Energiekosten: Verdeckte Preiserhöhung

Rosenheim/Berlin - Laut Umweltbundesamt nutzen einige Energieversorger die Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien als Vorwand für verdeckte Preiserhöhungen. Dies berichtet die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD).

85 Prozent der Strompreiserhöhungen beruhen demnach nicht auf der Umlage sondern auf anderen Faktoren. Zwar wurde die Umlage erhöht, Grund für die Erhöhung des Strompreises sei aber in erster Linie das Gewinnstreben der Energieversorger. Diese reichten die Kosteneinsparungen nicht an die Stromverbraucher weiter.

Zum Rückgang der Preise auf der Strombörse hat dabei laut Umweltbundesamt auch der Ausbau der erneuerbaren Energien geführt. Zwar sei ein Umbau der Energieversorgung nicht zum Nulltarif zu haben, diese Investition diene aber nicht nur der Umwelt, sondern sei auch ökonomisch sinnvoll. Aufgrund der steigenden Preise fossiler Energien werde Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien mittelfristig günstiger sein, zeigt sich Graf überzeugt. Gutes Beispiel hierfür sei der Landkreis Rosenheim, welcher schon heute laut dem Rosenheimer Solarverein 28,8 Prozent seines Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien speise. Spitzenreiter im Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien ist im Landkreis Rosenheim die Gemeinde Stephanskirchen.

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