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Streit zwischen Grüne und BN

Brenner-Nordzulauf durchs Inntal: Zwischen Naturschützern und Umweltpartei kracht‘s gewaltig

Nicht nur Anwohner, wie auf diesem Bild, sondern auch Organisationen wie der Bund Naturschutz stellen sich klar gegen die Planungen zum Brenner-Nordzulauf.
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Nicht nur Anwohner, wie auf diesem Bild, sondern auch Organisationen wie der Bund Naturschutz stellen sich klar gegen die Planungen zum Brenner-Nordzulauf.
  • Dirk Walter
    VonDirk Walter
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Der Brenner-Nordzulauf sorgt auch zwischen Grünen und dem Bund Naturschutz (BN) für Konflikte. So hoch kocht der Streit, dass der Grünen-Fraktionschef´ im Landtag, Ludwig Hartmann, nun einschreiten will.

München/Rosenheim – Die Grünen sind verärgert über den BN, weil dieser den Bau neuer Gleise im Inntal kompromisslos ablehnt. Die sogenannte Korridorstudie der Bahn weise „Denkfehler“ auf, hatte der Bund Naturschutz in einer gemeinsamen Erklärung mit der Bürgerinitiative „Brennerdialog Rosenheimer Land“ betont. Sie basiere auf falschen Verkehrsprognosen, berücksichtige nicht, dass ein Teil des Bahnverkehrs von den italienischen Seehäfen künftig über die „bald vollständig ausgebaute“ Tauernbahnstrecke abgewickelt werde. Ein viergleisiger Ausbau der Bahnstrecke sei daher, so BN-Landeschef Richard Mergner, „nicht erforderlich“.

Dagegen wandte sich in einem fast dramatischen Appell („Bitte wenden, Her Mergner!“) der Verkehrsexperte der Grünen im Landtag, Markus Büchler: Der Brenner-Nordzulauf sei „international vereinbart“ und „höchst dringlich“. Büchler weiter: „Ich erwarte vom BN, dem ich auch persönlich seit rund 30 Jahren angehöre, eine Abkehr vom Widerstand gegen den Bahnausbau.“ Die Behauptungen des BN hätten ihn sehr geärgert, sagt Büchler gegenüber den OVB-Heimatzeitungen, vor allem auch die Zwischentöne. So betone der BN, dass der Bau des Nordzulaufs viel Beton verschlinge – und die Zementherstellung Co2-Emissionen verursache. Büchler: „Aber den Bau einer Bahntrasse kann man doch nicht gleichsetzen mit einer x-beliebigen Gewerbehalle.“

Mergner will nicht von seiner Position abrücken

Mergner indes denkt gar nicht daran, von seiner Position abzurücken. „Wir sind ja keine Vorfeldorganisation der Grünen.“ Er schätze Büchler, aber Streit in der Sache schade nicht.

Mergner ist nicht Mitglied bei den Grünen, aber stellvertretender Vorsitzender der Allianz pro Schiene, einem Zusammenschluss von Verkehrs- und Umweltverbänden.

Vor Ort in Rosenheim schlägt der Streit zwischen BN und Grünen hohe Wellen, sagt Grünen-Kreissprecherin Martina Thalmayr, selbst keine kompromisslose Gegnerin des Nordzulaufs. „Die Betroffenheit ist zu Recht groß.“ Auch bei den Grünen vor Ort gebe es zwei Lager, niemand mache es sich leicht. Da sei sie „nicht glücklich über die Art der Kommunikation vom Markus“. Auch Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann ist über die „Tonalität“ des Streits nicht begeistert und plane nun ein Gespräch zwischen allen Beteiligten.