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Virtuelle Pressekonferenz am Mittag

Tag der Entscheidung: Bahn legt Vorschlag für Brenner-Nordzulauf im Inntal vor

Brenner Nordzulauf Trassen Scheuer Josel
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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU/links) und Klaus-Peter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn (DB) für Bayern.
  • Martin Weidner
    VonMartin Weidner
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Rosenheim/Landkreis - Die Deutsche Bahn (DB) will am Dienstagmittag (13. April) eine konkrete Empfehlung für den Verlauf einer möglichen neuen Bahntrasse im Inntal Richtung Brenner vorlegen.

Bisher ist unklar, ob die neue Bahnstrecke im bayerischen Inntal als Zubringer zum künftigen Brenner-Basistunnel wirklich gebaut wird. Doch jetzt wird vorgestellt, wo die Gleise verlaufen sollen - falls die Politik sich dafür entscheidet. An dem virtuellen Pressegespräch zur Trassenvorstellung nehmen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel und DB-Gesamtprojektleiter Matthias Neumaier teil.

ovb-online.de und rosenheim24.de berichten im Anschluss zeitnah über die Ergebnisse des Pressegespräches.

Derzeit liegen für einen Neubau noch vier mögliche Trassen-Varianten auf dem Tisch. Für die daraus ausgewählte Trasse wird dann eine Vorplanung erstellt. Danach entscheidet die Politik, ob das Mega-Projekt umgesetzt wird. Bisher ist nicht abschließend erwiesen, ob ein Bedarf für den Neubau besteht. Bürgerinitiativen kämpfen seit Jahren gegen das Vorhaben. Sie fürchten Lärm, noch mehr Verkehr und eine Verschandelung der Landschaft. Aus ihrer Sicht ist ein Neubau nicht notwendig. Sie favorisieren den Ausbau und die Modernisierung der bestehenden Gleise. Für den 24. April sind bereits die nächsten Proteste an der aktuellen Bahnstrecke zwischen Ostermünchen und Oberaudorf angekündigt.

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Die Gegner bereiten sich bereits auf rechtliche Schritte vor. Jeder, über dessen Grundstück die Trasse auf jeden Fall verlaufen würde, habe ein sofortiges Klagerecht, erläuterte das Bürgerforum Inntal. Mit der Veröffentlichung eines konkreten Trassenvorschlags werde die Voraussetzung für zivilrechtliche vorbeugende Unterlassungsklagen geschaffen, sagte Gerhard Maier, Mitglied der Initiatiave und Fachanwalt für Verwaltungsrecht.

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Im Raumordnungsverfahren war eine von ursprünglich fünf seitens der Bahn vorgelegten Varianten als nicht raumverträglich eingestuft worden. Bei den vier übrigen sind für eine Raumverträglichkeit teils umfangreiche zusätzliche Maßnahmen notwendig. Dabei geht es unter anderem um Lärmschutz und die Prüfung unterirdischer Trassenverläufe, aber auch um eine teils etwas andere Gleisführung. Der sogenannte Brenner-Nordzulauf soll die Kapazitäten zum künftigen Brenner-Basistunnel erweitern, an dem in Italien und Österreich gebaut wird. Damit sollen etwa 2030 mehr Güter auf die Schiene kommen.

mw/dpa

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