zählt das Gesundheitsamt (Landkreis: 199, Stadt: 23). Diese Zahl blieb seit Anfang Juli gleich.

Die Zahlen belegen die entscheidene Rolle des Alters. Sieben der Verstorbenen waren unter 60 Jahre alt, 125 über 80. Derzeit infizieren sich vor allem jüngere Menschen, mit meist milderen Verläufen: Lediglich zwei Patienten werden stationär behandelt, nicht einer auf einer Intensivstation.

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