Gut beraten bei Demenz

Menschen mit Demenz brauchenoft besonders viel Unterstützung. Eine fachkundige Pflegeberatung hilft bei der Organisation und kann auch die Angehörigen stärken. Besonders wichtig: Mit dem Erkrankten reden – nicht über ihn. djd/compass private pflegeberatung

Demenz ist eine der häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit.

Und die Anzahl Betroffener steigt aufgrund der alternden Bevölkerung kontinuierlich an: Schon heute leben rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland, bis 2050 wird mit etwa drei Millionen gerechnet. Das ist nicht nur eine riesige Zahl, sondern auch eine immense Herausforderung für den gesamten Bereich der privaten und professionellen Pflege. Denn fast alle Demenzerkrankten sind durch die zunehmende Einschränkung der Gehirnleistung irgendwann auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Pflege gezielt organisieren

Doch diese Unterstützung zu organisieren, ist nicht einfach. Gerade durch die geistigen Einschränkungen stehen Betroffene dem unübersichtlichen Angebot an Pflegeleistungen und bürokratischen Hürden oft hilflos gegenüber. Angehörige, die helfen möchten, haben es ebenfalls schwer – besonders wenn mangelnde Krankheitseinsicht oder Persönlichkeitsveränderungen wie Aggressivität hinzukommen. Orientierung kann dann eine Pflegeberatung geben.

Sie steht grundsätzlich jedem Pflegebedürftigen zu, mögliche Anlaufstellen sind Pflegekassen, Pflegestützpunkte oder Wohlfahrtsverbände. Ein speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtetes Angebot bietet die compass private Pflegeberatung – Infos und Kontakt unter www.compass-pflegeberatung.de. Dafür werden die Mitarbeiter in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) intensiv geschult und sensibilisiert, sodass sie gezielt auf die Probleme von Kranken und Angehörigen eingehen können. „Ganz wichtig dabei ist, dass die Erkrankten in die Beratung mit einbezogen werden“, betont Stephan Labonté, Teamleiter in der telefonischen Pflegeberatung. „Demenzpatienten beklagen sich oft, dass Ärzte und Angehörige über sie hinwegreden.“

Beratung telefonisch und vor Ort

Die Telefon-Hotline unter 08 00/1 01 88 00 steht allen Ratsuchenden offen. Privatversicherte haben außerdem Anspruch auf Hausbesuche von ortskundigen Beratern – ein großer Vorteil, da diese alle wichtigen Hilfsangebote im Umfeld kennen, mit denen sich die Situation verbessern lässt. Auch Angehörige können sich Rat holen – sie werden gestärkt und im Umgang mit dem oft schwierigen Verhalten von Menschen mit Demenz unterstützt. djd

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