Zwölf Tote und fast 90 Verletzte

Bürgermeister Schlier: Zugunglück „schwärzester Tag in Bad Aiblings jüngerer Geschichte“

Zugunglück Bad Aibling
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Ein Holzkreuz mit der Aufschrift „In lieber Erinnerung - 09.02.2016“ und Grablichter stehen am 09.02.2017 an der Unglücksstelle an der Bahnstrecke zwischen Bad Aibling und Rosenheim (Bayern).
  • Markus Zwigl
    vonMarkus Zwigl
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Das schwere Zugunglück von Bad Aibling hat sich in das Gedächtnis der ganzen Region gebrannt. Im Jahr 2016 starben zwölf Menschen und fast 90 wurden verletzt. Am 9. Februar 2021 jährt sich die Katastrophe zum fünften Mal.

Zum fünften Jahrestag des Zugunglücks von Bad Aibling mit zwölf Toten und fast 90 Verletzten wollen Vertreter aus Politik, Bahnverkehr und der örtlichen Kirchen am Dienstag an die Opfer erinnern.

Bürgermeister Stephan Schlier zum fünften Jahrestag des Zugunglücks

„Unser Signal richtet sich aber auch an die Angehörigen, die heute noch mit diesem schweren Verlust zu kämpfen haben, und die Überlebenden“, sagte der Bad Aiblinger Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) am Montag. Wegen der Corona-Bestimmungen wird sich das Gedenken auf einen sehr kleinen Kreis und eine kurze Andacht beschränken. Blumen sollen niedergelegt werden.

Bei dem Unglück waren zwei Züge frontal ineinandergefahren. Unfallursache war menschliches Versagen. Ein Fahrdienstleiter hatte am 9. Februar frühmorgens im Dienst mit seinem Handy gespielt und - davon abgelenkt - falsche Signale gesetzt. Um 6.47 Uhr, dem Zeitpunkt des Unglücks, werden am Dienstag in Bad Aibling die Glocken läuten.

„Das Zugunglück ist für mich der schwärzeste Tag in Bad Aiblings jüngerer Geschichte“, sagte Schlier.

Als das Unglück geschah, sei er mit dem Auto auf dem Weg zu seiner damaligen Arbeitsstelle im Nachbarlandkreis Miesbach gewesen. „Während der Fahrt kam mir ein Großaufgebot an Rettungswagen entgegen und im Radio gingen erste Meldungen über das Unglück ein.

Das Ausmaß des Zusammenstoßes und das furchtbare Leid, das dahintersteht, waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzbar“, sagte Schlier. Er zollte auch den Einsatzkräften von damals Hochachtung; sie hätten in einem «beispiellosen schwierigen und psychisch stark belastenden Einsatz» geholfen und Leben gerettet.

dpa

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