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Die größten Projekte und Stauschneisen in der Übersicht

Blechlawinen rollen durch Rosenheim: Wo und warum Autofahrer ständig im Stau stehen

Erst am vergangenen Wochenende (6. bis 9. August) musste der Brückenberg erneut voll gesperrt werden.
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Menschen, die mit dem Auto entweder in, durch oder aus der Stadt Rosenheim heraus wollen, müssen momentan immer ein paar extra Minuten Zeit einplanen. 
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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  • Alexandra Schöne
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Menschen, die mit dem Auto entweder in, durch oder aus der Stadt Rosenheim heraus wollen, müssen momentan immer ein paar extra Minuten Zeit einplanen. Zahlreiche Baustellen verhindern, dass der Verkehr flüssig fließt. Ein Überblick über die wichtigsten Projekte und Stauschneisen.

Rosenheim – Dass in der Schönfeldstraße, neben dem ehemaligen Danone-Werk, derzeit nur eine Spur befahrbar ist, merkt man als Autofahrer seit einigen Wochen deutlich. In den Morgenstunden erstreckt sich der Rückstau über den Schloßberg hinauf bis nach Högering in der Gemeinde Stephanskirchen. In der Schönfeldstraße wurde erst die eine Fahrbahnseite erneuert, jetzt die andere.

Am vergangenen Mittwoch hatten Mitarbeiter der Baufirma den Verkehr kurzzeitig per Funk geregelt. Vermutlich sei etwas angeliefert worden, sagt Antje Floß von den Rosenheimer Stadtwerken. Die Funkmaßnahme sei aber eine Ausnahme gewesen. „Niemand darf in den Verkehr eingreifen, außer die Polizei“, sagt Floß.

Unsere Karte zeigt die wichtigsten Baustellen in der Stadt Rosenheim und die Staufallen auf den Ausweichrouten.

Arbeiten verzögern sich

Viele der Autofahrer, die sich den Schloßberg-Stau nicht antun wollen und trotzdem nach Rosenheim müssen, fahren über die Umgehungsstraße. Doch auch dort haben sie kein Glück, weil auch die TÜV-Kreuzung in der Innsbrucker Straße verstopft ist.

Lkw kommen aus Richtung Happing durch die Innsbrucker Straße und fahren anschließend durch die Rathausstraße – damit sie nicht über den Brückenberg müssen. Seit Februar ist dort eine der größten Baustellen in der Stadt. Auf der Brücke stehen stadtein- und auswärts jeweils nur eine Fahrspur zur Verfügung. Die Bauarbeiten werden bis April 2022 andauern. Der Termin wurde einmal nach hinten verschoben.

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Die Hubertusstraße, die direkt zum Brückenberg führt, saniert die Stadt ebenfalls. Zwischen der Wittelsbacher- und der Pichlmayrstraße wird die Straße ausgebaut und bestehende Querschnitte werden erweitert. Bauarbeiter tauschen veraltete Lichtanlagen aus, organisieren Fahrradspuren neu und gestalten die Kreuzungsbereiche barrierefrei – inklusive Blindenleitsystem.

Regierung gab verspätet Förderung

Erste Maßnahmen wurden schon abgeschlossen. Ab Frühjahr 2022 soll der Umbau der Kreuzung Hubertus-/Wittelsbacher-/Pichlmayrstraße in Angriff genommen werden. Ziel für dieses Jahr ist, die neue Ampelanlage auf der nordöstlichen Auffahrtsrampe zum Brückenberg fertigzustellen und in Betrieb zu nehmen. Der Ausbau der Hubertusstraße soll bis Mitte 2022 fertig sein. Hintergrund für die Verzögerung ist eine verspätete Förderzusage der Regierung, heißt es vonseiten der Stadt.

Nicht nur aus dem Süden und Osten drücken Autofahrer in die Stadt, sondern auch aus dem Westen. Die Menschen, die durch die Mangfallstraße in der Aisingerwies in die Stadt wollten, kommen hier nicht weiter. Die Mangfallstraße ist im Norden, zwischen Am Hirschbichl und der Mangfallbrücke, komplett gesperrt. Die Stadt baut die Straße voll aus und erneuert den Schmutzwasserkanal.

Mangfallstraße zu erneuern ist aufwendig

Außerdem saniert sie die Wasserleitung und baut eine Fernwärmeleitung zwischen Tassilostraße und Forststraße. Die Stadt erneuert die Straßenbeleuchtung, baut die Straßenentwässerung neu und verlegt Leerrohre. Die Baukosten belaufen sich hier auf 2,3 Millionen Euro. Während der Winterpause kann man die Mangfallstraße befahren. Im Juli 2022 soll das Projekt beendet sein.

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Manchmal dauern Arbeiten auf großen Baustellen länger als geplant. Das kann laut Stadtwerke-Sprecherin Antje Floß verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel müssten die Anlieger jederzeit die Chance haben, zu ihren Wohnungen zu kommen.

Auch, dass unterschiedliche Baufirmen koordiniert werden müssten und zum Teil erst nacheinander arbeiten könnten, trage zu Verzögerungen bei. Hinzu kämen problematische Witterung und Arbeiten, die vor Beginn des Projekts nicht offensichtlich waren. Das seien beispielsweise Rohrspülungen, Druckprüfungen und Beprobungen von Wasser.

Verkehr aus dem Mangfalltal zieht sich durch Rosenheim

Weil sie nicht durch die Mangfallstraße können, fahren viele Autofahrer über die Miesbacher Straße und treffen am Schwaiger Kreisel auf den Verkehr aus dem Mangfalltal. Dieser zieht sich durch die Äußere Münchener Straße und staut sich den Brückenberg hinauf. In Kolbermoor ist für den Verkehr in der Rosenheimer Straße auf Höhe des Rathauses in Richtung Rosenheim Schluss: Die Autofahrer weichen über die Staatsstraße 2071 und über Großkarolinenfeld aus. Die Arbeiten auf der Baustelle in Kolbermoor sollen bis Mitte Dezember dauern, sofern das Wetter mitspielt. Die Fahrbahn halbseitig gesperrt.

Das wirkt sich bis zum Pullacher Kreisel bei Bad Aibling aus. Viele Autofahrer wollen Zeit sparen und fahren deshalb durch Bad Aibling in Richtung Großkarolinenfeld. Von dort aus geht es nach Westerndorf-St. Peter. An der Ampelkreuzung zur B15 bleiben die Fahrzeuge erneut stehen. Hier kommt hinzu, dass die Römerstraße im Kreuzungsbereich komplett gesperrt ist.

Verkehr aus dem Norden

Die Stadtwerke sanieren die Verbindungsleitungen der Fernwärme. Seit Mitte August regelt eine Ampel den Verkehr in der Westerndorfer Straße, dort ist die Fahrbahn halbseitig gesperrt. Die Maßnahme soll bis Mitte November andauern. Somit schiebt sich Stau auch von Norden in die Stadt.

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