Coronavirus: Spannende Fragen und Antworten – kindgerecht erklärt 

Warum denkt Asien anders über Gesichtsmasken als Europa?
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Die Coronakrise hat die Welt im Griff. Doch warum ist das eigentlich so? Wer auf diese Fragen eine Erklärung geben kann, nimmt seinen Kindern vielleicht etwas Angst.

Weder Schule noch Kindergarten, kein Kontakt zu Freunden oder der Oma: Auch für Kinder und Jugendliche sind die Folgen der Coronakrise einschneidend. Wie sollen sie dieses neue, so ganz andere Leben zu verstehen? Erklärungshilfe bietet hier exklusiv die Autorin Petra Cnyrim aus Bad Aibling.

In der täglichen Informationsflut fällt es schwer, die wichtigsten Fakten als solche zu erkennen – und dann diese Informationen auch an die Kinder ehrlich, aber ohne Panikmache weiterzugeben. 

Spätestens in der Coronakrise wird Halbwissen gefährlich.

Coronavirus – zu viele Fragen und so viele Antworten 

Wir haben uns zu diesem Thema Hilfe von Petra Cnyrim geholt. Die Autorin, die mit ihrer Familie in Bad Aibling lebt, hat drei Spiegel Bestseller unter dem Titel "Erklärs mir, als wäre ich 5" geschrieben. 

Darin stellt sie komplizierte Sachverhalte einfach dar. Zwei typische Kinderfragen hat sich auch bereits für die Weihnachtsausgabe der OVB Heimatzeitungen 2019 beantwortet.

Die Bad Aiblinger Autorin Petra Cnyrim beantwortet schwierige Fragen einfach. Was Sie Ihren Kindern erklären wollen, dem geht die Aiblinger Bestseller-Autorin auf die Spur. Haben Sie dazu schon Ideen? Dann schreiben Sie uns am besten sofort an leserreporter@ovb.net. 

"Corona ist Latein und heißt: die Krone"

Was sind Viren?

Viren sind so klein, dass man sie nicht sehen kann. Sie können zum Teil tödliche Krankheiten übertragen. Das passiert meistens durch Tröpfchen, also Spucke. 

Jedes Virus hat eine Hülle. Eingeschlossen in diese Hülle ist die Botschaft, wie sich das Virus vermehren kann. Sie können sich aber nicht selbst vermehren, dazu brauchen sie einen sogenannten „Wirt“. Das ist z.B. eine menschliche Zelle. 

Die befallenen Wirtszellen werden dabei umprogrammiert, so dass sie viele neue Viren herstellen. Gegen Viren hilft kein Antibiotikum. Der Körper muss sie abwehren, oder kann durch eine Impfung dafür trainiert werden.

Warum heißt das Coronavirus so?

Sars-CoV-2 ist seit Februar 2020 die offizielle Abkürzung für die Krankheit. Sie steht für: SARS – weil das Virus mit einem Sars-Virus verwandt ist. CoV2: so heißt das Virus heute. Zuvor nannte man es: 2019-nCoV.

Die Zahl steht für das Jahr, in dem die Krankheit entdeckt wurde: 2019. Die Buchstaben nCoV sind der Name: novel Coronavirus – also „neues Coronavirus“.

Und wieso eigentlich „Corona“?

Corona ist Latein und heißt: die Krone. Das Virus sieht unter einem Mikroskop wie eine Krone aus, deshalb wählte man diesen Namen. 

Darstellung des Coronavirus. 

Und was ist dann Covid-19?

Covid-19 ist die Krankheit, die von den Sars-CoV-2 Viren ausgelöst wird. Dabei ist Covid-19 auch wieder eine Abkürzung für: Corona Virus Desease (Krankheit) 2019.

Coronavirus: Warum muss ich daheim bleiben?

Warum werden Schulen wegen dem Virus geschlossen?

In Schulen treffen sich viele Menschen auf eher engem Raum. Damit man sich nicht mit dem Virus anstecken kann, soll man aber mindestens einen Abstand von 1,50 Meter zu anderen halten. 

Das ist an Schulen mit quirligen Kindern kaum durchzuhalten. Außerdem hat man herausgefunden, dass Kinder die Krankheit schnell „aufschnappen“ und dann auf ältere Menschen übertragen, obwohl sie selbst oft gar nicht merken, dass sie das Virus haben. 

Das ist gerade für ältere Menschen sehr gefährlich.

In der Reihe "Erklärs mir, als wäre ich 5" von der Bad Aiblinger Autorin sind bereits 3 Bücher erschienen. 

Coronavirus: Was ist im Katastrophenfall erlaubt?

Bayern hat den Katastrophenfall ausgerufen. Was dürfen die Bundesländer, wenn sie den Katastrophenfall ausrufen?

Sobald der Katastrophenfall ausgerufen wird, kann sich für uns Bürger einiges ändern:

  • Hilfskräfte, Feuerwehren, Rettungsdienste werden unter das „Kommando“ des Innenministeriums des jeweiligen Landes gestellt. Sonst sind dafür die Städte oder Kommunen zuständig. 
  • Es geht darum, dass alle an einem Strang ziehen. Im Fall der Corona Pandemie heißt das unter anderem, dass die Krankenhäuser unter staatlicher Aufsicht stehen. Alles wird dann so gelenkt, dass gegen die Krankheit angekämpft werden kann.
  • Der Staat kann Grundrechte einschränken, wie: Versammlungsfreiheit, die Freiheit des Bürgers, die Freizügigkeit und die Unverletzlichkeit der Wohnung. All das wird durch das Infektionsschutzgesetz von 2001 geregelt.
  • Es können Ausgangssperren und Quarantäneverordnungen verhängt werden 
  • Telefonanrufe könnten abgehört werden und 
  • Es könnte sogar angeordnet werden, dass Fremde auf dem eigenen Grundstück unterzubringen sind

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