Bayerns Segler waren wieder Spitze

Bestenermittlungssieger im olympischen 49er und Olympiahoffnung für 2012: Lorenz Huber (links) und Leopold Fricke vom Chiemsee YC.  Foto niessen
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Bestenermittlungssieger im olympischen 49er und Olympiahoffnung für 2012: Lorenz Huber (links) und Leopold Fricke vom Chiemsee YC. Foto niessen

Weltmeister, Europameister und deutsche Meister, dazu zahlreiche "Stockerlplätze" auch im Jugend- und Juniorenbereich, Bayerns Segler waren 2010 wieder Spitze, wie die traditionelle "Meisterehrung", diesmal in Prien, verdeutlichte.

Prien - Der Präsident des Bayerischen Seglerverbandes (BSV), Joerg von Hoermann, freute sich, dass Hunderte von Seglern, Vereinsfunktionären und Gästen in den Kursaal gekommen waren, darunter der Präsident des Behinderten- und Rehabilitation-Sportverbandes, Hartmut Courvoisier, und der Präsident des Deutschen Segler Verbandes, Rolf Bähr.

"Bayerns Segler haben wieder Großes geleistet", so Bähr. Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner erklärte, er nehme seit sieben Jahren am "Wassersportgespräch" teil. Die freiwillige Vereinbarung, im Winter auf Bayerns Seen zum Schutz der Vögel nicht zu segeln, sei ein Ergebnis, dieser guten Kontakte. Priens Sportreferent Alfred Schelhas betonte, die Erfolge der bayerischen Segler würden zeigen, dass sie für die Zukunft gut gerüstet sind.

Der jährlich mit 1000 Euro vom BSV ausgelobte Preis für die beste Jugendarbeit in Bayern ging diesmal an den Seebrucker Regattaverein (SRV). Es seien neue Ideen und Konzepte entwickelt worden, es werde intensiv Trainings- und Fortbildungsarbeit gemacht und Jugendliche als Trainer eingebunden. SRV-Vorstand Hans Fenzl nahm mit seinen Jugendteam den Preis entgegen.

Bayerns Wettsegelobmann Michael Marcour erklärte, die im Projekt "Sailing-Team 2012" zusammengefassten Spitzensegler seien sehr erfolgreich. Ziel sei es, bayerische Segler zu den Olympischen Segelwettbewerben 2012 zu bringen. Oliver Schwall stellte sich und das neu gegründete "Sailing Team Germany" vor, bei dem auch die Bayern inzwischen Mitglied sind. Damit gebe es erstmals in der Geschichte eine deutsche Nationalmannschaft im Segeln.

Unter der Moderation von BR-Sportreporter Axel Müller überreichten Jugendobmann Timo Hass und Marcour Urkunden und Medaillen. Weltmeister wurden in der Soling Roman Koch/Maximilian Koch/Gregor Bornemann, in der Tempest Frank Weigelt/Christian Rusitschka, im Seniorenbereich Surfer Frank Spöttel vom RSSC Chiemsee und im Starboot Walter Söllner/Xaver Söllner vom Chiemsee YC.

Europameister wurde Tom Linz im Topcat K 3. Dazu kamen noch Stockerlplätze sowie deutsche Meistertitel. Bei der Jugend wurde Surferin Stefanie Schwarz deutsche Jugendmeisterin, dazu wurden ebenfalls zahlreiche Plätze unter den ersten drei ersegelt. Ganz aktuell wurden im Januar 2011 in Argentinien Nadine Böhm und Monika Linder vom Deutschen TYC im 420er Vizeweltmeisterinnen.

Der Preis für die "Segelfreundlichste Zeitung" ging diesmal an das "Traunsteiner Tagblatt". Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Vergabe eines Jüngstenbootes "Optimist", gestiftet von der "Seglerzeitung". Der Optimist ging an den Seebrucker Regattaverein in Würdigung seiner Jugendarbeit. ni

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