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Nur SPD-Mann Schaberl nahe an Realität

Wenn Träume platzen: Die Prognosen der regionalen Politiker vor der Bundestagswahl

Die Bundestagswahl ist Geschichte. Bald werden auch die Plakattafeln für Wahlwerbung abgebaut.
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Die Bundestagswahl ist Geschichte. Bald werden auch die Plakattafeln für Wahlwerbung abgebaut.
  • Ludwig Simeth
    VonLudwig Simeth
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Wie geht die Wahl aus? Wer regiert? Wer bekommt wie viele Prozente? Das haben die OVB-Heimatzeitungen die Direktkandidaten im Wahlkreis Rosenheim schon Wochen vor der Wahl gefragt – und den Bewerbern versprochen, ihre Prognosen erst nach der Wahl zu veröffentlichen.

Rosenheim - Jetzt ist die Wahl Geschichte – höchste Zeit, die „Hochrechnungen“ der heimischen Kandidaten nachzuliefern. Eins vorweg: Ein Hellseher oder eine Hellseherin war nicht dabei. So traute zum Beispiel nur Pankraz Schaberl (SPD) der SPD mehr Stimmen als der CDU/CSU zu.

Daniela Ludwig (CSU) tippte auf eine Jamaika-Koalition, bestehend aus CDU/CSU, Grünen und FDP. Ihre Prognose: CDU/CSU kommen auf 32 Prozent, Grüne auf 17, die SPD auf 17, die FDP auf 11, die AfD auf 10, die Linke auf 7, die Sonstigen auf 5.

„Ich denke, die Regierungsbildung wird eine harte Verhandlung“, sagte Pankraz Schaberl (SPD). Er sah die Sozialdemokraten mit 23 Prozent knapp vorn. Dann folgen: CDU/CSU 21, Grüne 20, FDP 11, AfD 10, Linke 8, Sonstige 7. „Somit ist eine Regierungsbildung unter einem Bundeskanzler Olaf Scholz gesichert“, hoffte der SPD-Mann.

Victoria Broßart (Grüne) spekulierte auf Grün-Rot-Rot in der Regierung. Ihre Vorhersage: Grüne 23 Prozent, SPD 20, Linke 7, FDP 11, AfD 10, Union 22.

Gerhard Schloots (FW) wollte sich auf keine Schätzung einlassen und äußerte stattdessen einen Wunsch: „5 plus x für die Freien Wähler.“ Daraus wurde zwar im Wahlkreis Rosenheim etwas, auf Bundesebene jedoch nicht.

„Die FDP tritt an, um Regierungsverantwortung zu übernehmen“, betonte Michael Linnerer (FDP). „Wir werden das stärkste Ergebnis der FDP-Geschichte einfahren, denn nur eine liberale, der sozialen Marktwirtschaft treue Politik hilft uns, gestärkt aus der Corona-Krise herauszugehen.“ Linnerers Tipp: CDU/CSU 31 Prozent, Grüne 17, FDP 16, SPD 15, Linke 7, AfD 7.

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Ates Gürpinar (Linke) machte keine Angaben. Begründung: „Ich würde in der Prognose auch Stimmen an die AfD vergeben müssen, das nimmt mir Prozentpunkt für Prozentpunkt den Glauben an die Güte des Menschen. Klar ist aber, es braucht eine starke Linke, damit es endlich gerechter wird in diesem Land.“

„51 Prozent wären ein Traum für die AfD, aber die Wirklichkeit sieht leider anders aus“, sagte Andreas Kohlberger (AfD). „Regieren wird wieder die CDU, mit wem auch immer sie ins Bett geht. Wir werden wieder stärkste Opposition.“ Damit lag der AfD-Mann ganz schön daneben, ebenso wie mit seiner Prozente-Prognose: CDU 32, Grüne 21, FDP 11, SPD 9, Linke 7, AfD 18, Sonstige 2.

Stephan Fröhlich (BP) tippte auf eine schwarz-grüne Regierung mit Laschet an der Spitze: „Kanzler wird Armin Laschet, auch wenn es sehr knapp werden kann.“ Fröhlichs Vorhersage: CSU/CDU 29 Prozent, Grüne 21, SPD 16, FDP 9, AfD 8, Linke 6, Bayernpartei 5, Sonstige 6; Regierung: CSU/CDU, Grüne; Opposition: SPD, FDP, AfD, Linke, Bayernpartei.

Wunschdenken vor Realitätssinn – nach diesem Motto tippte Ludwig Maier (ÖDP) auf einen Wahltriumph der Ökologisch-Demokratischen Partei: ÖDP 28 Prozent, SPD 14, CDU/CSU 15, Grüne 12, Freie Wähler 4,5, Linke 4,2, AfD 2,4, Nichtwähler 19,9. Folge: „eine Regierung aus ÖDP/SPD/Grünen“. Daraus wurde natürlich nichts.

Nino Kornhass (Die Basis): „Tatsächlich werden es CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP zusammen so hindrehen, dass die Politik genau so weitergeht wie bisher. In der Not würden diese vier Parteien auch eine ganz, ganz große Koalition bilden.“

Gerald Strickner (BüSo) formulierte es zynisch: Bei dieser Wahl gebe es – leider, da die BüSo nicht bundesweit antritt – oft nur die „GED“, die „Grüne Einheitspartei Deutschlands“ zu wählen. „Deshalb werden wahrscheinlich auch viele Menschen der ärmeren Bevölkerung nicht wählen gehen.“

Anmerkung: Nikolaus Starkmeth (Die Partei) verzichtete auf eine Prognose.

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