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Corona-Lage in der Region Rosenheim

Dritte Welle flaut in der Region ab - Corona-Lage in der Stadt Rosenheim weiter angespannt

Das Infektionsgeschehen in Stadt und Landkreis Rosenheim
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  • Rosi Gantner
    vonRosi Gantner
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Die dritte Welle scheint in der Region Rosenheim vorerst ausgebremst, insbesondere im Landkreis entspannen sich die Corona-Fallzahlen. Anders in der Stadt Rosenheim, wo die 7-Tage-Inzidenz wieder auf über 170 angestiegen ist. Alle Hoffnungen auf Öffnungen macht diese Entwicklung zunichte.

Rosenheim – Die dritte Welle scheint ausgebremst, die Corona-Fallzahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim pendeln sich ein – wenn auch in einer „Plateauphase“, wie es das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim in seinem aktuellen Lagebericht beschreibt. Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis bewegte sich Freitag, 7. Mai, bei 102,6. Die Stadt Rosenheim lag bei 171,5.

Keine Biergärten-Öffnung ab Montag

Für die gesamte Region bedeutet das: Die Schwelle 100 ist nach wie vor überschritten, Lockerungen, wie das Öffnen von Biergärten und der Außengastronomie, sind damit weiterhin nicht machbar. In anderen Regionen mit einer Inzidenz unter 100 wird ein Biergartenbesuch indes ab Montag, 10. Mai, möglich sein.

Anstieg in der Stadt Rosenheim

Dennoch entspannt sich insbesondere im Landkreis die Lage, tageweise wurde vergangene Woche bereits die Marke 100 unterschritten. Anders in der Stadt Rosenheim: Dort stiegen die Zahlen zuletzt an. Hier wird aktuell auch die Marke 165 gerissen, die zumindest Schulöffnungen ermöglichen würde. Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Hierl dazu: „In der Stadt Rosenheim sehen wir insgesamt einen leicht ansteigenden Trend. Die Infektionen breiten sich dort noch ungehindert aus. Insgesamt ist es also zu früh, um für die Region Entwarnung zu geben.“

Landkreis-Grundschüler dürfen zurückkehren

Die gute Nachricht für den Landkreis: Dort werden am Montag alle Grundschüler in den Unterricht (Präsenz- oder Wechselunterricht) zurückkehren können – in der Stadt Rosenheim muss dazu die Inzidenz erst unter 165 sinken.

Die aktuelle Lage

Die aktuelle Lage in der Region: Im Verlauf der Woche wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim täglich zwischen 18 und 90 neue Fälle (insgesamt 437 Neumeldungen) gemeldet (28. April: 309).

Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt 17 012 Fälle von Covid-19 in Stadt und Landkreis aufgetreten (Landkreis: 13 253, Stadt: 3759). 75 Prozent der seit 1. April positiv Getesteten liegen im Altersbereich zwischen 15 und 59 Jahren. Nur zwei Prozent fallen auf die Senioren ab 80 Jahren. Mittlerweile wurde bei mindestens 15 376 Personen offiziell eine Genesung dokumentiert.

Fünf weitere Todesfälle

509 Personen (+5 gegenüber der Vorwoche) sind bis zu diesem Zeitpunkt an oder mit der Erkrankung gestorben (Landkreis: 450, Stadt: 59), drei dieser Verstorbenen waren zwischen 60 und 80 Jahren, zwei über oder gleich 80 Jahre. Einer dieser Verstorbenen war in einem Heim betreut worden.

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 2487 Fälle (Landkreis 1868, Stadt 619) einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet (im Mai: 70 Prozent aller Fälle). In einem Fall handelt es sich um die südafrikanische Variante (B1.351), über den bereits berichtet wurde, in drei Fällen (ein neuer Fall, familiäre Häufung im Landkreisgebiet) um die brasilianische Varianten (P.1) und in allen anderen Fällen um die britische (B.1.1.7).

Die Lage in den Kliniken

Dr. Michael Städtler, Ärztlicher Leiter Krankenhauskoordinierung für den Rettungsdienstbereich Rosenheim, erläutert zur Lage in den Kliniken: Stand Freitag, 7. Mai, waren 21 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19 belegt sowie ein Prozent aller Normalbetten.

Auf den Intensivstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim werden derzeit 21 Patienten mit oder wegen Covid-19 behandelt, verteilt auf das Romed-Klinikum Rosenheim, die Romed-Klinik Wasserburg sowie die Schön-Kliniken in Bad Aibling und Vogtareuth. „Die Situation hier ist angespannt, aber beherrschbar.“ Auf den Normalstationen wurden zuletzt 52 Patienten behandelt.

Neuinfektionen in der Familie

Über 62 Prozent aller Neuinfektionen finden laut Gesundheitsamt aktuell im privaten Umfeld Familie und Freundeskreis statt. Gleichzeitig macht Behördenleiter Dr. Hierl inzwischen eine „gewisse Müdigkeit“ oder „Unwillen in Teilen der Bevölkerung“, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. „Wir dürfen nicht riskieren, dass durch Unachtsamkeit, Unvernunft oder Leugnung der Realität die Infektionszahlen wieder durch die Decke gehen und so schweren Erkrankungen den Weg bereiten. Auch wenn die Impfungen in der Region schon weit fortgeschritten sind, so gibt es weiterhin eine sehr große Zahl vulnerabler Personen aufgrund Alters oder schwerer chronischer Grunderkrankungen.“

Das Gesundheitsamt beobachtet auch weiterhin viele Infektionen am Arbeitsplatz (zwölf Prozent).

Lesen Sie auch: Wieder mehr Präsenzunterricht in Rosenheimer Schulen? Steigende Inzidenz macht Vorfreude zunichte

Ausbruch im Wendelstein-Käsewerk

Aktuell sorgt ein Corona-Ausbruch im Wendelstein-Käsewerk Bad Aibling für Aufmerksamkeit, wo im April zehn positive Fälle aufgetreten sind und in der Folge durch Reihentestungen sechs weitere Infizierte hinzukamen. Möglicherweise resultieren aus weiteren Ansteckungen aus diesem Umfeld auch die aktuell hohen Fallzahlen in der Stadt Bad Aibling mit +39 binnen einer Woche.

Gute Nachrichten gibt es aus den Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen: Hier wurden in dieser Woche keine neuen Infektionserkrankungen gemeldet. Als Lichtblick sieht das Gesundheitsamt, dass kaum mehr Infektionen bei Bewohnern von Heimen auftreten. „Dies ist ein großer Erfolg der Impfungen in den Einrichtungen“, so Hierl.

Ausbrüche in Kitas und Schulen

Weiterhin ereignen sich indes einzelne Fälle und Ausbrüche in Schulen und Kitas (1 Prozent; Details siehe Infobox). In dieser Woche erhielt das Gesundheitsamt fünf Meldungen von positiven Selbsttests:vier stammten aus Schulen (vier Schüler) und einer aus einem Kindergarten (Mitarbeiter). Davon sind insgesamt zwei mit positiver PCR bestätigt worden.

In elf Einrichtungen wurde in dieser Woche je eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. Folgende Schulen und Kindergärten waren betroffen: Realschule Bad Aibling, Mittelschule Brannenburg, St. Georg Grund- und Mittelschule in Bad Aibling, Inntal-Schule Brannenburg, Kalscheuer Privatschule Rosenheim, Grundschule Babensham, Monterssori Schule Rohrdorf, Kindergarten Wurzelkinder Rimsting, Kindergarten Hofberg Bad Aibling, AWO-Kinderhaus Kieselstein Kolbermoor und AWO-Kindergarten Burg Sonnenschein Bad Aibling.  

Überwiegend werden die Fälle laut Gesundheitsamt im Rahmen von Untersuchungen bei der Kontaktpersonennachverfolgung (ca. 42 Prozent) und bei Testungen aufgrund von Symptomen (ca. 38 Prozent) entdeckt. Etwa zwölf Prozent der Fälle werden im Rahmen von Reihentestungen aufgedeckt.

Die Impfquote im Landkreis Rosenheim im Vergleich zu Deutschland und Bayern.

Fortschritte bei den Impfungen

Weiter Fortschritte macht die Region bei den Impfungen: Insgesamt sind inzwischen 94 260 Erstimpfungen und 24 307 Zweitimpfungen erfolgt. Die Impfquote in der Region hängt indes weiterhin dem bayern- und bundesweiten Durchschnitt hinterher: mit 29,01 Prozent bei den Erstimpfungen und 7,48 Prozent bei den Zweitimpfungen (Bayern: Erstimpfung 32,1, Zweitimpfung 8,3 Prozent; Deutschland: Erstimpfung 31,5, Zweitimpfung 8,8 Prozent; Stand 6. Mai).

Die niedergelassenen Ärzte haben inzwischen einen beträchtlichen Anteil am Impferfolg: Sie führten von Ende März an bereits 24 797 Erst- und Zweitimpfungen durch.

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