Baurechtlich korrekte Alternative gesucht

Der Abriss hat bereits begonnen: Endgültiges Aus für Edlinger „Buachwoidhüttn“ besiegelt

War „baurechtlich nicht konform“: der Jugendtreff von jungen Edlingern und Ramerbergern, die nun ihre „Buachwoidhütte“ zurückbauen müssen.
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War „baurechtlich nicht konform“: der Jugendtreff von jungen Edlingern und Ramerbergern, die nun ihre „Buachwoidhütte“ zurückbauen müssen.
  • Sophia Huber
    vonSophia Huber
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Auch ein Gespräch mit Rosenheims Landrat Otto Lederer konnte den Abriss nicht verhindern: Der Rückbau der Edlinger „Buachwoidhüttn“ hat bereits begonnen. Die jungen Hüttenbauer aus Edling und Ramerberg wollen nun – gemeinsam mit ihren Eltern – einen baurechtlich konformen Jugendtreff realisieren.

Edling – Jetzt ist es ganz offiziell – die Edlinger „Buachwoidhüttn“ wird abgerissen. Überraschend war das bei der aussichtslosen Lage nicht, wie Hüttenbauer Maxi Lanzl und Grundstücksbesitzer, Edlings Bürgermeister Matthias Schnetzer, zugeben.

Zwei anonyme Anzeigen wegen des Schwartbaus

Die Hütte war ohne baurechtliche Genehmigung auf dem Grund des Bürgermeisters nahe Schloss Hart errichtet worden und sollte als Jugendtreff dienen. Nach zwei anonymen Anzeigen und einem missglückten Versuch, die baurechtlichen Genehmigung im Nachhinein zu erhalten, veranlasste der Landkreis Rosenheim den Abriss des Schwarzbaus.

Der Rückbau hat bereits begonnen, bis zum Ende des Jahres soll die Hütte verschwunden sein. Auch Landrat Otto Lederer konnte daran nichts ändern.

Die Erbauer, eine Gruppe von jungen Edlingern und Ramerbergern, waren entsetzt. In der Hütte steckte nach Angaben der Erbauer ein ganzes Jahr Arbeit. Aufgeben wollten die jungen Leute dennoch nicht und kündigten an, Landrat Otto Lederer zum Gespräch einzuladen. Dieser stimmte zu und setzte sich mit den Hüttenbauern und Bürgermeister Schnetzer zusammen.

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Zwei Stunden nahm sich der Landrat Zeit und hörte sich die Bitten und Anliegen der jungen Edlinger und Ramerberger an. Das Gespräch sei sehr diszipliniert und sachlich abgelaufen, konnte Schnetzer anschließend gegenüber den OVB-Heimatzeitungen berichten. Doch positive Nachrichten konnte auch Lederer nicht überbringen. Am Ende hieß es: Die Hütte muss weg.

Nachträgliche Genehmigung der „Buachwoidhüttn“ nicht möglich

„Von der Bauabteilung sind sämtliche Möglichkeiten zum Erhalt der Hütte geprüft worden“, versicherte der Landrat. Aber eine nachträgliche Genehmigung oder eine zeitlich begrenzte Duldung konnte nicht in Aussicht gestellt werden. Lanzl, einer der jungen Bauherren, war nicht überrascht. „Das Ergebnis war so, wie wir es erwartet hatten.“ Es sei schade, trotzdem konnten die Hüttenbesitzer nach eigenen Angaben die Bedenken des Landkreises Rosenheim am Ende verstehen.

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Gemeinsam wurde nun beschlossen, die Hütte bis zum Jahresende zurückzubauen. „Die Arbeiten haben schon begonnen“, versichert Bürgermeister Schnetzer, „verzögern sich aber wegen der Kontaktbeschränkungen“. Die Hüttenbauer und ihre Eltern werden nun versuchen, einen baurechtlich konformen Jugendtreff zu verwirklichen. Bis daheim können die Jugendlichen die Bauteile auf dem Anwesen des Bürgermeisters einlagern.

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