Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Rollende Landstraße“

Bayerns Verkehrsminister Bernreiter: Kein Terminal für Region Rosenheim

Rosenheims Landrat Otto Lederer im Gespräch mit dem Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter.
+
Rosenheims Landrat Otto Lederer im Gespräch mit dem Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter.

Im Landkreis Rosenheim wird es kein Terminal der „Rollenden Landstraße“ geben. In einem Brief an Rosenheims Landrat Otto Lederer schrieb Bayerns Staatsminister für Verkehr Christian Bernreiter wörtlich: „Unter den gegebenen Umständen kann ich Dir mitteilen, dass ich das Thema in der Region Rosenheim als erledigt betrachte.“

Die Mitteilung im Wortlaut:

Rosenheim - Für den Landrat ist das eine ausgesprochen erfreuliche Nachricht. Lederer hatte sich Ende Mai schriftlich an Minister Bernreiter gewandt und ihm mitgeteilt, dass er „ein solches Projekt politisch nicht mittragen werde“. 

Im Zuge der Gespräche zwischen Vertretern Bayerns und Tirols bezüglich eines unbegleiteten kombinierten Verkehrs sowie einer Rollenden Landstraße hatte Tirol, nach Auskunft von Minister Bernreiter, um den Jahreswechsel insbesondere den Wunsch nach Prüfung eines RoLa Terminals auf bayerischer Seite geäußert. Daher wurde begonnen, in der Region die grundsätzlichen technischen Möglichkeiten für ein Terminal der Rollenden Landstraße zu untersuchen.

Um ihn zu verwirklichen, braucht es „verkaufsbereite Grundstückseigentümer, einen Bauherrn und einen Betreiber sowie die Mitarbeit des Eisenbahninfrastrukturbetreibers zum Anschluss des Terminals mittels Weichen und Signalen an das Schienennetz“. Weiter schrieb der Minister, „die Fülle dieser Voraussetzungen sind im Raum Rosenheim derzeit nicht gegeben. Unter den gegebenen Umständen kann ich Dir mitteilen, dass ich das Thema in der Region Rosenheim als erledigt betrachte.“

Landrat Otto Lederer hatte die Rollende Landstraße in seinem Brief an den Minister als „ineffektives, teures und unproduktives System“ bezeichnet. Er argumentierte unter anderem damit, dass durch das Mitverladen der Zugmaschinen die Kapazität des Güterzuges sowohl beim Transportgewicht, als auch bei der Anzahl der Sattelauflieger reduziert werde. Auch sei die Mitfahrt des Fahrpersonals im Zug für die Speditionen teuer und unproduktiv.

Stattdessen warb Landrat Lederer, nur Container und Sattelauflieger, ohne Zugmaschinen, auf der Schiene zu transportieren. Hierzu schrieb Minister Bernreiter, „primär werden wir weiterhin den auch von Dir präferierten Unbegleiteten Kombinierten Verkehr stärken.“

Da der Landrat auch in seinem Brief das Thema Blockabfertigung angesprochen und um Unterstützung gebeten hatte, schrieb der Minister abschließend, „nicht zuletzt werden wir aber weiter alles daransetzen, Tirol von den Blockabfertigungen und dem Nachtfahrverbot abzubringen“.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Mehr zum Thema

Kommentare