Eine Herausforderung für alle Familien – Der Kinderschutzbund unterstützt in vielen Bereichen

Der Kinderschutzbund empfiehlt:Ein geregelter Tagesablauf hilft, manche Konfliktsituation von vorne herein zu vermeiden. Nummer gegen Kummer

Keine Schule, keine Kita, kein Sportverein, kein Chor. Freunde treffen geht auch nicht, kein Kontakt zu den Großeltern. Der normale Alltag aller Familien ist während der Corona-Krise völlig aus dem Takt. Damit alle die Krise dennoch meistern bietet der Kinderschutzbund Rosenheim auch weiterhin Beratung und Unterstützung an.

Rosenheim – Natürlich hat die aktuelle Situation und die Diskussion um das Coronavirus auch den Kinderschutzbund sehr beschäftigt. Sämtliche Veranstaltungen, Elternkurse, Medienlöwen und Vorträge wurden abgesagt, alle offenen Treffs sowie das Mehrgenerationenhaus Wasserburg geschlossen. Trotzdem ist der Kinderschutzbund nicht untätig: „Wir werden unserem Auftrag Familien, Kinder und Jugendliche zu unterstützen selbstverständlich weiterhin und insbesondere in diesen Tagen und Wochen mit all uns zur Verfügung stehenden Ressourcen nachkommen,“ sagt die Botschaft von Marianne Guggenbichler, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Rosenheim.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Eltern und Kinder verbringen gerade viel Zeit zusammen. Das bringt Herausforderungen mit sich, die die Familien nur gemeinsam meistern können. Um hier Entlastung und Unterstützung zu bieten, können sich alle Familien an den Kinderschutzbund wenden, telefonisch, per E-Mail oder über die sozialen Medien. Die pädagogischen Fachkräfte stehen in Bereitschaft und werden so schnell wie möglich Kontakt aufnehmen. „Auch unsere Telefonberater am Kinder-, Jugend- und Elterntelefon haben ein offenes Ohr für die Anrufer und stehen unterstützend zur Seite,“ sagt Guggenbichler. Dabei sind diese Angebote in Kooperation mit der Nummer gegen Kummer anonym und kostenfrei.

Auch der Umgang mit den Ängsten der Kinder ist nicht immer leicht. Kindgerechte Erklärungen tragen dazu bei, diese Ängste für die Kinder zu vermindern. Unterstützung gibt es dabei zum Beispiel im Web unterwww.seitenstark.de.

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

Dennoch seien Fernseher, Playstation und Handy nicht geeignet, Kinder dauerhaft zu beschäftigen. „Natürlich sind in Ausnahmezeiten wie diesen Mediennutzungszeiten nicht so eng zu sehen wie im normalen Alltag. Wenn Eltern allerdings beobachten, dass ihre Kinder unruhiger werden oder für längere Zeit völlig versunken in den medialen Welten sind, ist es sinnvoll, andere Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden“, erklärt Barbara Heuel, Diplom-Pädagogin und Medienlöwen-Trainerin beim Kinderschutzbund.

Anregungen werden in regelmäßigen Abständen mehrmals die Woche auf der Kinderschutzbund-Homepage sowie der Facebook-Seite veröffentlichen. Die Eltern können dabei auch eigene Ideen posten.

Kommentare