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Neue Gleise durch das Inntal

Brenner-Nordzulauf: Trassenauswahl soll am Dienstag vorgestellt werden

Die blaue ist raus, die andern vier sind noch im Rennen: Welche Trasse der Bahn am besten behagt, wird die Region am Dienstag erfahren. Grafik Klinger
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Die blaue ist raus, die andern vier sind noch im Rennen: Welche Trasse der Bahn am besten behagt, wird die Region am Dienstag erfahren.
  • Michael Weiser
    vonMichael Weiser
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Vier sind noch im Rennen, in wenigen Tagen wird es nur noch eine sein: Die Bahn will am Dienstag, 13. April, ihre Trasse für den Brenner-Nordzulauf vorstellen. Die Spannung steigt - auch wenn für viele Experten ein Favorit feststeht.

Rosenheim – Die blaue Trasse des Brenner-Nordzulauf-Projekts war schon im Raumordnungsverfahren von der Regierung von Oberbayern aussortiert worden. Nun stehen drei weitere Trassen vor dem Aus, und nur noch eine bleibt übrig: Voraussichtlich am kommenden Dienstag, 13. April, wird die Bahn die aus ihrer Sicht am besten realisierbare Trasse für den Neubau von zwei Gleisen für den Brenner-Nordzulauf vorstellen.

Samerberg reagiert schnell

Unter den Gemeinden in der Region hatte sich die Kunde schon herumgesprochen, ein Bürgermeister ließ die neue Trasse sogar schon auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung setzen: Georg Huber, Bürgermeister der Gemeinde Samerberg.

Unter Punkt 4 der Sitzung am Dienstag, 20. April, findet sich das Ergebnis des Trassenauswahlverfahrens. Samerberg wäre von der violetten Variante betroffen. Weiß Huber also bereits mehr als seine Kollegen? „Nein, ganz klar nicht“, sagt Huber, vielmehr werde der Gemeinderat regelmäßig über die Fortschritte der Trassenplanung informiert und über Neuigkeiten stets auch per E-Mail auf dem laufenden gehalten.

Die violette Trasse gilt als Favorit

Allerdings gilt die violette Variante weithin als Favorit, eben weil sie in weiten Strecken unter der Erde verlaufen könnte. Sogar eine Verknüpfungsstelle könnte so unsichtbar gemacht werden: Erst kürzlich hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bekanntgegeben, dass sein Ministerium eine Machbarkeitsstudie für eine Gleiszusammenführung im Wildbarren bei Niederaudorf in Auftrag gebe.

Lesen Sie auch: Inntalgemeinden fordern Machbarkeitsstelle für Verknüpfungsstelle Wildbarren (Plus-Artikel)

Damit reagiert das Verkehrsministerium auf die Forderungen vieler Initiativen und der Politik in der Region Rosenheim und kommt auch dem Raumordnungsgutachten entgegen, das die Regierung von Oberbayern Ende Januar in Rosenheim vorgestellt hatte. Auch die Experten dieser Behörde wollen so viel Gleis wie möglich in Tunnels verschwinden sehen und regten neben zwei Inn-Unterquerungen auch die Prüfung einer Verknüpfungsstelle im Bergmassiv an.

Die violette Trasse führt nördlich von Großkarolinenfeld und Rosenheim herum, quert den Inn ein erstes Mal, soll dann in einem Bogen um Stephanskirchen herum und zwischen Rohrdorf und Samerberg und östlich von Neubeuern und Nußdorf. weiter in den Süden führen, erneut den Inn queren und wird nöglich Oberaudorfs mit der Bestandstrasse zusammengeführt.

„Zeitnah“ nach der Bekanntgabe der Vorzugstrasse wollen die Bürgerinitiativen unter dem Dach des Brennerdialogs gegen die Planungen der Bahn protestieren. Geplant ist eine „ordentliche Lärmwelle“, wie es in einer Mittteilung der BI heißt. Entlang der Vorzugstrasse sollen sich Teilnehmer mit Trillerpfeifen, Töpfen, Trommeln und ähnlichem aufstellen. Beginnend in Oberaudorf soll die Lärmwelle in Richtung Ostermünchen rollen und, dort angekommen, wieder in Richtung Oberaudorf zurückbranden.

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