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Großstörung zentraler IT-Systeme

Cyberangriff auf Caritas-Verband: Mails weg, Anträge nur per Hand möglich - was ist mit Spenderdaten?

Hilfe für Mitmenschen: Mitarbeiter der Caritas München-Freising stehen am Münchner Hauptbahnhof, um Frauen und Männer aus der Ukraine zu empfangen.
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Hilfe für Mitmenschen: Mitarbeiter der Caritas München-Freising stehen am Münchner Hauptbahnhof, um Frauen und Männer aus der Ukraine zu empfangen.
  • Carmen Krippl
    VonCarmen Krippl
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Der Caritas-Verband der Erdiözese München und Freising ist Opfer einer Cyberattacke geworden. Ein Angriff mit schon jetzt „weitreichenden Folgen“ und noch vielen unbekannten.

Rosenheim/Mühldorf/München - Ausgerechnet in dem Monat, in dem der Caritas-Verband der Erdiözese München und Freising mit einem großen Festakt in Rosenheim 100. Jubiläum feiern wird, ist es passiert: Am vergangenen Wochenende (10./11. September 2022) hackten unbekannte Täter die Computersysteme der Organisation. 

Der Angriff habe eine Großstörung zentraler IT-Systeme zur Folge gehabt, bestätigte Caritas-Sprecherin Bettina Bäumlisberger. Der Betrieb der rund 350 Dienste und Einrichtungen laufe weiter, die Prozesse wurden gesichert. Die Behebung des Schadens führe allerdings zu einer vorübergehenden Umstellung auf analogen Betrieb. Ein Mail-Verkehr sei beispielsweise nicht möglich. 

„Niemand ist vor Cyberkriminalität gefeit. Nun hat es uns als größten oberbayerischen Sozialverband trotz umfangreicher technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen getroffen“, erklärte Caritasdirektor Prof. Dr. Hermann Sollfrank via Pressemitteilung. „Absolute Priorität hat die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs des Caritasverbands. Trotzdem muss vorübergehend an der einen oder anderen Stelle mit gewissen Einschränkungen in der häufig IT-gestützten Kommunikation gerechnet werden“, so der Vorstandsvorsitzende der Caritas München und Oberbayern und nannte als Beispiele: „Es könnte vielleicht etwas länger dauern, bis jemand ans Telefon geht und wir werden einstweilen nicht per E-Mail erreichbar sein. Dafür bitten wir um Verständnis.“

Schadensanalyse läuft noch

Der Caritas-Vorstand richtete noch am Wochenende einen Krisenstab ein. Auch Anzeige sei erstattet worden. „Selbstverständlich haben wir die Ermittlungsbehörden umgehend informiert und unsere vollumfängliche Unterstützung angeboten“, so Sollfrank: „Wir befinden uns derzeit noch in der Analysephase. Gleichwohl gibt es konkrete Hinweise darauf, dass es den Cyberkriminellen gelungen ist, trotz aller Schutzvorkehrungen Daten aus unseren Systemen abzugreifen. Um welche Daten es sich handelt, können wir zum jetzigen Stand nicht zweifelsfrei und auch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.“ Sobald weitere Erkenntnisse zur Cyberattacke und zu Art und Umfang der gestohlenen Daten vorliegen, werde der Caritas-Vorstand dies mitteilen.

Attacke frühzeitig entdeckt

Die Leserinnen und Leser der OVB-Heimatzeitungen hatten zu Weihnachten 2020 für das Christophorus-Haus in Brannenburg, ein Projekt des Caritas-Verbandes, rund 1,2 Millionen Euro gespendet. Ob und inwieweit auch ihre Daten betroffen sind, wisse man im Moment noch nicht, sagte Bettina Bäumlisberger auf konkrete Nachfrage. Man habe den Angriff glücklicherweise früh entdeckt und Spenderdaten so rasch isolieren können.

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