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„Ein Tag der Freude“

Ein zauberhafter Abschlussjahrgang: Staatliche Berufsschule Rosenheim 2 verabschiedet 476 Absolventen

Die 1,0-Absolventen mit Landrat Josef Huber (links), Schulleiterin Christiane Elgass (Zweite von rechts) und Zweitem Bürgermeister Daniel Artmann (rechts).
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Die 1,0-Absolventen mit Landrat Josef Huber (links), Schulleiterin Christiane Elgass (Zweite von rechts) und Zweitem Bürgermeister Daniel Artmann (rechts).

Die Absolventen der Staatlichen Berufsschule Rosenheim 2 wurden im im Kultur- und Kongresszentrum gefeiert. „Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl – im Positiven wie im Negativen“, riet Schulleiterin Christiane Elgass. Und die Schüler verrieten, dass nicht alle Internetprobleme während der Pandemie echt waren.

Rosenheim – Einem Zauberer schaut man genau auf die Finger. „Wie macht er das nur?“, haben sich die 476 Absolventen der Staatlichen Berufsschule Rosenheim 2 (BS2RO) bei ihrer Abschlussfeier im Kultur- und Kongresszentrum (KuKo) gefragt, als sie ihr Mitschüler Bojan Bethke als „Magic Bo“ mit seinen Tricks auf der Bühne in die Welt der Illusion entführte.

Auch Schulleiterin Christiane Elgass war verblüfft: „Wie schafft es ein Mensch, etwas vorzugaukeln, das nicht sein kann, aber uns doch so sicher erscheint?“, fragte sie in ihrer Ansprache. Eine mögliche Erklärung lieferte die Schulleiterin auch. Die Menschen würden ihre Aufmerksamkeit auf Dinge richten, die sie für wichtig halten. „Unwichtiges übersehen wir schnell.“ Dieser enge Fokus berge aber auch eine Gefahr, warnte Elgass. Falschspieler mit unguten Absichten würden ihn nutzen, um beispielsweise mit „Fake News“ zu manipulieren.

Informationen hinterfragen

Den Absolventen der BS2RO gab Elgass deshalb mit auf den Weg, auf ihrem weiteren Lebensweg Informationen kritisch zu hinterfragen und sich daraus eine eigene Meinung zu bilden. Bei aller Skepsis sollte man sich aber auch „Raum für Illusionen und zum Träumen“ lassen. „Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl – im Positiven wie im Negativen“, riet Elgass den Absolventen. „Und lassen Sie sich auch mal verzaubern. Das bringt Leichtigkeit in Ihr Leben.“

Keine Zauberei, sondern das Ergebnis harter Arbeit unter pandemiebedingt erschwerten Bedingungen sind die Noten der Absolventen. 74 Schülerinnen und Schülern dieses Jahrgangs haben erstmals den mittleren Schulabschluss erlangt, 108 haben diesen bereits an die Berufsschule mitgebracht, aber hier noch verbessert. 104 Absolventen bekamen einen Staatspreis für ihre herausragenden Leistungen. „Das ist wirklich großartig“, sagte Elgass. Auf einen „Superschnitt“ von 1,0 können laut Elgass 21 Berufsschülerinnen und Berufsschüler stolz sein.

Die Glückwünsche des Landkreises und der Stadt Rosenheim übermittelte Landrat Josef Huber. Nicht nur die Schüler selbst, sondern auch ihre Familien, Lehrer, Kollegen und Ausbilder hätten an den Leistungen ihren Anteil. Damit hätten die Absolventen bewiesen, „dass Sie etwas zu Ende bringen können – auch unter besonderen Umständen“. Dieses Durchhaltevermögen sollten sich die Berufseinsteiger auch in Zukunft bewahren. Wohin sie ihr Weg führt, sollten sie nach den Worten von Konfuzius entscheiden, riet Huber den Absolventen: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Dass keine Station die letzte sein muss, machte Schülersprecherin Shivon Amy Schirmer in ihrer Ansprache deutlich. „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.“ Dass man sich nie auf dem Status quo ausruhen darf, hätte die Pandemie an der Schule eindrucksvoll gezeigt. Nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrkräfte wären plötzlich vor einer völlig neuen Situation gestanden. Vor allem der Online-Unterricht sei eine ganz neue Erfahrung gewesen. „Viele von uns hatten sicherlich selten zuvor so eine aufgeräumte Wohnung.“ Eine launige Frage in Richtung der Lehrkräfte hatte Schirmer auch noch parat: „Haben Sie uns eigentlich geglaubt, dass wir die Kamera nicht einschalten konnten wegen der Internetverbindung?“

Von Erfahrungen profitieren

Umso mehr dankte die Schülersprecherin den Lehrkräften, „dass Sie jeden Morgen voller Elan in einen Bildschirm voller schwarzer Kästchen gesprochen haben, dass Sie Ihre Freizeit geopfert haben für zusätzliche Teams-Konferenzen. Einfach dafür, dass Sie das mit uns gemeinsam durchgezogen haben.“ Langfristig, war Schirmer überzeugt, würden alle von diesen Erfahrungen profitieren. Jede Krise bringe auch Fortschritt mit sich. Die Welt könnten die Schüler aber auch morgen weiter verbessern. Heute sei ihr Tag. „Ein Tag der Freude, Unbeschwertheit und des Erfolgs.“ Und den gelte es, nun zu feiern.

Das taten die Absolventen dann auch, begleitet von der Musik von Lehrer Johannes Fritzenwenger (Gitarre) und Nejra Brka (Gesang). Das Ende einer zauberhaften Abschlussfeier.

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