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Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim

Woher kommt das Wissen über Meeressaurier?

Diese Berge im heutigen Marokko lagen zur Kreidezeit unter Wasser.
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Diese Berge im heutigen Marokko lagen zur Kreidezeit unter Wasser.

Die Zeitreise in die Unterwasserwelt der Ur-Ozeane im Lokschuppen Rosenheim beginnt vor über 250 Millionen Jahren. Exklusiv angefertigte Modelle veranschaulichen das Leben damals auf unserem Planeten.

Rosenheim – Der zehn Meter lange Spinosaurus beeindruckt mit seinen gewaltigen Krallen, der gefräßige Tylosaurus mit seinem großen Maul. Ihm widmet sich unsere heutige erste Folge einer Serie über die Dinosauer-Austellung im Lokschuppen.

Erdplatten verschieben sich

Auf dem Vorplatz taucht aus dem Wasser der gefährliche Liopleurodon auf. Die Wissenschaft weiß, welcher Saurier wann gelebt hat, wie und wo er seine Beute jagte. Doch wie ist das möglich? Die erste Erkenntnis stammt aus der Gegenwart: Die Erde verändert sich ständig! Jedes Jahr rückt Nordamerika ungefähr drei Zentimeter von Europa weg, weil aus einem Spalt auf dem Meeresgrund im Atlantischen Ozean ständig Lava aus dem Erdinneren hervorquillt. Aus ihr entsteht neues Gestein. Es schiebt den amerikanischen Kontinent und den europäischen Kontinent auseinander. Wenn ein Mensch 80 Jahre alt wird, haben sich im Verlauf seines Lebens die Kontinente schon um mehr als zwei Meter voneinander entfernt. Wir können diesen langsamen, unaufhaltsamen Vorgang nicht sehen, aber messen.

Wissenschaftler bohren in die Erdkruste

Deswegen sah die Erde vor langer Zeit auch völlig anders aus. Aber wie? Die Wissenschaft der Geologie kann das herausfinden. Geologen untersuchen dazu die verschiedenen Gesteine der Erdkruste. Sie bestimmen die genaue Zusammensetzung und das Alter von Gesteinen. Sie sehen sich auch ganz genau an, in welcher Reihenfolge sich die Gesteine übereinanderschichten. An manchen Orten der Erde sind die Schichten offen zu sehen, an anderen Orten müssen die Wissenschaftler in die Erdkruste bohren, um die Gesteinsschichtung herauszufinden. Immer wieder stoßen Paläontologen auf versteinerte Überreste von Lebewesen: Fossilien. Mit denen kennt sich die Paläontologie aus. Sie ist die Wissenschaft der Lebewesen und Lebewelten der geologischen Vergangenheit. Paläontologen untersuchen und vergleichen die Fossilien und ordnen sie in verschiedene Arten von Pflanzen und Tieren.

Geschichte der Erde auf der Erde nacherzählen

Gemeinsam mit den Geologen können die Paläontologen die Geschichte der Erde und des Lebens auf der Erde nacherzählen. Das Leben entstand im Meer. Über eine unvorstellbar lange Zeit gab es nur Bakterien und Algen, also winzige Lebewesen, die nur aus einer Zelle bestehen. Eine Gruppe von diesen, die Cyanobakterien, gab es in Massen, und sie veränderten die Erde, weil sie Sauerstoff an die Luft abgaben. Das hatte einen großen Einfluss auf späteres Leben. Den Sauerstoff, den heute alle Tiere brauchen, haben diese winzigen Bewohner des Urmeeres in die Luft und ins Meer abgegeben. Das Land wurde vom Wasser aus besiedelt. Als erstes von Pflanzen, später gingen Gliedertiere an Land, und dann schließlich vierbeinige Wirbeltiere.

Reichhaltigen Mengen von Fossilien

Über lange Zeitabschnitte entwickelte sich das Leben zu großer Vielfalt. Man erkennt das an reichhaltigen Mengen von Fossilien in bestimmten Gesteinsschichten. Aber ein großer Teil der Tiere und Pflanzen starb auch wieder aus. Im Gestein erkennt man das massenhafte Aussterben so: Über den Schichten mit ganz vielen Fossilien liegt dann eine jüngere Schicht, in der man plötzlich nur noch ganz wenige Versteinerungen findet. Nach einem großen Aussterben entwickelten sich aus den Überlebenden dann wieder neue Arten. Man könnte sagen: Die Karten wurden mit jedem großen Aussterben neu gemischt. Es gab dabei Gewinner und Verlierer.

Quelle:Albrecht Pfrommer, SAURIER – Giganten der Meere, das Familien-Mitmachbuch zur Ausstellung, Nünnerich-Asmus Verlag & Media.

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