Die Corona-Entwicklung in der Region Rosenheim: Das sind die regionalen Spitzenreiter

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in den einzelnen Städten und Gemeinden des Landkreises Rosenheim.Klinger/Schöne
  • Rosi Gantner
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Drei Wochen sind seit den ersten Lockerungen der Ausgangsbeschränkung vergangen – und die Fallzahlen der Covid-19-Erkrankten in der Region sinken weiter. Die Lage entspannt sich offenbar auch am Corona-Hotspot Rosenheim.

Rosenheim– Die Lage entspannt sich offenbar: Stieg die Gesamtzahl der Infizierten in der Regionin der ersten Maiwoche noch um +149 innerhalb von sieben Tagen, so war diese Woche nur noch eine Zunahme von +81 zu verzeichnen.

Die Gesamtzahl der positiv Getesteten liegt damit bei 2700 (Stand 15. Mai). 192 Personen sind inzwischen an Covid-19 verstorben, sieben davon unter 60 Jahren, 127 über 80.

Weniger Intensivpatienten

Ein deutlicher Rückgang macht sich auch bei den Patienten bemerkbar, die sich in stationärer Behandlung befinden. Waren das in der Vorwoche noch 205 Personen, davon 37 auf einer Intensivstation, reduzierte sich diese Zahl auf 130 stationär und 33 auf Intensiv.

Das sind die regionalen Spitzenreiter

Die regionale Spitze bei den Fallzahlen in den einzelnen Gemeinden teilen sich inzwischen Nußdorf und Aschau mit insgesamt 20 Infizierten pro 1000 Einwohner. Während es sich bei Nußdorf um „Altlasten“ aus den ersten Infektionswochen handelt (54/+0) und aktuell keine neuen Infizierten hinzukamen, stieg in Aschau die Gesamtzahl auf 115 Fälle (+6). Stabilisiert hat sich die Lage offenbar in Bad Feilnbach, das mit 19 Fällen pro 1000 Einwohner zwar ebenfalls zu den Spitzenreitern zählt, wo zuletzt aber keine neuen Infektionen zu verzeichnen waren.

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Ganz anders in Prien und Rimsting: Prien hat diese Woche, offenbar resultierend aus der Infektionswelle im Caritas-Altenheim, einen Zuwachs von 14 Neuinfizierten zu vermelden (gesamt 49). In Rimsting verdoppelte sich die Fallzahl innerhalb von sieben Tagen (+12/24).

Wasserburg und Riedering im Steigen

Kontinuierlich steigend sind die Zahlen in Wasserburg (+8/gesamt 155), Riedering (+4/79) und Rosenheim (+15/500), wo zuletzt insbesondereInfektionswellen in den Asylunterkünften die Zahlen nach oben schnellen ließen.

Beeinflusst von den Reihentestungen in den Sammelunterkünften ist auch die7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim, die zuletzt nach den Meldungen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit bei 53,69 (Stand 14. Mai) lag – und damit weiter über der magischen Obergrenze 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner, die Bund und Länder festgelegt hatten. Die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises ist bei 29,50 (Stand 14. Mai).

Rosenheim mit brandneuen Zahlen

Mit brandneuen Zahlen wartete indes die Stadt Rosenheim auf – die wiederum eine Entspannung in der 7-Tage-Inzidenz andeuten: Nach neuestem Stand (15. Mai) sank diese Fallzahl im Stadtgebiet auf 23,7. „Ohne Berücksichtigung der Infektionsfälle von Asylbewerbern liegt der Wert sogar nur noch bei 15,8“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl.

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Der Vergleich: Rosenheim und Tirol

„Dennoch ist das allgemeine Infektionsgeschehen auf einem Niveau, das dem im benachbarten Tirol inzwischen ziemlich hinterherhinkt“, gibt Stadtsprecher Thomas Bugl zu bedenken. In Tirol lag die die 7-Tage-Inzidenz zuletzt am 17. April auf einem vergleichbaren Wert. Inzwischen ist der Tiroler Wert laut Bugl auf 0,9 gesunken. „Es ist dringend notwendig, dass die Regeln des Abstands, des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes, des regelmäßigen Händewaschens und der allgemeinen Hygienegebote weiter eingehalten werden“, appelliert Meyrl. Das sei eine wichtige Voraussetzung, um der Öffnung der Grenzen zwischen Bayern und Tirol tatsächlich näherzukommen.

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