Aus drei Marken wird eine: BOB und Meridian gibt es bald nicht mehr

Das Logo ändert sich. Statt Meridian steht schon bald BRB auf den Zügen, die im Streckennetz Chiemgau-Inntal verkehren. dpa
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Das Logo ändert sich. Statt Meridian steht schon bald BRB auf den Zügen, die im Streckennetz Chiemgau-Inntal verkehren. dpa

Die Markendarstellung von Bayerischer Oberlandbahn (BOB), Meridian und Bayerischer Regiobahn (BRB) wird vereinheitlicht. Künftig soll ausschließlich die Marke BRB auch auf all jenen Strecken unterwegs sein, auf denen bisher BOB und Meridian verkehren.

Rosenheim – Fabian Amini, der Geschäftsführer der BOB, spricht von einer „sukzessiven Anpassung“. Die Betonung der Regionalität bleibt trotz der Markenzusammenführung ein wichtiges Ziel. Um die Verbundenheit mit der Region deutlich herauszustellen, werden im Zuge der Zusammenführung neue Netznamen eingeführt. Chiemgau-Inntal heißt künftig das Streckengeflecht, das der Meridian bedient, Oberland jenes, auf denen die BOB für die Beförderung der Fahrgäste sorgt. In Ostallgäu-Lechfeld wird das bisherige Dieselnetz Augsburg 1 umbenannt, Ammersee-Altmühltal heißt dann das jetzige Netz Augsburg 2. Beide werden von der BRB betrieben.

Neues Logo für neue Züge

Was die Markenanpassung betrifft, erhalten zunächst die neuen Züge, die die BOB ab Mitte des Jahres im Netz Oberland einsetzt, ein neues Logo. Dann erfolgt die Umstellung bei den Zügen im Bereich Chiemgau-Inntal, zum Jahresende bei den Flotten, die in den beiden anderen Netzen im Einsatz sind. Trotz der Markenzusammenlegung bleiben die BOB und die BRB jeweils als eine eigenständige GmbH bestehen. „Für unsere Mitarbeiter ändert sich nichts“, sagt Fabian Amini. Gut 600 seien in den zwei Unternehmen beschäftigt, ergänzt BOB-Pressesprecher Christopher Raabe im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

Keine Änderungen bei den Tarifen

Auf die Kunden kommen laut Raabe keine Änderungen bei den Tarifen zu. Auch Angebote wie beispielsweise das Guten Tag-Ticket gebe es weiterhin. Synergieeffekte durch die geplanten Änderungen erwarte man sich jedoch im Bereich des Marketings. „Dank eines einheitlichen Markenauftrittes können wir künftig gemeinsame Werbeaktionen für alle Netze machen“, nennt Pressesprecher Christopher Raabe ein Beispiel hierfür. Klar von der Hand weist Raabe Spekulationen, denenzufolge mit der Zusammenlegung langfristig auch ein Abbau von Arbeitsplätzen verbunden sein könnte.

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Der CSU-Landtagsabgeordnete und künftige Landrat Otto Lederer hat von der Zusammenlegung nach eigenem Bekunden erst am Karfreitag im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen erfahren. Aus diesem Grund will er den Schritt der Unternehmen noch nicht bewerten, sich aber auf jeden Fall darüber informieren.

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