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Mit der "Bayern" auf Ausbildungsfahrt

Die "Bayern" beim Auslaufen. Kleines Bild: Heinz Bruns (rechts) mit dem Kommandanten, Fregattenkapitän Andreas Peter Graf von Kielmannsegg.  Fotos DPA/Privat
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Die "Bayern" beim Auslaufen. Kleines Bild: Heinz Bruns (rechts) mit dem Kommandanten, Fregattenkapitän Andreas Peter Graf von Kielmannsegg. Fotos DPA/Privat

"Viktualienmarkt", "Ludwigsstraße", "Maximiliansplatz" - so heißen Durchgänge auf der Fregatte F217 der Deutschen Marine. Kein Wunder, schließlich ist das Kriegsschiff das Patenschiff des Freistaats Bayern.

Wilhelmshaven/Bernau - Mit Leben gefüllt wird diese Partnerschaft durch die bayerische Staatskanzlei und den "Freundeskreis Fregatte Bayern e.V." Nun hat der Bernauer Heinz Bruns, Mitglied des Freundeskreises, an einer Ausbildungsfahrt der Fregatte in der Nordsee teilgenommen. "Meine letzte Seefahrt auf einem Marineschiff liegt allerdings schon einige Zeit zurück", erklärt Bruns, der selbst 1972 auf dem Vorgängerschiff, dem Zerstörer "Bayern", seinen Dienst tat.

Die Patenschaft findet ihren Ausdruck in einem gegenseitigen Austausch. So war eine Abordnung der Fregatte auf Einladung der Staatskanzlei in diesem Winter zum Skifahren am Spitzingsee unterwegs und besuchte auch die Jahreshauptversammlung des Freundeskreises im Maximilaneum. Die Schiffsbesatzung hat 1996 auch die Patenschaft für das SOS-Kinderdorf in Diessen am Ammersee übernommen und schlüpft dort an Weihnachten in die Rolle des Weihnachtsmannes. Im Sommer werden die Kinder zu Freizeitangeboten an die Nordsee eingeladen.

Die aktuelle Übungsfahrt führte die "Bayern" in das Trainingsgebiet um Helgoland, wo das Schiff für einen bevorstehenden Anti-Piraten-Einsatz vor Somalia im Rahmen der EU-Mission Atalanta trainierte. Ziel war es, die schnellen Boote der Piraten mit ihren Handfeuerwaffen auf Distanz zu halten. Doch auch weitere wichtige Übungen wie "Feuer im Schiff", "Wassereinbruch", "Mann über Bord" oder "Ruderversagen" standen auf dem Programm.

Gemeinsam mit anderen Schiffen wurde ebenfalls trainiert, während laufender Fahrt Nachschubgüter von Bord zu Bord auszutauschen. Dazu fahren die Schiffe auf parallelem Kurs eng nebenander und sind über das sogenannte "Geschirr" miteinander verbunden. "Manchmal wird so auch der Bordpfarrer ausgetauscht, aber der bekommt bei diesem Manöver meist nasse Füße", so Heinz Bruns, der das Manöver aus nächster Nähe beobachten konnte. Bruns war vom Engagement der Besatzung beeindruckt: "Man hat gemerkt, dass alle unbedingt am Atlanta-Einsatz teilnehmen wollen."

In den kommenden Wochen wird sich die "Bayern" weiter auf den Einsatz vor Somalia vorbereiten. Die Fregatte wird als Flaggschiff des internationalen Verbandes fungieren und den Führungsstab an Bord beherbergen. "Obwohl es von Haus aus eng zugeht, müssen dann alle an Bord noch enger zusammenrücken", meint Bruns. Im Vergleich zu seiner eigenen Dienstzeit beurteilt er die Belastung für die heutige Besatzung als wesentlich höher: "Heute ist das Schiff über Monate hinweg fern vom Heimathafen in Einsatzgebieten unterwegs, in denen ein anstrengendes Klima herrscht."

Das Auslaufen für den Eisatz ist für den Juli geplant. Erst Ende des Jahres wird die Fregatte wieder in ihren Heimathafen nach Wilhelmshaven zurückkehren.

Zuvor, am 7. Mai, wird jedoch das 15-jährige Dienstjubiläum der Fregatte in der Stadthalle Wilhelmshaven gefeiert. Neben den offiziellen Gästen wird natürlich auch der Freundeskreis der Fregatte mit dabei sein. re/ku

www.fregattebayern-

freundeskreis.de

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