Durchwachsene Stimmung

Forsa-Umfrage: Die Angst vor einsamen Corona-Weihnachten geht um - bei Ihnen auch?

„Ich wünsche mir eine glückliche Familie“ steht auf diesem Stern, der 2019 an einem von Schülerinnen und Schülern der Erfurter Otto-Lilienthal-Gemeinschaftsschule geschmückten Weihnachtsbaum hing.
+
„Ich wünsche mir eine glückliche Familie“ steht auf diesem Stern, der 2019 an einem von Schülerinnen und Schülern der Erfurter Otto-Lilienthal-Gemeinschaftsschule geschmückten Weihnachtsbaum hing.

Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) in einer aktuelle Forsa-Umfrage bedrückt die Angst, dass ein Familienmitglied die Feiertage im Bett oder gar in einer Klinik verbringen muss - sei es wegen Covid-19 oder einer anderen Krankheit.

Hannnover/Landkreis - 41 Prozent befürchten, das Fest wegen der Pandemie im kleinen Kreis oder sogar allein feiern zu müssen. Fast jeder Vierte (23 Prozent) sorgt sich, über die Feiertage nicht verreisen zu können. In einer vergleichbaren Umfrage vor zwei Jahren hatten 44 Prozent Angst vor Krankheit an Weihnachten, nach Einsamkeit oder Reisen wurde damals nicht gefragt. Die repräsentative Umfrage führte das Meinungsfoschungsinstitut Forsa im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse(KKH) unter rund 1000 Menschen in Deutschland durch.

Digitale Kommunikation erzeigt weniger Stress

2018 fühlte sich rund jeder Vierte gestresst von digitalen Weihnachtswünschen, Bildern und Videos, die per WhatsApp & Co. geteilt wurden, im Corona-Jahr sind es nur noch 15 Prozent. «Nicht verwunderlich, denn digitale Kommunikation ist derzeit häufig die einzige Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben», so die KKH.

Lesen Sie auch: Corona in Deutschland: Alles deutet auf längeren Teil-Lockdown - Lockerungen zu Weihnachten?

Mehr Gelassenheit in puncto Weihnachtsessen und Fest-Perfektionismus

Der Andrang in den Innenstädten belastete 2018 fast die Hälfte, Anfang November 2020 nur noch knapp ein Drittel der Befragten - heute wohl eher aus Angst, sich anzustecken. In manchen Punkten werden die Menschen in Corona-Zeiten offenbar gelassener: Von der Essensplanung und dem Anspruch auf ein perfektes Fest fühlen sich nur noch 10 Prozent unter Druck gesetzt (2018: 17 Prozent).

Sie möchten uns einen Leserbrief schreiben? Hier geht‘s zum Eingabe-Formular

Lesen Sie auch: Wegen Corona ein „stilles Silvester“ ohne Böller und Raketen - die große Debatte

Pessimistischer Blick auf Silvester

Auch wenn es noch keine politischen Entscheidungen gibt, sind die Befragten mit Blick auf Silvester pessimistisch. 56 Prozent befürchten, wegen Corona auf das gemeinsame Anstoßen mit Verwandten und Freunden verzichten zu müssen. (dpa)

Kommentare