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Appell an südosteuropäische Mitbürger

Wegen hoher Inzidenz: Reiserückkehrer bekommen Corona-Post von Stadt und Landkreis Rosenheim

Impfen ginge auch im Urlaub – aber da hat man meistens anderes zu tun. Foto: dpa
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Impfen ginge auch im Urlaub – aber da hat man meistens anderes zu tun.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Die Ferien gehen zu Ende, die Zahlen in die Höhe: Weil Reiserückkehrer zuletzt die Pandemie anheizten, appellieren nun Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer an die Urlauber aus einer bestimmten Region Europas.

Rosenheim – Tausende von Mitbürgern südosteuropäischer Herkunft werden in den nächsten Tagen Post vom Landkreis und der kreisfreien Stadt Rosenheim erhalten. Anlass der Postsendung sind die sprunghaft gestiegenen Corona-Inzidenzzahlen vor allem in der Stadt (Stand Montag: 217), Grund ist der hohe Anteil von Rückkehrern vor allem aus dem Balkan an den Infizierten.

In Südosteuropa sind nicht nur weniger Menschen geimpft als im europäischen Schnitt, Menschen von dort stellen auch den größen Anteil der Zuwanderer in Rosenheim. Gäbe es Jugoslawien noch, es stellte mit rund 5300 Menschen rund 8,4 Prozent der Rosenheimer. 700 sind es im Landkreis.

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Das Schreiben sei daher „schlicht den Tatsachen geschuldet“, sagt daher Thomas Bugl, Sprecher der Stadt Rosenheim. Rückkehrer vor allem aus dem Balkan hatten im letzten Augustdrittel, als in Rosenheim die Zahlen durch die Decke gingen, einen Anteil von 67 Prozent an den neuen Infektionen. Für Stadt und Landkreis (95,5) insgesamt lag der Anteil der Reiserückkehrer zuletzt bei 45 Prozent. Anlass für Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer (beide CSU), an die Bereitschaft zum Impfen und Testen zu appellieren.

Fatale Kombination

Gefährlich ist die Kombination aus hohen Inzidenzzahlen und niedriger Impfquote. Unter den ehemaligen Teilrepubliken Jugoslawiens sind Bosnien und Kosovo mit rund 11 Prozent vollständig Geimpften die Schlusslichter. Der Kosovo ist zudem mit einer Inzidenzzahl von über 700 europäischer Spitzenreiter. Gleichzeitig sind die Kosovaren in der Stadt Rosenheim stark vertreten: 1154 Menschen stammen aus der früheren serbischen Teilregion, es ist die drittstärkste Gruppe aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Wie schon im vergangenen Jahr haben viele von ihnen die Heimat bereist. Und zwar, so lauten die Erkenntnisse des Gesundheitsamtes, vor allem, um ihre Familien dort zu besuchen. Es sei selbstredend, so heißt es seitens der Rosenheimer Behörde, dass solche Besuche – mit längeren und mehr Kontakten und geringerem Abstand – ein höheres Infektionsrisiko bergen.

Zahlen steigen in Traunstein

Derweil verschärft auch der Landkreis Traunstein (aktuelle Inzidenz von 72,2) nach drei Tagen über der Inzidenz von 50 die Corona-Regeln. So dürfen sich öffentlich wie privat nur zehn Personen aus bis zu drei Haushalten zusammen aufhalten. Für Veranstaltungen gilt die Obergrenze von 25 Menschen, beziehungsweise 50 Menschen im Freien. Bei privaten, besonderen Anlässen dürfen es in geschlossenen Räumen bis zu 25 Menschen sein, nicht eingeschlossen Genesene und Geimpfte.

Michael Weiser

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