Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


KAMPF GEGEN CORONA

Die Corona-Selbsttests für die Schulen der Region kommen – irgendwann und irgendwie

Nun soll auch an Bayerns Schulen getestet werden. Allerdings vorerst nur Personal und Schüler ab 15.
+
Nun soll auch an Bayerns Schulen getestet werden. Allerdings vorerst nur Personal und Schüler ab 15.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
    schließen

Die Stadt fürchtet ein Chaos wie beim Impfen, der Landkreis hat noch keine Infos. Bis Ende der Woche sollen die Selbsttests für Schulen in der Region ankommen. Sagt das Gesundheitsministerium. Wie das genau vonstatten gehen soll, weiß noch niemand.

Rosenheim –Endlich auch in Rosenheim: Noch in dieser Woche soll mit den Selbsttests an den Schulen begonnen werden. Das zumindest war vom Bayerischen Gesundheitsministerium zu erfahren.

Allerdings: In der offiziellen Auskunft auf die Anfragen der OVB-Heimatzeitungen taucht das Wort „voraussichtlich“ auf, das sich in den vergangenen Monaten mitunter als Gegenteil von „sicher“ verstehen ließ.

Voraussichtlich Ende dieser Woche also, so sagt es eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums, werden die ersten Selbsttests ausgeliefert. Und zwar an die Kreisverwaltungsbehörden. 1,32 Millionen Tests sollen verteilt werden, heißt es, „anschließend werden die Schulen mit den Selbsttests versorgt“.

Selbsttests der Firma Siemens

Es handele sich dabei um Tests der Firma Siemens, die erst in dieser Woche zugelassen worden seien, ist von Michael Fischer zu erfahren, dem Sprecher des Landratsamts Rosenheim. Darüber hinaus aber sind Informationen rar.

Die Fragen, wann genau die Test-Kits vom Zentrallager aus transportiert werden und in welchem Umfang, wann der Landkreis Rosenheim schließlich welche Lieferungen erhält, muss Fischer unbeantwortet lassen: „Darüber haben wir noch keine Informationen.“

Das THW Rosenheim weiß noch nichts Näheres

Die Transporte von dringend benötigtem Material in der Corona-Pandemie übernehmen die Ehrenamtlichen des Technischen Hilfswerks. Laut Stefan Huber, Sprecher des Ortsverbands Rosenheim, waren am gestrigen Mittwoch lediglich die üblichen Schnelltests angekündigt, die seit Ende vergangenen Jahres hunderttausendfach vom Zentrallager nach Rosenheim transportiert wurden, um Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen, ambulante Pflegedienste sowie niedergelassene Ärzte zu versorgen.

„Von Selbsttests wissen wir nach aktuellem Stand noch nichts“, sagte Huber gestern auf Nachfragen der OVB-Heimatzeitungen.

Wann die ersten Tests kommen, weiß noch niemand

Jeweils donnerstags sind die Transporte für die Region Rosenheim unterwegs. Einen Anhaltspunkt können also die Lieferlisten geben, die jeweils mittwochs fürs THW Nordbayern ausgegeben werden. Nach Selbsttests suchte man dort am gestrigen Mittwoch aber vergebens.

Auch bei der Stadt Rosenheim hat man keine Informationen darüber, wann welche Lieferungen kommen. Das Rathaus scheint sich auf eine Hauruck-Mission vorzubereiten. Man lebe in der Hoffnung, dass sich das Ganze besser entwickle als zuvor beim Testen und Impfen, heißt es jedenfalls von Seiten Thomas Bugls, Sprecher der Stadt Rosenheim. Auf die Kommunen kommt viel Arbeit zu. Die Details haben laut Gesundheitsministerium die Kreisverwaltungsbehörden mit den Schulen abzustimmen.

Lesen Sie auch: OVB-Reporterin im Selbstversuch: Schnelltest bei der Apotheke

Die Tests sind freiwillig. Derzeit sind zweimal pro Woche Testungen des Schulpersonals und – ab den kommenden Lieferungen – eine wöchentliche Testung der Schüler über 15 Jahren vorgesehen. Für die Verteilung des Selbsttests sind die Schulen verantwortlich. Wer sich testwillig erklärt hat, führt den Test zu Hause durch. Dazu will das Ministerium Infoblätter verschicken, außerdem wird es ein Video veröffentlichen. Wem das alles zu langsam geht, der ist vielleicht bei den Drogerie-Riesen besser aufgehoben: Bei DM soll es ab nächster Woche Schnelltests zur Eigenanwendung geben, Rossmann will schnell folgen.

Schnelltests: Kapazitäten ausreichend

Für LKW-Fahrer, Pendler und Bürger gibt es seit Montag die Möglichkeit, sich am Inntaler Autohof Raubling an der A93, Ausfahrt 57, Reischenhart, testen zu lassen. Dieser Testeinsatz wurde nun von der Regierung von Oberbayern bis einschließlich Freitag verlängert.

Das Angebot an Schnelltests auszuweiten – wie etwa nach dem „Böblinger Weg“, wo sich Bürger an fünf Stationen testen lassen können – sei nicht vorgesehen, sagte Landratsamtssprecherin Ina Krug. Nach der bayerischen Teststrategie haben in Stadt und Landkreis Rosenheim aktuell ohnehin alle Bürger die Möglichkeit für einen kostenlosen Corona-Test. „Die Kapazitäten des Testzentrums an der Loretowiese sind noch längst nicht ausgereizt“, sagte Krug.

Mehr zum Thema

Kommentare