"Brennender Lkw" war griechisches Warnfeuer

Nicht mit viel Verkehr, sondern mit besonderen Einsätzen hatte es am Wochenende die Verkehrspolizei Rosenheim zu tun. Ein Kleintransporter, in den 20 Rumänen gepfercht waren, und ein Samerberger Alkoholsünder mit über drei Promille sorgten für Arbeit. Und das Warnfeuer, das ein Grieche auf der A8 zündete, wurde völlig missverstanden...

Rosenheim/Landkreis - Ungewöhnlich war auch der erste "Zugriff" am Samstag in den frühen Morgenstunden. Auf der Autobahn wurde ein 54-jähriger österreichischer Fußgänger aufgegriffen, der am rechten Fahrbahnrand in Richtung München marschierte. Da der Spaziergänger offensichtlich dem Salzburger Obdachlosenmilieu zuzuordnen war, und im Raum Rosenheim nicht untergebracht werden konnte, wurde er per Polizeistafette zum Grenzübergang Walserberg gebracht und dort den österreichischen Sicherheitsbehörden übergeben.

Am Samstagvormittag wurde ein 34-jähriger Rumäne mit seinem Kleintransporter aus dem Verkehr gezogen. In dem Fahrzeug mit neun Sitzplätzen befanden sich zur Überraschung der kontrollierenden Beamten 20 Personen, darunter auch drei Kinder zwischen zwei und neun Jahren. Natürlich konnte die Fahrt so nicht weiter gehen. Die Weiterreise der überzähligen Mitfahrer wurde per Bahn organisiert und der Fahrer, gegen den zudem noch eine Fahndung zur Aufenthaltsermittlung vorlag, konnte erst nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung die Fahrt fortsetzen.

Am späten Samstagnachmittag sorgte ein 33-jähriger griechischer Lkw-Fahrer am Irschenberg ungewollt für einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Nachdem er seinen Sattelzug wegen eines technischen Defektes in einer Pannenbucht abgestellt hatte, entzündete er, wie in seiner Heimat üblich, einen ölgetränkten Lappen und platzierte ihn etwa 50 Meter hinter seinem Lkw, um die Gefahrenstelle besser kenntlich zu machen. Dass er damit auch gleichzeitig einen Feuerwehreinsatz auslöste, es war nämlich ein brennender Lkw gemeldet worden, konnte er nicht ahnen. Die "Fackel" erlosch nach kurzer Zeit von selbst. Die Kosten des Einsatzes wird der Grieche wohl bezahlen müssen.

In den frühen Abendstunden kontrollierte eine Zivilstreife in Rohrdorf einen 45-jährigen Samerberger Pkw-Fahrer. Nachdem der Lenker sich kaum noch auf den Beinen halten konnte und auch deutlich nach Alkohol roch, wurde er von den Beamten zum Test gebeten. Dieser ergab eine Alkoholisierung von über drei Promille.

Die Fahrt war damit logischerweise zu Ende. Einen Führerschein konnte der Samerberger auch nicht vorweisen, dieser war ihm bereits wegen eines zurückliegenden Alkoholdeliktes entzogen worden. Seine führerscheinlose Zeit wird sich durch den erneuten Rückfall deutlich verlängern. Eine empfindliche Geldstrafe wird die weitere Folge der Uneinsichtigkeit sein.

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