Frage nach der Kapazität

Zahl der Corona-Tests an der Loretowiese Rosenheim deutlich gestiegen - Bescheide nun auf Deutsch

20.10.2020, Niedersachsen, Ronnenberg: Eine ehrenamtliche Helferin vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) nimmt im Corona-Testzentrum im Ortsteil Empelde einen Abstrich von einem Patienten. Im Testzentrum des DRK werden Menschen nach Veranlassung durch das Gesundheitsamt getestet. Nach einem Anstieg der Corona-Infektionen hat die Region Hannover zum Wochenbeginn neue Maßnahmen beschlossen.
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Eine ehrenamtliche Helferin vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) nimmt im Corona-Testzentrum im Ortsteil Empelde von Ronnenberg in Niedersachsen einen Abstrich von einem Patienten. Am Rosenheimer Testzentrum an der Loretowiese ist die Zahl der Tests in den vergangenen Wochen stark gestiegen.
  • Anna Hausmann
    vonAnna Hausmann
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Seit Beginn der 2. Welle sind im Testzentrum Loretowiese Rosenheim schon 840 Corona-Fälle herausgefiltert worden. Wie es um die Kapazitäten steht, verrät Hans Meyrl, Chef der Corona-Koordinierungsgruppe. Und: Es gibt eine gute Nachricht zur Verständlichkeit der Bescheide.

Rosenheim Ein wenig Klarheit ist in den Bescheid des Testzentrums Loretowiese Rosenheim gekommen. Sorgte dieser noch vor Kurzem mit englischen Begriffen für Verwirrung, liefert die dafür zuständige Firma Eurofinns nun eine verständliche Variante für den deutschen Markt.

Dr. Fritz Ihler, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Rosenheim, begrüßt diese Entwicklung: „Vor allem ältere Menschen profitieren davon.“ Aus seinem Kollegenkreis habe er Rückmeldungen erhalten, dass die englische Version für Irritationen gesorgt habe. Der überarbeitete Bescheid zeigt nun das Ergebnis auf Deutsch, zudem deutlich hervorgehoben. Das Ratespiel ist damit passé.

Das Ratespiel um den Corona-Testbescheid Loretowiese (Eurofins) hat ein Ende: Die überarbeitete Version (rechts) ist nun klar und deutlich; links die bisherige, verwirrene Version.

Seit September 25.000 Abstriche

Wie wichtig die Verständlichkeit des Testbescheids ist, weiß auch Hans Meyrl, städtischer Leiter der Corona-Koordinierungsgruppe von Stadt und Landkreis Rosenheim. Deshalb habe die Stadt das auch als Verbesserungsvorschlag an Eurofins weitergegeben.

Denn die Nachfrage nach den Tests an der Loretowiese ist hoch: Seit der Wiedereröffnung des Testzentrums Anfang September haben sich insgesamt rund 25.000 Menschen auf das Coronavirus testen lassen. 840 Ergebnisse waren seither positiv. Eine sehr erfolgreiche Bilanz, wie Meyrl findet.

Durchschnitt liegt bei 1.138 Tests

Außerdem: „Die Anzahl der Tests ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen“, erklärt er. Der Durchschnitt in der vergangenen Woche lag bei 1.138, vor drei Wochen noch bei rund 650 Testungen. Den Höchstwert konnte das Zentrum am Donnerstag vergangene Woche mit 1219 Abstrichen verzeichnen.

Verantwortlich für die hohen Testzahlen sind Meyrl zufolge Grenzpendler und Reihentestungen. Noch sei allerdings Luft nach oben, denn der Betreiber habe die Kapazität von 1.000 auf 1.250 Tests hochgesetzt. Grund dafür seien die verlängerten Öffnungszeiten.

Ordnungsdienst zeigt sich flexibel

„Wir haben auch immer noch die Möglichkeit, das Angebot auszuweiten“, so Meyrl. Allerdings würden die Testzahlen seit dem Höchstwert von Donnerstag zwischenzeitlich leicht sinken. Der Ordnungsdienst sei zudem flexibel, was die Testspuren anbelangt.

Je nach Bedarf könne man variieren, wie viele Spuren man für Fußgänger freigibt. In der Regel gilt: drei Spuren für Autofahrer, eine für Fußgänger. Nach wie vor empfiehlt Meyrl, die Online-Anmeldung zu nutzen.

Sollte es nicht anders möglich sein, könne man aber auch ohne Termin erscheinen.

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