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Ratlos am Container

Den Müll umsonst getrennt: Neues Sammelsystem im Kreis Rosenheim sorgt für Rätselraten bei Bürgern

Erwin Nischbach vom Wertstoffhof passt auf, ob Robert Lingauer auch die richtigen Verpackungs-Abfälle zusammen in den Container kippt. Weil der Priener einen dunklen, „blickdichten“ Sack verwendet hat, muss er ihn auskippen. Durchsichtige Säcke dürfen samt Müll in den Container.
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Erwin Nischbach vom Wertstoffhof passt auf, ob Robert Lingauer auch die richtigen Verpackungs-Abfälle zusammen in den Container kippt. Weil der Priener einen dunklen, „blickdichten“ Sack verwendet hat, muss er ihn auskippen. Durchsichtige Säcke dürfen samt Müll in den Container.
  • Dirk Breitfuß
    VonDirk Breitfuß
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Prien – Viele Bürger fahren den Wertstoffhof pflichtbewusst mit einer Reihe von Kisten oder Säcken an, in denen sie ihren Müll von zu Hause vorsortiert haben.

Ein Teil ihrer Arbeit ist seit Anfang des Jahres aber umsonst, weil der Landkreis Rosenheim sein Sammelsystem umgestellt hat. Viele Bürger haben das noch nicht mitbekommen.

Ratlos am Container

Nicht wenige stehen ratlos mit ihren Abfällen an Sammelstellen, wo bisher eigene Container für Weißblech und Getränkeverpackungen (Tetra Paks) standen. Diese Container sind schon verschwunden. Es gibt bereits Meldungen über Müllansammlungen an den bekannten Sammelstellen, wo Bürger ihre Dosen oder Tetra Paks einfach ablegen. Sie müssen nun zusammen mit anderen Kunststoffverpackungen in den Wertstoffhof gebracht werden.

Die Container für Altpapier sowie Altglas, getrennt nach den Farben Weiß, Braun und Grün, gibt es weiterhin an den bekannten Stellen.

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Alle Verkaufsverpackungen, die nicht aus Papier, Pappe oder Glas bestehen, können seit 1. Januar gemeinsam in einen Container im Wertstoffhof geworfen werden. „Die so gesammelten Leichtverpackungen werden anschließend in einer Sortieranlage getrennt und von den dualen Systemen der weiteren Verwertung zugeführt“, hatte der Landkreis in einer Mitteilung zur Umstellung erläutert. Bis Ende 2021 gab es in den Wertstoffhöfen jeweils eigene Container für Kunststoff-Folien, Mischkunststoffe, Kunststoff-Flaschen, Kunststoff-Becher, Tetra Pak, Weißblech, Aluminium und Styropor. Jetzt landen all diese Stoffe zusammen in einem Container.

Bei den meisten Bürgern stoße das auf Unverständnis, berichtet Erwin Nischbach vom Priener Wertstoffhof am Hohertinger Weg im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Nach seiner Schätzung haben etwa zwei Drittel der Priener die Änderung bisher noch nicht zur Kenntnis genommen. „Sie tun sich hart, weil sie jahrelang getrennt haben und jetzt erlaubt ist, was bisher verboten war.“

Die Bürger sind vom Landkreis seit Jahresbeginn aufgerufen, bei der gemeinsamen Sammlung für einen Container „miteinander verbundene Komponenten, wie zum Beispiel Aluminiumfolien auf Joghurtbechern voneinander zu trennen“, weil die Sortieranlage dies nicht könne.

Ausspülen nicht notwendig

Die Verpackungen können nur entleert in die Sammlung gegeben werden. Ein Ausspülen sei nicht notwendig. Die Leichtverpackungen können lose oder in transparenten Plastiktüten eingeworfen werden. Blickdichte Müllsäcke sind nicht erwünscht, weil sie die Kontrolle erschweren. Sie müssen am Container entleert werden. Informationen sowie Merkblätter im Internet unter www.abfall.landkreis-rosenheim.de.

Dirk Breitfuß

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