Nach drei Jahrzehnten

Besuchsdienst „Kind im Krankenhaus“ des Kinderschutzbundes Rosenheim: Mission erfüllt!

Die Damen des Besuchsdienstes Kind im Krankenhaus Rosenheim beim Dank-Essen 2019.
+
Die Damen des Besuchsdienstes Kind im Krankenhaus Rosenheim beim Dank-Essen 2019.

Nach über drei Jahrzehnten wird der Besuchsdienst „Kind im Krankenhaus“, den der Kinderschutzbund Rosenheim auf die Beine gestellt hat, eingestellt. Hunderte Stunden haben die Ehrenamtlichen jedes Jahr investiert, um den kleinen Patienten den Krankenhausaufenthalt erträglicher zu machen.

Rosenheim –Lange ist es her, dass Eltern auf der Kinderstation unerwünscht waren und ihre Kinder nur zu den festgesetzten Zeiten besuchen konnten. „Vor 35 Jahren litten im Krankenhaus noch viele Kinder unter der Trennung von der Familie. Das war der Ausgangspunkt für den „Besuchsdienst Kind im Krankenhaus“, den Professor Dr. Peter Peller, damaliger Leiter der Kinderstation, unterstützte.

Lesen Sie auch:

OVB-Weihnachtsspendenaktion zugunsten des Christophorus-Hauses in Brannenburg

Die ehrenamtlichen Helfer haben mit viel Engagement über diese lange Zeit hinweg die Kinder besucht, ihnen vorgelesen, sie getröstet – „einfach Zeit mit ihnen verbracht und so den Klinikaufenthalt verkürzt,“ erzählt Marianne Guggenbichler, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Rosenheim.

Schon bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen im Romed Klinikum Rosenheim betonte das Klinikpersonal, dass es den Besuchsdienst als sehr entlastend empfand. Auch für die Eltern war es beruhigend, dass ihre Kinder nicht alleine bleiben mussten.

Lesen Sie auch:

Zuhören als wichtige Aufgabe – Rosenheimer Besuchsdienst „Kind im Krankenhaus“ feiert Jubiläum

Jedes Jahr investierten die Damen des Besuchsdienstes dabei unter Leitung von Elizabeth Kaube zwischen 200 und 400 Stunden, wobei sich der Bedarf über die Jahre verändert hat: Die Kinder sind mittlerweile durchschnittlich nur noch ein paar Tage im Krankenhaus, Babys werden weitgehend von ihren Müttern versorgt.

Sinnvolle und erfüllende Tätigkeit

Der Besuchsdienst bot den Ehrenamtlichen dabei nicht nur ein Feld sinnvoller und erfüllender Tätigkeit zugunsten von Kindern und Familien, sondern führte über die Jahre auch zu einem engen Zusammenhalt. „Dem Kinderschutzbund ist nicht nur an einer fachlichen Begleitung der ehrenamtlichen Damen gelegen. Wir pflegen darüber hinaus eine rege Anerkennungskultur und den persönlichen Kontakt“, so Guggenbichler. „Schon in unserem Leitbild ist verankert, dass die Arbeit im Kinderschutzbund Freude machen und zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen soll. Diese Freude war bei den Damen des Besuchsdienstes immer spürbar, trotz der Herausforderungen, die die Beschäftigung mit kranken Kindern naturgemäß mit sich bringt.“

Lesen Sie auch:

Trotz Corona – Rauchclub Kolbermoor hält an Besuchstradition bei Senioren und Kranken fest

Nun gehen die neun Damen in den wohlverdienten Ruhestand. „Aufgrund der aktuellen Situation werden die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes Kind im Krankenhaus Rosenheim bei der Jahresversammlung im kommenden Jahr gebührend verabschiedet und ihr außerordentlich langjähriges Engagement gewürdigt,“ sagte Guggenbichler abschließend.

Kommentare