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So sieht die Reihenfolge für die Corona-Impfung aktuell aus

Die Impfreihenfolge in der Region - wer wann drankommt

Das Impfzentrum an der Inntalhalle in Rosenheim
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Das Impfzentrum an der Inntalhalle in Rosenheim.
  • Jennifer Bretz
    VonJennifer Bretz
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Bayern hat am 27.12.2020 mit den ersten Impfungen gegen das SARS-CoV-2 Virus begonnen. Der Impfstoff reicht anfangs nicht für alle, deswegen gibt es eine Impfreihenfolge. Vorrang haben Menschen, die ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf einer Covid-19-Erkrankung haben oder die beruflich besonders exponiert sind. 

Landkreis - Heute sind zwar mit Biontech, Moderna und Astrazeneca bereits drei Vakzine gegen das Coronavirus auf dem Markt. Doch noch immer stehen in ganz Deutschland viel weniger Dosen zur Verfügung als erhofft. Daher braucht es derzeit noch eine Priorisierung beim Impfen. Ziel des Bundesgesundheitsministeriums ist, die sogenannten „vulnerablen Personengruppen“ als Erste gegen Corona zu schützen. Also die Menschen, die verwundbarer sind als andere. 

Die erste Verordnung dazu trat Mitte Dezember in Kraft, am 8. Februar wurde sie leicht verändert. Zum einen, weil der im Januar zugelassene Impfstoff von Astrazeneca nur 18- bis 64-Jährigen verabreicht werden darf. Zum anderen können Menschen mit seltenen Erkrankungen früher geimpft werden als zunächst vorgesehen. Da derzeit darüber diskutiert wird, ob Kita- und Grundschulbeschäftigte bei der Priorisierung vorgezogen werden, könnte die Impfverordnung bald nochmal angepasst werden.

Impfpriorisierung nach 3 Gruppen

Die „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2“ sieht drei Gruppen vor, die vorrangig Impfungen erhalten können: 

So sieht aktuell die Impfreihenfolge aus

Gruppe 1: Höchste Priorität 

Zur Gruppe 1 gehören alle Menschen, die älter als 80 sind. Außerdem die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Heimen und das Personal der ambulanten Pflegedienste. Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem „Expositionsrisiko“ - also die Wahrscheinlichkeit, mit infizierten Menschen in Kontakt zu kommen - wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, Corona-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten. Außerdem Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (vor allem Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin.)

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) umfasst die Gruppe 1 insgesamt rund 8,6 Millionen Menschen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gab sichvergangene Woche zuversichtlich, dass alle noch in diesem Monat zum Zuge kommen werden. 

Gruppe 2: Hohe Priorität 

Sind alle Menschen aus der Gruppe 1 durchgeimpft, sollen im nächsten Schritt alle Menschen über 70 geimpft werden können. Zu dieser Impf-Gruppe gehören außerdem Patienten, die ein Spenderorgan erhalten haben, die an Lungenerkrankungen wie COPD leiden, an Diabetes mellitus, bestimmten Blutkrankheiten oder an chronischen Erkrankungen von Leber oder Niere.

Auch demente Menschen haben eine hohe Impf-Priorität. Außerdem Menschen mit geistiger Behinderung oder psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie und schwerer Depression. Zur Gruppe zwei mit hoher Priorität gehören auch Ärzte und anderes Personal, das regelmäßig Patientenkontakt hat. Polizei- und Ordnungskräfte, gerade wenn sie bei Demonstrationen eingesetzt werden, und Soldatinnen und Soldaten, bevor sie in einen Auslandseinsatz geschickt werden.

Außerdem Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht. Bis zu zwei enge Kontaktperson von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind und Menschen, die in Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind.

Gruppe drei: Erhöhte Priorität 

Zur Impfgruppe mit erhöhter Priorität gehören alle Menschen über 60. Aufgelistet sind zudem viele Erkrankungen, die das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf erhöhen. Dazu gehören z.B.Autoimmunerkrankungen und Rheuma, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck, eine HIV-Infektion, entzündliche Darmerkrankungen und Asthma.

Lang ist auch die Liste der Berufe, die zur erhöhten Impfpriorität berechtigen: Das wären beispielsweise das Personal in Schulen und Kitas, im Lebensmittel-Einzelhandel und in den Apotheken, Bestatter, Mitarbeiter in der Abfallwirtschaft und im Transportwesen. Außerdem Mitarbeiter in staatlichen Einrichtungen wie dem Bundestag, den Regierungen und Verwaltungen, bei Polizei, Zoll, Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie in der Justiz. Und: Menschen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen. 

Die ausführliche Liste zu den Impfgruppen gibt es auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums.

Wann kann ich mich impfen lassen?

Momentan können sich nur Personen aus Gruppe 1 impfen lassen. Wenn Ihr dazu gehört, dann könnt ihr euch bei eurem jeweiligen Impfzentrum über die Vereinbarung eines Termins informieren. Derzeit wird mit mobilen Teams in Pflegeheimen und in Impfzentren der Länder geimpft. In Arztpraxen sind noch keine Impfungen möglich. Bei allgemeinen Fragen rund um das Thema Impfen könnt Ihr euch an die Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter 09131/6808 5101 wenden.

Wenn man nicht zur Gruppe 1 gehört, kann man sich derzeit nur für einen Impftermin vormerken lassen.  Sobald Termine verfügbar sind und die jeweilige Priorisierungsgruppe an der Reihe ist, werden die registrierten Personen benachrichtigt. Die Anmeldung erfolgt über die Seite der bayerischen Impfzentren.

Die Kontakte der Impfzentren im OVB24-Gebiet findet ihr hier:

jb

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