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Welt-Alzheimertag am 22. September

„Demenz weder bagatellisieren noch dramatisieren“ – Kinopolis Rosenheim zeigt Film „Still Alice“

Julianne Moore spielt die an Alzheimer erkrankte Alice. Der Film wird am Mittwoch, 22. September, im Kinopolis gezeigt.
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Julianne Moore spielt die an Alzheimer erkrankte Alice. Der Film wird am Mittwoch, 22. September, im Kinopolis gezeigt.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Sie sind nach wie vor ein Tabu: Über demenzielle Erkrankungen mögen die meisten Menschen nicht nachdenken und nicht sprechen. Am Welt-Alzheimertag 2021 wird es trotzdem getan.

Wasserburg/Rosenheim – Auch in Rosenheim, wo auf Initiative des Inn-Salzach-Klinikums Wasserburg am Mittwoch, 22. September, eine gemeinsame Veranstaltung mit den Romed-Kliniken stattfindet. Im Kinopolis (vormals Citydome) zeigen um 19 Uhr die Klinik des Bezirks und der Klinikverbund von Stadt und Landkreis den Film „Still Alice“. Im Anschluss wird das Thema Alzheimer in einer Diskussion weiter vertieft.

Ideengeber für das Kinoprojekt: Professor Dr. Peter Zwanzger.

Realitätsnahe Darstellung

„Still Alice“, ein US-amerikanisches Filmdrama, ist nach Überzeugung von Professor Dr. Peter Zwanzger, Ärztlicher Direktor des Inn-Salzach-Klinikums Wasserburg, der perfekte Film, um die dementiellen Erkrankungen vom Typ Alzheimer realitätsnah darzustellen. Denn, wie der Titel schon aussagt: „Der Mensch bleibt der Mensch, der er war – trotz seelischer Veränderungen, ausgelöst durch die Erkrankung“, so Zwanzger.

Er möchte, dass die gemeinsame Veranstaltung mit dem Romed-Klinikverbund, unterstützt von Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März, einen offenen und ehrlichen Blick auf die Erkrankung wirft – „ohne zu bagatellisieren, aber auch ohne zu dramatisieren“. Denn nicht jede Alltagsvergesslichkeit oder Verwirrtheit sei gleich eine Demenz. Und wird sie doch diagnostiziert, heißt das nach Erfahrungen von Zwanzger nicht, dass Betroffene keine Lebensfreude mehr empfinden können oder handlungsunfähig werden.

Trotzdem weiß auch er: Die Diagnose ist ein Schock – auch für Angehörige. Betroffene und ihre Familien durchlaufen in der Regel einen harten inneren Prozess: Verleugnen, Widerstand, akzeptieren, konstruktiv mit der Erkrankung umgehen. Je besser Betroffene und Angehörige aufgeklärt und informiert sind, umso besser verläuft die Bewältigung, so Zwanzgers Erfahrung. Filme wie „Still Alice“, der am Mittwoch, 22. September, gezeigt wird, helfen nach seinen Angaben, die seelischen Veränderungen zu verstehen, zeigen Symptome, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten. Im Anschluss an den Film können die Besucher der Veranstaltung außerdem mit Experten am Podium diskutieren.

Rosenheim ist gut aufgestellt

Im Landkreis Rosenheim ist die Versorgung von Menschen, die an Demenz erkranken, nach Meinung von Zwanzger gut aufgestellt. Es gebe ein dichtes Netz an klinischen Kompetenzzentren – im Inn-Salzach-Klinikum mit der größten diagnostischen Einheit ebenso wie im Romed-Verbund. Außerdem seien karitative Einrichtungen, niedergelassene Fachärzte und Selbsthilfegruppen aktiv. „Es gibt Hilfe“, so Zwanzger.

Jetzt sollen der Welt-Alzheimertag und die bayerische Demenzwoche mit der Veranstaltung im Kinopolis Rosenheim, wo 70 bis 100 Besucher nach den Corona-Hygieneregeln auf 200 Plätzen sitzen und zusehen sowie mitreden können, dazu beitragen, dass die Demenz ein wenig von ihrem Schrecken verliert.

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