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BRENNER-NORDZULAUF

Bürgerinitiativen bezweifeln weiter Bedarf für neue Trasse

  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Verärgert reagieren die Bürgerinitiativen in der Region Rosenheim auf die Präsentation der Auswahltrasse durch die Bahn.

Rosenheim –„Zunächst mal bin ich überrascht, dass diese Trasse in dieser Form verkündet wurde“, sagte Thomas Riedrich, Vorsitzender des Brenner-Dialogs, unter dessen Dach sich eineinhalb Dutzend Bürgerinitiativen versammelt haben. „Denn es ist die teuerste Variante.“

Damit aber ist die Überraschung zu Ende, und Riedrich kritisiert, was die Bürgerinitiativen seit jeher kritisieren: Die Bahn will ein Milliarden-Projekt anschieben, ohne den Bedarf dafür jemals nachgewiesen zu haben. Somit könne auch die teuerste Variante den Wünschen der Bürger nicht entsprechen. „So lange der Bedarf nicht eindeutig belegt ist, sind Neubaumaßnahmen völlig absurd“, sagte Riedrich gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.

Auch die Behauptung, dass die Trassenplanung und Auswahl im Dialog mit den Betroffenen über die Bühne gegangen sei, teilt Riedrich nicht. „Die Wünsche der Bürger sind in keinster Weise berücksichtigt worden.“ In den Zehntausenden von Einwänden zum Raumordnungsverfahren sei die Forderung klar zum Ausdruck gekommen, die Bestandsgleise zu ertüchtigen. Denn die Bestandsstrecke sei zur Zeit nur zu 50 Prozent ausgelastet und müsse eben digital aufgerüstet werden, um als Zulauf für den Brenner-Basis-Tunnel zu taugen.

Hart ins Gericht geht Riedrich mit der Behauptung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, er erfülle lediglich einen Auftrag des Bundestages. Der Beschluss zum Brenner-Nordzulauf habe 2016 das Parlament einfach passiert. „Formal hat Andi Scheuer recht“, sagt Riedrich. „Wenn ein Projekt einmal in den vordringlichen Bedarf eingestuft worden ist, dann ist eine Bedarfsprüfung nicht mehr nötig.“

Um die aus ihrer Sicht „katastrophalen Auswirkungen“ des Projekts zu verdeutlichen, rufen die Bürgerinitiativen zur „Lärmwelle“ entlang der Auswahltrasse auf. Am Samstag, 24. April, sollen sich Menschen entlang der Trasse aufstellen, um mit Trillerpfeifen, Trommeln und ähnlichem eine Lärmwelle des Protests zu erzeugen.

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