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Es wird spannend

Bundestagswahl in Rosenheim: Ein Zettel – zwei Stimmen

Rauf und runter: die Zweitstimmen-Resultate der sechs im Bundestag vertretenen Parteien seit 1998.
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Rauf und runter: die Zweitstimmen-Resultate der sechs im Bundestag vertretenen Parteien seit 1998.
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  • Ludwig Simeth
    VonLudwig Simeth
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Bald wird es spannend. Wer regiert in Berlin mit wem? Und wer vertritt dort die Region Rosenheim? Darüber entscheiden bei der Bundestagswahl am Sonntag, 26. September, fast 240.000 Wahlberechtigte im Wahlkreis Rosenheim, der Stadt und Landkreis Rosenheim umfasst.

Rosenheim/Landkreis – Zwölf Rosenheimer Direktkandidaten wollen direkt nach Berlin. Was jeder Wähler wissen sollte: Für die mit Spannung erwartete Sitzverteilung im Bundestag ist die Zweitstimme entscheidend. Mit der Erststimme wählen sie einen der zwölf Direktbewerber direkt ins Parlament.

Erststimme: „The winner takes it all“

Für die Erststimme gilt also das Motto „The winner takes it all“: Der Rosenheimer Wahlkreissieger mit den meisten Erststimmen hat seinen Platz im Parlament sicher. Anders als bei der Kommunalwahl muss er keine 50-Prozent-Hürde nehmen. Die relative Mehrheit reicht. Die restlichen elf Kandidaten gehen leer aus und können den Einzug nur noch schaffen, wenn sie auf den Landeslisten ihrer Parteien auf aussichtsreichen vorderen Plätzen stehen.

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So ist die Bundestagswahl deutlich unkomplizierter als zum Beispiel die jüngste Kommunalwahl im Frühjahr 2020. Es gilt: Ein Wahlzettel, zwei Stimmen. Ein Kreuzerl nur für den Erststimmenbewerber und ein Zweitstimmen-Kreuzerl für eine Partei, das über die der Verteilung der Machtverhältnisse im neuen Parlament entscheidet. So einfach ist das.

Zwei Frauen und zehn Männer

Folgende zwölf Erststimmenkandidaten – zwei Frauen und zehn Männer – treten am 26. September 2021 an: Daniela Ludwig (CSU), Pankraz Schaberl (SPD), Andreas Kohlberger (AfD), Michael Linnerer (FDP), Victoria Broßart (Grüne), Ates Gürpinar (Linke), Gerhard Schloots (Freie Wähler), Ludwig Maier (ÖDP), Stephan Fröhlich (Bayernpartei), Nikolaus Starkmeth (Die Partei), Nino Kornhaß (Die Basis) und Gerald Strickner (BüSo).

Als große Favoritin geht wieder Seriensiegerin Daniela Ludwig ins Rennen, aktuell die einzige Rosenheimer Abgeordnete in Berlin. Die 46-jährige Kolbermoorerin sitzt seit 2002 im Bundestag und hat sich 2005, 2009, 2013 und 2017 mit großem Vorsprung auf die Konkurrenz das Rosenheimer Erststimmenmandat gesichert.

1949 hatte Hugo Decker (Bayernpartei) die meisten Erststimmen in Rosenheim geholt, danach gab es ausschließlich Gewinner aus den christsozialen Reihen: Ludwig Franz (1953 bis 1972), Hans Graf Huyn (1976 bis 1983), Wolfgang Zeitlmann (1987 bis 2002) und zuletzt Daniela Ludwig.

Knapp 80 Prozent gingen 2017 wählen

Möglich ist der Einzug in den Bundestag auch über die Landesliste. Von den zwölf Rosenheimer Erststimmenkandidaten bekleiden nur Daniela Ludwig (CSU) und Ates Gürpinar (Die Linke) jeweils mit Platz 4 einen Spitzenrang auf der Liste ihrer Partei.

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Weil Rosenheim und Umgebung Zuzugsmagneten sind, nimmt auch die Zahl der Wahlberechtigten kontinuierlich zu. 2017 waren es rund 233 700, 2013 rund 231.000 und 1990 noch „nur“ 194.000.

Die Beteiligung lag 2017 im Wahlkreis Rosenheim bei 79,8 Prozent, vier Jahre zuvor bei 70,5.

26 Bündnisse für die Zweitstimme

Für die Zweitstimme stehen in Bayern 26 Parteien und Bündnisse auf dem Wahlzettel – von der CSU (1) ganz oben bis zu Volt am Ende der Liste (26). Im Einzelnen sind dies:

  1. CSU
  2. SPD
  3. AfD
  4. FDP
  5. Bündnis 90 / Die Grünen
  6. Die Linke
  7. Freie Wähler
  8. ÖDP
  9. Tierschutzpartei
  10. Bayernpartei
  11. Die Partei
  12. Piratenpartei
  13. NPD
  14. Partei für Veränderung Vegetarier und Veganer
  15. Partei für Gesundheitsforschung
  16. Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands, MLPD
  17. Deutsche Kommunistische Partei, DKP
  18. Basisdemokratische Partei Deutschlands, Die Basis
  19. Bündnis C, Christen für Deutschland
  20. Der Dritte Weg
  21. Die Urbane, eine Hip-Hop-Partei
  22. Liberal-Konservative Reformer, LKR
  23. Partei der Humanisten
  24. Team Todenhöfer, die Gerechtigkeitspartei
  25. Unabhängige für bürgernahe Demokratie
  26. Volt Deutschland

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