Eine neue Halle und viele neue Teppiche

Rosenheim/Eggstätt - Nach den Bränden in der Nacht auf Donnerstag wurde gestern in Rosenheim und Eggstätt eine erste Bestandsaufnahme gemacht. Bei der Firma Teekanne im Eggstätter Weitmoos war, wie berichtet, eine Halle abgebrannt, in der Apfelstücke getrocknet wurden. Wie es gestern aus der Düsseldorfer Firmenzentrale hieß, werde die Halle wieder aufgebaut. "Eggstätt ist für uns ein wichtiges Standbein", so ein Sprecher. Entstandene Lücken im Produktionsprozess könne man mit Abfüllvorräten aus Düsseldorf schließen. Bis vor drei Jahren hatte die Teekanne GmbH (sie hat sieben Mitarbeiter in Eggstätt) im Weitmoos auch Pfefferminze und Zitronenmelisse angebaut.

In der Rosenheimer Salinstraße wird es im Wohnblock mit der Nummer 18 lange dauern, bis Schaden, Ruß und Gestank beseitigt sind. Bei dem Kellerbrand hatte sich der Rauch nicht nur im Treppenhaus, sondern auch in vielen Wohnungen ausgebreitet. Den Gebäudeschaden zahlt die Brandversicherung. Elektriker waren gestern dabei, die Stromversorgung wieder herzustellen. Anschlüsse und Leitungen waren im Keller zerstört worden. Eine Spezialreinigungsfirma aus Bad Feilnbach wurde damit beauftragt, Wände, Decken, Fenster und Türen vom Ruß zu befreien. Die Kosten allein für diese Maßnahme: rund 40 000 Euro.

Für beschädigtes Inventar in den Wohnungen müssen private Hausratversicherungen aufkommen. Mietern, die keine Versicherung abgeschlossen haben, wird die kaputten Teppiche niemand ersetzen. Falls der Tatverdächtige, der das Feuer beim Rauchen im Keller fahrlässig gelegt haben könnte, verurteilt wird, haben Betroffene die Möglichkeit einer zivilen Schadenersatzklage. ro24/ls

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