Corona-Pandemie: So viele Intensivbetten sind in der Region Rosenheim noch frei

Reines Corona-Krankenhaus: der Romed-Standort Bad Aibling. Baumann
  • Rosi Gantner
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Gute Nachrichten seitens der Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim: Sie sehen sich in der Corona-Krise inzwischen gut gerüstet – auch, was die Bettenkapazitäten auf den Intensivstationen angeht. Die Krankenhäuser haben kräftig aufgestockt. Das sind die aktuellen Zahlen.

Rosenheim – Einen Überblick zum Stand der Dinge gaben die Pandemiebeauftragten der Kliniken sowie Dr. Michael Städtler, der als Ärztlicher Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie im Landkreis Miesbach (Rettungszweckverband) für die Lenkung der Patientenströme zuständig ist.

So viele Betten sind noch frei

„Wir schwelgen zwar nicht im Luxus und es ist schon relativ knapp, aber wir müssen aktuell keine Patienten nach außerhalb des Landkreises verlegen“, fasste Städtler die Lage zusammen. In Zahlen: 50 Intensivbetten sind derzeit (Stand 15. April) im Raum Rosenheim und Miesbach mit Covid-19-Patienten belegt. Etwa 40 Beatmungsplätze stehen noch zur Verfügung. Sollte der Bedarf weiter steigen, könnten weitere Intensivkapazitäten geschaffen werden, erklärte Städtler.

Insgesamt werden in den Romed-Kliniken aktuell 200 Covid-Erkrankte versorgt.

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Zudem erfolgt offenbar ein reger Austausch zwischen den Kliniken, wie es deren Vertreter darstellten – geplante Abverlegungen von Patienten, so der Fachbegriff. Damit werden in den Schwerpunktkrankenhäusern Kapazitäten geschaffen.

Zu den Schwerpunkt-Kliniken zählen: die Romed-Kliniken in Rosenheim und Wasserburg mit jeweils abgetrennten Corona-Bereichen sowie der Standort Bad Aibling; Prien soll möglichst Covid-19-frei bleiben.

Bad Aibling reines Corona-Krankenhaus

Das Romed-Krankenhaus Bad Aibling wird inzwischen ausschließlich für Corona-Patienten vorgehalten (aktuell: 35 Covid-Patienten, davon zwei auf Intensiv; vier Intensivbetten frei). Einzig die Notaufnahme und die HNO-Notfallversorgung finden dort noch statt – wobei auch seitens des Rettungsdienstes möglichst Rosenheim angefahren werden sollte, sofern im zeitlichen Rahmen, erklärte Dr. Hanns Lohner, Pandemiebeauftragter der Romed-Kliniken.

Schön-Kliniken und Medical Park mit im Boot

Weitere Schwerpunktkliniken in Sachen Corona sind in Stadt und Landkreis Rosenheim: die Schön-Kliniken Bad Aibling und Vogtareuth sowie die Medical-Park-Standorte Reithofpark und Blumenhof in Bad Feilnbach – letztere neu hinzugekommen. Während die Schön-Kliniken mit ihrer Infrastruktur insbesondere bei Intensivpatienten ins Spiel kommen und dadurch die Romed-Häuser entlasten, sind jetzt auch die Medical-Park-Standorte mit im Boot: In den Feilnbacher Kliniken werden unter anderem Patienten übernommen, die von Normalstationen abverlegt werden – um diese wiederum zu entlasten.

Sorge um Nicht-Corona-Patienten

Das Zusammenspiel: gut und reibungslos, sind sich alle Akteure einig. Und blicken optimistisch in die Zukunft. Sorge bereiten einzig die Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen, die aus Angst vor Corona den Kliniken fern bleiben.

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