Erste Entscheidung gefallen

Brenner-Nordzulauf: Trasse durch Ortsgebiet Großkarolinenfeld scheidet aus Varianten aus

Demonstrationen im Juli 2019 gegen die Planungen zum Brenner.Nordzulauf. Viele Gegner der Zulaufstrecke haben sich jetzt per Stellungnahme im Rahmen des Raumordnungsverfahren an die Regierung von Oberbayern gewandt.
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Demonstrationen im Juli 2019 gegen die Planungen zum Brenner.Nordzulauf. Viele Gegner der Zulaufstrecke haben sich jetzt per Stellungnahme im Rahmen des Raumordnungsverfahren an die Regierung von Oberbayern gewandt.
  • Michael Weiser
    vonMichael Weiser
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30.000 Stellungnahmen, die zum Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf eingegangen sind, muss die Regierung von Oberbayern derzeit prüfen. Derweil haben die Planer eine erste Entscheidung getroffen. Eine Trasse durch das Ortsgebiet von Großkarolinenfeld scheidet aus.

Update 9. November, 14.30 Uhr

Planungen für Brenner-Nordzulauf: Erleichterung für Großkaro

Die Deutsche Bahn vermeldet einen Zwischenstand bei ihren Planungen für das Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf. Die neue Strecke wird nicht durch das Ortsgebiet von Großkarolinenfeld verlaufen. Das ergab ein Vergleich mit einer anderen Untervariante, die nördlich an Großkarolinenfeld vorbeiführt.

Noch bis Ende des Jahres befinden sich fünf Grobtrassen im Raumordnungsordnungsverfahren. Danach wird die Trassenauswahl zu Ende geführt. „Ein Trassenverlauf mit einer Verknüpfungsstelle in Großkarolinenfeld stellt keine Lösung mehr dar“, erklärt DB-Projektleiter Christian Tradler. „Wir haben uns nach eingehender Prüfung entschieden, in der weiteren Planung für die Trassen Blau und Violett nur den Verlauf nördlich von Großkarolinenfeld zu verfolgen.“

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Der ursprüngliche Artikel vom 8. Oktober

Rosenheim – Im seit Ende Mai laufenden Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf sind bei der Regierung von Oberbayern rund 30 000 Stellungnahmen eingegangen.

In der ersten Verfahrensphase, dem sogenannten Beteiligungsverfahren, hatten Bürger, betroffene Kommunen, Behörden, Verbände und Organisationen bis 24. Juli die Gelegenheit, Stellungnahmen zum Vorhaben abzugeben. Derzeit erfolgt die inhaltliche Prüfung und Auswertung im Hinblick auf raumbedeutsame Belange. Mit einem Ergebnis des Verfahrens ist voraussichtlich bis Ende des Jahres zu rechnen.

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Die Mehrzahl der Stellungnahmen haben laut Regierung von Oberbayern Bürger aus dem Planungsraum abgegeben, der das Gebiet zwischen Tuntenhausen und der Staatsgrenze zu Österreich umfasst. Darüber hinaus haben sich 27 Kommunen, 22 Fachstellen und -behörden, 47 Verbände, Vereine und sonstige Träger öffentlicher Belange geäußert. Im Rahmen der grenzüberschreitenden Beteiligung gingen zudem Stellungnahmen von zwei Tiroler Kommunen sowie zwei Tiroler Fachstellen ein.

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Inhaltlich stehen Äußerungen zu Belangen des Immissionsschutzes, der Land- und Forstwirtschaft, von Natur und Landschaft, des Verkehrs und der Siedlungsstruktur im Fokus.

Beurteilung wird auch online veröffentlicht

Geplant ist, das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens bis Ende des Jahres vorzulegen. Die Verfahrensbeteiligten und die Öffentlichkeit werden über den Abschluss des Verfahrens unter anderem durch ortsübliche Bekanntmachung informiert. Die landesplanerische Beurteilung wird zudem auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern veröffentlicht werden.

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