Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Angespannte Situation

Corona-Lage verschärft sich: Explodierende Zahlen, volle Kliniken in der Region Rosenheim

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.
+
Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.
  • Rosi Gantner
    VonRosi Gantner
    schließen

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim verschärft sich weiter, die Fallzahlen explodieren, die Inzidenz erreicht Rekordhöhe. Die Zahl der Corona-Toten steigt weiter. Höchst angespannt ist die Situation in den Kliniken.

Rosenheim Die Corona-Lage im Raum Südostoberbayern verschärft sich weiter, so auch in Stadt und Landkreis Rosenheim. Die Zahl der Neuinfektionen explodiert regelrecht mit einer Zunahme von 1364 Fällen binnen einer Woche (Vorwoche: 940). Die 7-Tage-Inzidenz hat mit 431 im Landkreis und 370 in der Stadt Rosenheim bereits Rekordhöhe erreicht.

Klinik-Ampel auf Dunkelrot

Höchste Anspannung herrscht zudem in den Romed-Kliniken, wo die interne Krankenhausampel bereits auf Dunkelrot steht und Intensivpatienten bereits über die Region hinaus abverlegt werden müssen. Jetzt haben sich nun die Landkreise aus dem Südosten Bayerns auf Verschärfungen verständigt: FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen und 2G in Clubs, jeweils ab dem 1. November.

Covid-Intensivpatienten meist ungeimpft

Seit Beginn der vierten Welle wurden in den Romed-Krankenhäusern bereits 80 Covid-Patienten auf den Intensivstationen behandelt – davon allein 75 ungeimpfte (94 Prozent) oder unvollständig geimpfte Personen und nur fünf vollständig Geimpfte, zumeist im Alter zwischen 30 und 70 Jahren. Die Covid-Intensivstation am Romed-Klinikum Rosenheim mit acht Betten sowie die Intensivplätze in den Romed-Häusern Bad Aibling (1) und Wasserburg (3) sind dauerbelegt. Geplant ist zudem, im Krankenhaus Prien weitere Covid-Intensivbehandlungsplätze zu schaffen.

Klinik-Lage in der Region

Im gesamten Rettungsdienstbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie den Landkreis Miesbach umfasst, sind aktuell 86 Covid-Patienten in stationärer Behandlung (Stand 28. Oktober; Vorwoche: 65), davon 16 auf einer Intensivstation (Vorwoche: 16).

302 Neumeldungen an einem Tag

Dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim wurden in dieser Woche täglich durchschnittlich etwa 195 neue Fälle (insgesamt 1364 Neuinfektionen) gemeldet. Am Donnerstag wurde mit 302 die bislang höchste Zahl neuer Fälle registriert.

Lesen Sie auch: Die Corona-Lage in der Region im Überblick

Überwiegend Ungeimpfte betroffen

Laut der Behörde sind überwiegend Ungeimpfte bei den neuen Fällen betroffen, knapp zwei Drittel der positiv Getesteten liegen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. Im Zeitraum vom 1. bis 20. Oktober wurden 2097 neue Fällen registriert, davon waren 1564 (74,6 Prozent) ungeimpft, 136 (6,5 Prozent) waren entweder unvollständig geimpft oder die abschließende Impfung lag weniger als 15 Tage zurück. Bei 397 Personen mit vollständiger Impfung waren 320 (15,3 Prozent) symptomatisch erkrankt („Impfdurchbrüche“), lediglich drei Personen bei den Impfdurchbrüchen (0,1 Prozent) mussten stationär behandelt werden.

Diese Altersgruppen sind betroffen

Die Auswertung der Fälle seit 1. Oktober ergibt nach Angaben des Gesundheitsamtes, dass trotz der Impfbemühungen etwa zwölf Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. 64 Prozent lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. Zwölf Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen zwölf und 17 Jahren auf. Zwölf Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen unter zwölf Jahren auf, für die es bislang noch keine Impfstoffzulassung gibt.

Sechs weitere Corona-Tote

Die Zahl der Corona-Toten erhöht sich um weitere sechs Fälle (Vorwoche sieben) auf insgesamt 563 (Landkreis 488, Stadt 75). Fünf der Verstorbenen waren über 80 Jahre alt, eine Person zwischen 60 und 80. Eine der verstorbenen Personen war in einem Heim betreut worden.

Lesen Sie auch: Kommt jetzt die 2G-Regel? Rosenheimer Fraktionen fordern Verwaltung und Behörde zum Handeln auf (Plus-Artikel OVB-Online)

Die Lage in den Heimen

In den Heimen in Stadt und Landkreis ereignen sich laut Gesundheitsamt zunehmend Krankheitsfälle bei Mitarbeitern und Bewohnern – darunter auch vollständig geimpfte Bewohner, die zum Teil in Klinikum eingeliefert werden mussten. Die betroffenen Mitarbeiter waren laut der Behörde zum überwiegenden Teil ungeimpft. Allein in dieser Woche wurden in 17 Alten- und Pflegeheimen bei 47 Bewohnern (38 geimpft, neun ungeimpft) und 34 Mitarbeitern (20 ungeimpft, 13 geimpft, einer unbekannt) Corona-Infektionen festgestellt. Drei Heimbewohner (einer ungeimpft, zwei geimpft) mussten hospitalisiert werden. Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Hierl appelliert in diesem Zusammenhang dringend zu Auffrischungsimpfungen.

Lesen Sie auch: Klares Ja zum dritten Piks: Hohe Impfbereitschaft in Altenheimen im Landkreis Mühldorf (Plus-Artikel OVB-Online)

Viele Schulen und Kitas betroffen

Hinzu kommt in der Region ein immenses Ausbruchsgeschehen in den Schulen. Allein in dieser Wochen waren 53 Schulen betroffen mit 156 Neumeldungen sowie 15 Kitas mit 18 Positiv-Fällen. Laut Gesundheitsamt handelt es sich um insgesamt 22 Ausbrüche mit 37 Folgefällen. Das spiegelt sich auch in der 7-Tage-Inzidenz in diesen Altersgruppen wider: Sie liegt bei den 15- bis 17-Jährigen bei 933 und bei den Sechs- bis 14-Jährigen bei 772 (Kinder unter fünf Jahre: 220). Zum Vergleich: In der Altersgruppe über 65 Jahre liegt die Inzidenz bei 192.

Die Impfquote in der Region Rosenheim im bayern- und bundesweiten Vergleich (Stand 28. Oktober 2021).

Magere Impfbereitschaft

Die Impfbereitschaft der Bevölkerung hält sich in der Region weiter in Grenzen: Erst 57,73 Prozent haben in Stadt und Landkreis Rosenheim ihre Erstimpfung erhalten (187.545 Personen), 56,8 Prozent die Zweitimpfung (184.520). Die bayernweite Quote liegt bei 66,3 und 64,5 Prozent, die bundesweite Impfquote bei 69,3 und 66,6 Prozent (Stand 28. Oktober 2021). Hinzu kommen in der Region 4194 Auffrischungsimpfungen.

Kommentare