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CSU lud zum "Hittenkirchener Fischessen"

"Bayern ist sexy, aber nicht blöd"

Staatsministerin Christine Haderthauer gut gelaunt in Hittenkirchen. Foto berger
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Staatsministerin Christine Haderthauer gut gelaunt in Hittenkirchen. Foto berger

Bernau - Die Qualität der bayerischen Mittelschulen, die Bedeutung des Ehegattensplittings, mittelständische Familienbetriebe als Triebfedern der Wirtschaft, eine gerechtere Entlohnung für Pflegekräfte und Erzieherinnen sowie die gelungene Haushaltspolitik der bayerischen Staatsregierung: Sozialministerin Christine Haderthauer sprach im Trachtenheim in Hittenkirchen einen ganzen Strauß von Themen und wohl auch die Herzen des Publikums an. Immer wieder wurde sie in ihrer Rede von Applaus unterbrochen.

Haderthauer, im Kabinett für Arbeit, Sozialwesen, Familien und Frauen zuständig, war am Donnerstag auf Einladung des Rosenheimer Kreisverbandes nach Hittenkirchen gekommen. Noch ganz unter dem Eindruck des traditionellen politischen Aschermittwochs in Passau vom Vortag, griff Haderthauer direkt die Klage Bayerns gegen den Länderfinanzausgleich auf. Dieser sei in höchstem Maße "unsozial", selbstverständlich habe Bayern als Agrarland vor 40 Jahren vom Ausgleich profitiert. "Aber wir Bayern zahlen jetzt jedes Jahr rund 3,7 Milliarden ein, soviel haben wir in den ganzen 40 Jahren zusammen nicht bekommen", erklärte Haderthauer. "Wir zahlen Berlin", wies sie auf die klammen Kassen und die Schulden der Bundeshauptstadt hin. "Bayern ist sexy, aber nicht blöd!"

Haderthauer wies darauf hin, dass man nicht nur immer die Menschen im Blick haben sollte, die Sozialleistungen beziehen, sondern auch auf diejenigen die arbeiten und Steuern bezahlen. Das Bayern Schulden zurückbezahlen könne, sei "die Leistung der Menschen in Bayern". "Die Politik schafft ja nur die Rahmenbedingungen", doch diese "sind auch nicht vom Himmel gefallen".

Mit Blick auf Baden-Württemberg griff sie die dort regierende Grün-Rot-Regierung an. Diese streiche Lehrerstellen und schaffe Einheitsschulen. "Die wabern immer mit ihrem Gut-Mensch-Image durch die Gegend, aber in Baden-Württemberg sieht man, was passiert, wenn die mal regieren!".

Sie sprach sich für den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote und ein ausgewogenes Angebot an verschiedenen Schultypen aus. Denn Bayern habe nicht zu wenig Akademiker, sondern einen Facharbeiter-Mangel. Sie lobte die bayerische Wirtschaft und betonte dabei besonders die mittelständischen Familienbetriebe. Rund 90 Prozent der Lehrlinge würden dort ausgebildet, unterstrich Haderthauer. Dem politischen Gegner attestierte sie "Staatsgläubigkeit" und das Unvermögen, in der "Vielfalt eine Chance zu sehen".

"Ja, wir brauchen Kinderkrippen", erklärte die Ministerin weiter und nannte die Summe von 700 Millionen Euro, die Bayern für den Ausbau investiert habe. Aber sie betonte auch, dass "der eigentliche Bildungshort in der Familie liegt". Außerdem hob sie hervor, wie wichtig das Ehrenamt für die Gesellschaft sei und dankte den Menschen, die sich hilfsbereit engagierten.

Zu Beginn war Haderthauer vom Ortsvorsitzenden Christian Hügel begrüßt worden, der sie als "charmant, aber auch überaus hartnäckig" beschrieb. Auch Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner charakterisierte Haderthauer als "Frontfrau, die auch unangenehme Sachen anspricht" und er lobte, mit Blick auf Landrat Josef Neiderhell und die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, die gute Zusammenarbeit der CSU-Mannschaft auf allen Ebenen.

"Sie haben es auf den Punkt gebracht", würdigte auch Bernaus Bürgermeister Klaus Daiber die frei gehaltene Rede der Staatsministerin. Diese widmete sich am Abend dem ganzen Tisch voller Kindergärtnerinnen, die aus allen Bernauer Betreuungseinrichtungen nach Hittenkirchen gekommen waren. daa

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