„Bianca“ und ein Beinahe-Jahrhunderthochwasser

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Erst „Victor“, dann „Sabine“, schließlich auch noch „Bianca“: Anfang des Jahres folgt ein Sturmtief dem nächsten.

„Bianca“ wütet am schlimmsten in den Kreisen Rosenheim und Traunstein. In Siegsdorf fällt ein Baum auf ein Auto, zum Glück wird der Fahrer nicht getroffen, in Übersee reißt der Sturm ein Hausdach mit. Ende Juni sorgt ein Unwetter rund um den Chiemsee für Weltuntergangsstimmung (Bild). Prien trifft es am schlimmsten: Volle Keller, unterspülte Gleise, entwurzelte Bäume – es kommt zu 200 Notrufen in drei Stunden. Und Anfang August kommt das Hochwasser: Häuser werden geflutet, Straßen überschwemmt, Autobahnen gesperrt – rund 1200 Helfer sind im Dauerstress. Schäden im zweistelligen Millionenbereich, weit über 600 Einsätze mit über 1500 Hilfskräften – diese Bilanz zieht Einsatzleiter Richard Schrank. Besonders getroffen hat es Kirchdorf bei Raubling, wo 40 Gebäude in den Fluten versanken, Keller vollliefen und Gärten in Seenlandschaften verwandelt wurden. Wochen später hat das Wasserwirtschaftsamt die Daten der Überschwemmungen ausgewertet. Ergebnis: Die Region ist ganz knapp am Jahrhunderthochwasser vorbeigeschrammt. Eschenbach

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