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Weiter angespannte Lage in der Region Rosenheim

Corona-Welle schwappt auf die Jüngsten über - Jetzt trifft es die Kitas

Zwei Drittel aller Kinder kommen auch während der Notbetreuung in ihren Kindergarten am Bucklberg. Deshalb plädieren Kitas aus der Gemeinde Feldkirchen-Westerham dafür, die Kindereinrichtungen wieder komplett zu öffnen.
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Viele Kindergärten sind aktuell von Corona-Ausbrüchen betroffen.
  • Rosi Gantner
    VonRosi Gantner
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  • Michael Weiser
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Der rasante Anstieg ist zwar ausgebremst. Dennoch verharren die Inzidenzen in der Region Rosenheim auf einem hohen Niveau. Die Welle schwappt nun auf die Jüngsten in den Kitas über. Und auch in den Kliniken ist die vierte Welle noch lange nicht vorbei.

Rosenheim – Die Zahl der Neuinfektionen hat sich in der Region Rosenheim auf einem hohen Niveau eingependelt, der rasante Anstieg ist zumindest ausgebremst. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Rosenheim bewegt sich Stand Donnerstag bei 702, die der Stadt Rosenheim bei 684 (9. Dezember, 0 Uhr). Wobei die kreisfreie Stadt mit 77 Neumeldungen gegenüber dem Vortag einen leichten Zuwachs verzeichnet (Inzidenz am Mittwoch: 659).

Mehr Infektionen in Kindergärten und Krippen

Die Infektionslage in Schulen und Kitas verlagert sich inzwischen deutlich hin zu Kindergärten und Krippen. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim meldete zuletzt neben einer Vielzahl an Einzelfällen verteilt über die gesamte Region vier Neuinfektionen aus dem Katholischen Kinderhaus Schatzkiste Albaching und zwei Fälle aus der Kindertagesstätte Altstadt Wasserburg.

Aktuell betroffene Einrichtungen mit je einem Positiv-Fall sind: die Zwergerlgruppe Albaching, die Kindertagesstätte Klostermäuse Tuntenhausen, das Haus für Kinder am Sportpark Bernau, das Audorfer Kindernest in Oberaudorf und das Kinderhaus Westerham in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham (Stand 9. Dezember). Eine Einordnung dieser Entwicklung seitens des Gesundheitsamtes Rosenheim war auf OVB-Anfrage aktuell nicht zu erhalten.

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Kliniken weiterhin überlastet

Weiter angespannt bleibt die Lage in den Kliniken. In den Romed-Häusern befinden sich aktuell 119 Covid-Patienten (darunter sechs Verdachtsfälle) in stationärer Behandlung, davon 17 auf Intensivstation. Acht Covid-Patienten müssen invasiv beatmet werden (Stand 9. Dezember).

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Romed-Chef zur aktuellen Lage

Auf OVB-Anfrage gab Romed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram Einblick in die aktuelle Kliniklage: „Von einem Abflauen der vierten Welle kann überhaupt keine Rede sein.“ Man habe seit einigen Wochen eine Art Peak erreicht. „Das bedeutet, wir haben mit Mühe und Not so viele Intensivbetten in Betrieb, wie wir auch vor Corona tatsächlich belegt hatten. Wir haben aber keinerlei Reserve, und wir haben das ohnehin nur geschafft, weil wir Kollegen aus anderen, angestammten Arbeitsbereichen und zum Teil aus anderen Kliniken zusammengezogen haben.“ Von diesen Betten stünden nur die Hälfte für Nicht-Covid-Patienten zur Verfügung. Deerberg-Wittram weiter: „Das ist eine dramatische und sehr belastende Situation, jeden Tag, weil wir jeden Tag falsche Kompromisse machen müssen, die Patienten gefährden. Deswegen geht es uns als den Menschen, die hier arbeiten, und als Verbund insgesamt schlecht.“

Genug Betten, aber kein Personal

Der Romed-Geschäftsführer ergänzt: „Betten haben wir genug, wir haben sogar das Privileg, dass wir eine komplette leere Intensivstation haben, weil wir während Corona-Zeiten umgezogen sind, in ein neues Gebäude. Wir haben mehr als genug Betten, und auch Beatmungsgeräte sind auf dem Markt. Das Problem ist das Personal, und das Personal war in diesen Bereichen immer schon knapp, und es ist wegen der Krise und der Belastung noch knapper geworden.“