Auch Mitarbeiter infiziert

Corona-Ausbruch im Caritas-Altenheim St. Peter in Kiefersfelden: 11 Bewohner verstorben

Im Altenheim St. Peter in Kiefersfelden gab es 44 Bewohner, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Elf davon sind bereits verstorben.
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Im Altenheim St. Peter in Kiefersfelden gab es 44 Bewohner, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Elf davon sind bereits verstorben.
  • Barbara Forster
    vonBarbara Forster
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Mitte Dezember ist es im Caritas-Altenheim St. Peter in Kiefersfelden zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 44 Bewohner haben sich infiziert, elf sind bereits verstorben. Auch Mitarbeiter wurden positiv auf das Corona-Virus getestet.

Kiefersfelden –  Elf Bewohner sind nach einem Corona-Ausbruch im Dezember im Caritas-Altenheim St. Peter in Kiefersfelden mittlerweile verstorben. Wie Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim, auf Nachfrage mitteilte, seien insgesamt 44 Personen positiv auf Corona getestet worden (Stand 12. Januar 2021). Davon seien neun wieder genesen, 24 noch infiziert.

Ab 15. Dezember gab es die ersten Fälle

Laut Clemens Kraus, Bereichsleiter der Caritas-Altenheime in Stadt und Landkreis Rosenheim, sind ab dem 15. Dezember zwischen 15 und 20 Personen bei einer Reihentestung als infiziert entdeckt worden, weitere Fälle traten zwischen Weihnachten und Silvester auf. Von den rund 100 Mitarbeitern seien 20 ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden, mittlerweile seien nur noch fünf infiziert. „Wir arbeiten eng mit dem Landratsamt und dem Katastrophenschutz zusammen“, erklärte Kraus. Alle Entscheidungen seien stets in enger Abstimmung getroffen worden. Dank der „guten ärztlichen Unterstützung“ und der Mithilfe des Katastrophenschutzes konnten Krankenhauseinweisungen verhindert werden.

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Aktuell beherberge das Altenheim 80 Bewohner, die Versorgung der infizierten Senioren ist laut Kraus sichergestellt. Die älteste unter den genesenen Bewohnern sei eine 91-jährige Frau.

Mittlerweile sei man auch personell „wieder auf einem guten Stand.“ Zwischenzeitlich sei die Personalsituation durchaus „angespannt“ gewesen – vor allem während der Feiertage, sagt Kraus. Während dieser kritischen Phase wurde das Altenheim St. Peter von „helfenden Händen“ der Johanniter und der Bergwacht Kiefersfelden unterstützt. Täglich seien acht Helfer vor Ort gewesen und hätten beispielsweise bei der Wäscheverteilung oder bei der Essensausgabe geholfen. Derzeit bekomme man zusätzliche Hilfe vom Alten- und Pflegeheim St. Franziskus in Kolbermoor, so Kraus. Bis auf Weiteres herrsche ein Besuchsverbot: „Wir befinden uns im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt. Und dieses hat noch keine Freigabe für Besucher erteilt“, betonte der Bereichsleiter. Mittlerweile gebe es keine weiteren Coronafälle.

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Da sich der Leiter des Altenheims St. Peter derzeit im Krankenstand befindet und die Stelle „mehr oder weniger vakant“ ist, muss Kraus vorübergehend die Leitung übernehmen.

Der Kiefersfeldener Bürgermeister Hajo Gruber hat den Eindruck, dass das Gesundheitsamt Rosenheim die Problematik „wirklich ernst“ nimmt: „Ich bin froh, dass das Ganze jetzt wieder in eine richtige Richtung geht und man die Situation im Griff hat.“

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