Der Corona-Bußgeldkatalog ist da – es kann richtig teuer werden

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Hin zum Wochenende wurde es in Rosenheim wieder etwas voller auf den Straßen. Wer ohne Grund unterwegs ist, dem drohen nun empfindliche Strafen. 
  • Rosi Gantner
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Jetzt gibt es erstmals konkrete Zahlen: Was bei Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise zu berappen ist. Das Bayerische Innenministerium hat dazu jetzt den Bußgeldkatalog veröffentlicht. 

Rosenheim – Der neue Bußgeldkatalog steht allen Kreisverwaltungsbehörden in Bayern als Richtschnur zur Verfügung. Diese sind für den Erlass der einschlägigen Bußgeldbescheide zuständig. An die Unbelehrbaren richtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die klare Botschaft: „Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Dort, wo notwendig, wird die Bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken.“

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Ein Auszug aus dem Bußgeldkatalog 

Ein Auszug aus dem Bußgeldkatalog: Öffnet ein Gastronom seine Türen – mit Ausnahme „to go“ – werden in der Regel 5000 Euro an Bußgeld fällig (Regelsatz). Wird in der Gaststätte der Mindestabstand zwischen den abholenden Gästen nicht eingehalten, bekommt der Gastwirt 500 Euro Strafe aufgebrummt – die betreffenden Gäste betrifft es wiederum mit je 150 Euro.

Besuch im Krankenhaus kann bis zu 500 Euro kosten

Teuer kann es in Zukunft kommen, unbefugt, also ohne unter eine Ausnahmeregelung zu fallen, ein Krankenhaus, Senioren- und Pflegeheim betritt: 500 Euro werden dann fällig. Wer unbefugt seine Wohnung/Haus verlässt – also im Quarantänefall –, dem kommt das ebenfalls teuer zu stehen: 150 Euro pro Verstoß sind für diesen Fall festgesetzt.  

Tief in die Tasche greifen müssten auch Einzelhändler und Ladenbesitzer, die trotz Verbot öffnen: 5000 Euro sind dann fällig. Ebenfalls aufgeführt im Bußgeldkatalog: Schule und Co. Wer trotz des Verbots Unterricht abhält, muss 2500 Bußgeld bezahlen; hinzu kommen für den Schüler/Studierenden 150 Euro. Kostspielig kann es auch für Studenten werden: Wer innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr aus einem Risikogebiet eine Hochschule betritt, muss 500 Euro berappen.

Straftaten liegen vor bei:

Abhaltung oder Teilnahme an Versammlungen und Veranstaltungen; Betreiben von Einrichtungen der Freizeitgestaltung sowie von Gastronomiebetrieben; ebenso bei Verstößen von Gruppen gegen die Ausgangsbeschränkung. 

In all diesen Fällen wird die Staatsanwaltschaft tätig.

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