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Corona-Pandemie in der Region

Rosenheim noch immer Hotspot: An den Schulen steigen die Infektionszahlen

Beim Impfen nichts Neues: Die Region hinkt hinterher.
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Beim Impfen nichts Neues: Die Region hinkt hinterher.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Leichte Entspannung, keine Entwarnung – so lässt sich die Corona-Lage nach den Zahlen des Gesundheitsamts Rosenheim zusammenfassen. Der exponentielle Anstieg der Infektionszahlen sei womöglich gestoppt, heißt es. Doch befänden sich Stadt und Landkreis auf einem kritischen Niveau. Sorgen machen die Schulen-

Die Region ist nach wie vor einer der bundesdeutschen Hotspots. Bei der 7-Tageinzidenz bewegte sich der Landkreis in der vergangenen Woche um die Marke von 160 herum; mit aktuell 167,7 steht er bundesweit auf dem vierten Platz. In Bayern verzeichnet nur der Landkreis Traunstein (201,7) eine höhere Zahl.

Zwischen Inzidenzzahlen von 170 und 136 pendelte die Stadt, aktuell liegt sie mit 136,8 auf dem elften Platz in ganz Deutschland. „Die Versorgungslage in den Kliniken in Stadt und Landkreis im Intensivbereich befindet unverändert auf einem kritischen Niveau“, meldet Dr. Wolfgang Hierl.

Hohe Infektionszahlen an den Schulen

Auffällig hoch ist die Zahl der gemeldeten Infektionen von Jugendlichen und Kindern. Seit vergangenem Freitag sind in 24 Schulen und acht Kitas insgesamt 39 positive Fälle aufgetreten. Allein am Donnerstag meldete das Gesundheitsamt zehn Schulen und Kindergärten mit insgesamt 24 Infektionen, darunter die Freie Waldorfschule in Rosenheim, der Kindergarten Griesstätt und die Realschule Wasserburg mit jeweils fünf positiven Testergebnissen.

Alle engen Kontaktpersonen seien in Quarantäne geschickt worden. Nach eigener Auskunft entscheidet das Gesundheitsamt „unter Abwägung aller Umstände im Einzelfall“. Quarantäne werde nur für jene Spielkameraden und Mitschüler angeordnet, die „unmittelbaren und ungeschützten Kontakt“ zu dem infizierten Kind oder Jugendlichen hatten, zum Beispiel Sitznachbarn ohne Maske. So heißt es seitens der Behörde.

Am 26. September ist Bundestagswahl. Alle Infos live am Wahlabend im OVB-Dossier.

Die Nachverfolgung von Kontakten infizierter Menschen brachte das Gesundheitsamt in den vergangenen Wochen an seine Grenzen. Seit August unterstützt daher auch die Bundeswehr die Behörde. Eigens für Schulen und Kindergärten habe das Gesundheitsamt aber eine eigene Mannschaft aufgestellt, die zeitnah und mit Unterstützung der Schule ermitteln könne, hieß es aus dem Landratsamt.

Viele Infektionen an Altersheimen

Weiterhin registriert das Gesundheitsamt viele Infektionen in Alten- und Pflegeheimen. Ausbrüche verzeichneten Hierl und seine Mitarbeiter in sieben Heimen. Insgesamt 26 Bewohner mit Symptomen und 18 positiv getestete Mitarbeitern registrierte die Behörde. Mit 19 war eine klare Mehrheit der infizierten Bewohner vollständig geimpft gewesen.

Irritiert zeigte sich Hierl von der Impfquote der Beschäftigten: „Bedauerlich ist, dass die Mehrzahl der 18 positiven Mitarbeiter nicht geimpft war.“ Elf seien ungeimpft gewesen, bei drei weiteren Mitarbeitern sei der Impfstatus unbekannt.

Hohe Belastung fürs Romed-Klinikum

Auch insgesamt ist die Impfquote in der Region ausbaufähig: Mit weniger als 54 Prozent hinken Stadt und Landkreis weit hinter Bayern (61,4 Prozent) und Deutschland (63,7) her. Für die Kliniken, allen voran das Romed-Klinikum, eine Belastung.

Die Bettenbelegung lag in der vergangenen Woche täglich zwischen 20 bis 27 Patienten auf Normalstation und 15 bis 19 auf Intensivstationen. Gestern wurden von insgesamt 34 Patienten 15 intensiv behandelt (vergangenen Freitag 17). Die Belegung auf den Intensivstationen mit fast ausschließlich ungeimpften Patienten sei seit Ende August auf „hohem Niveau“, sagte Hierl, die Lage sei angespannt.

Vier Menschen an Covid-19 verstorben

Seit vergangenem Freitag wurden dem Gesundheitsamt 526 neue Fälle (zuletzt 537) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 20.746 Fälle von Corona in Stadt und Landkreis registriert worden (Landkreis: 16 087, Stadt: 4659). Mittlerweile gelten 18 063 Personen als genesen.

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Vier Menschen sind im Laufe der vergangenen Woche dem Gesundheitsamt als verstorben gemeldet worden, damit sind insgesamt 546 Personen an oder mit Covid-19 gestorben. (Landkreis: 473, Stadt: 73). Keiner der jüngst Verstorbenen war in einem Heim betreut worden.

Die Hotspots der Region mit über 20 Corona-Fällen befanden sich mit Ausnahme von Tuntenhausen (26 neue Fälle) Babensham (23) in der Nachbarschaft Rosenheims: Bad Aibling (38) und Kolbermoor (28) sowie Vogtareuth und Stephanskirchen (je 24).

Kindergärten und Schulen in der Region: Zahlen seit Freitag, 17. September

Brannenburg: Institut Schloss Brannenburg 1 Corona-Infektion; Sonderpädagogisches Förderzentrum Inntalschule 1
Bad Aibling: Gymnasium 1
Bad Endorf: AWO Hort 1; Mittelschule 2
Bruckmühl: Gymnasium 3
Feldkirchen-Westerham: Kinderhaus KiWest 1
Griesstätt: Kindergarten 6
Kolbermoor: Pauline-Thoma-Schule 1; Kindergarten am alten Tonwerk 1
Pfaffing: Integrationhort Stiftung Attl 3; Grundschule 5
Prien: Freie Waldorfschule 3; Ludwig-Thoma Gymnasium 3
Prutting: Kindergarten Mariä Himmelfahrt 1
Raubling: Kindergarten Pusteblume 1
Reitmehring: Grundschule 1
Rosenheim: Grundschule Aising 1; Grundschule Erlenau 1; Grundschule Fürstätt 1; Grundschule Happing 1;
Ignaz-Günther-Gymnasium 1; HPT Klara von Assisi 1; Kindergarten Christkönig 1; Kindergarten St. Nikolaus 1; Kindergarten Stadtmäuse 1; Mädchen-Realschule 5; Sonderpädagogisches Förderzentrum 2; Freie Waldorfschule 5
Rott am Inn: Grundschule Rott 1
Söllhuben: Grundschule 1
Stephanskirchen: Kindergarten Regenbogen 2; Otfried Preußler Schule 4; Aktive Projektschule  1
Wasserburg: Realschule 8; Grundschule Wasserburg 1; Luitpoldgymnasium 2; Berufsschule 3

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