Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Baukulturfrühstück in Neubeuern

Alpenvorland soll Vorzeigeregion für gutes Bauen werden

Sie halten den frischgedruckten Baukulturführer in den Händen: (von links) Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber, Holzkirchens Bürgermeister Christoph Schmid, Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner, der Bad Tölzer Landrat Josef Niedermaier, Bürgermeister Alfons Besel aus Gmund, Neubeuerns Bürgermeister Christoph Schneider, Dietramszells Bürgermeister Josef Hauser, Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier, Josef Huber, stellvertretender Landrat des Landkreises Rosenheim, Samerbergs Bürgermeister Georg Huber, Reiner Nagel, Vorsitzender der Bundesstiftung Baukultur und Julian Latzko, zuständig für Baukulturbericht und Projekte.
+
Sie halten den frischgedruckten Baukulturführer in den Händen: (von links) Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber, Holzkirchens Bürgermeister Christoph Schmid, Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner, der Bad Tölzer Landrat Josef Niedermaier, Bürgermeister Alfons Besel aus Gmund, Neubeuerns Bürgermeister Christoph Schneider, Dietramszells Bürgermeister Josef Hauser, Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier, Josef Huber, stellvertretender Landrat des Landkreises Rosenheim, Samerbergs Bürgermeister Georg Huber, Reiner Nagel, Vorsitzender der Bundesstiftung Baukultur und Julian Latzko, zuständig für Baukulturbericht und Projekte.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
    schließen

Wie kann das Alpenvorland zur Vorzeigeregion für gutes Bauen werden? Über diese Frage tauschten sich Bürgermeister und Landräte bei einem Baukulturfrühstück am Neubeurer Marktplatz aus.

Neubeuern – Im Rahmen ihrer bundesweiten „Baukultur Sommerreise 2021“ hat die Bundesstiftung Baukultur am Mittwoch, 28. Juli, am Neubeurer Marktplatz mit ihrem „Baukulturmobil“ Halt gemacht. Die Bürgermeister der acht Projektgemeinden Bad Aibling, Bad Feilnbach, Dietramszell, Gmund, Holzkirchen, Kiefersfelden, Neubeuern und Samerberg trafen sich zusammen mit den Landräten und Kreisbaumeistern der Baukulturregion zu einem gemeinsamen „Baukulturfrühstück“. Feierlich wurde ihnen dabei der aktuelle Bericht der Stiftung überreicht. Das Ziel der Veranstaltung: daran zu arbeiten, eine Vorzeigeregion für gutes Bauen zu werden – und zwar der ersten im ganzen Bundesgebiet.

Planung ging schleppend voran

Neubeuerns Bürgermeister Christoph Schneider begrüßte die anwesenden Gäste: „Bisschen schleppend“ sei das Baukulturprojekt aufgrund der Pandemie angelaufen. Vieles musste virtuell abgewickelt werden, aber den ein oder anderen Workshop und Spaziergang habe man trotzdem umsetzen können.

Lesen Sie auch: Samerberg wird „Baukulturregion“ (Plus-Artikel OVB-Online)

„Wir brauchen neue Angebote, um an neue Leute zu kommen“, machte der Rathauschef deutlich. Denn kürzlich seien in Neubeuern und Kiefersfelden Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen zu Besuch gewesen und der Frage nach lebendigen und grünen Ortszentren nachgegangen. Und wie Schneider bekannte: „Vieles wirkte auf die Studierenden abschreckend.“ Wichtig sei, das Traditionelle mit dem Neuen zu verbinden.

Noch auf Spurensuche

Diesbezüglich sei man noch auf Spurensuche. Dies bestätigte auch Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber: „Wir müssen andere Sachen denken!“

Auch Josef Niedermaier, Landrat der Gemeinde Bad Tölz-Wolfratshausen und Josef Huber, stellvertretender Landrat des Kreises Rosenheim, äußerten ihre Gedanken zum Thema Baukultur. Es sei ein „zäher Weg“, aber auch der richtige, meinte Niedermaier in Bezug auf die ständige Weiterentwicklung.

Lesen Sie auch: Kiefersfelden: Mit Lernreisen zu mehr Baukultur (Plus-Artikel OVB-Online)

Huber wiederum ergänzte, dass man im Landkreis Rosenheim schon „unwahrscheinliche Schätze“ an schönen Bauten habe. Aber es sei auch wichtig, zu verhindern, dass Toskanavillen neben bayerischen Häusern gebaut werden. In erster Linie müssten sich die Kommunen mit diesen Aufgaben beschäftigen.

Bürgermeister tauschen sich aus

Josef Mathis, Ortsbetreuer für Bad Aibling und Bad Feilnbach, fungierte an diesem Tag als Moderator und trat mit den Bürgermeistern in Dialog. Die Anwesenden tauschten sich über ihre Ideen und Projekte aus – etwa wie man lebendige und grüne Ortszentren oder bezahlbaren Wohnraum schafft oder leerstehende Gebäude weiter nutzt.

Reden bringt die Leute zusammen

Reiner Nagel, Vorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, betonte, wie wichtig es sei, das Gespräch zu suchen: „Wir müssen vor Ort zu den Menschen gehen, wir müssen miteinander reden.“ Baukultur sei immer auch eine „Prozesskultur“.

Die zweiwöchige Baukulturwoche geht in Neubeuern noch bis zum 30. Juli. Neben Workshops und Spaziergängen seien auch Führungen und ein Open-Air-Kino geplant. Im Herbst geht es dann weiter mit Exkursionen.

Baukulturregion Alpenvorland:

Um die Baukultur auf regionaler und lokaler Ebene voranzubringen, haben sich in der Baukulturregion Alpenvorland die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Rosenheim mit den acht Gemeinden Bad Aibling, Bad Feilnbach, Dietramszell, Gmund, Holzkirchen, Kiefersfelden, Neubeuern und Samerberg zusammengeschlossen. Das Ziel ist, eine Vorzeigeregion für gutes Bauen zu werden und Baukultur als wichtiges Thema zu verankern. Gefördert wird das Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“ durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER). Die „Arge Baukultur konkret“ begleitet die acht Kommunen bis Projektende 2022 und entwickelt mit den Landkreisen eine Strategie für die gesamte Region. Mehr Infos unter www.baukulturregion.de

Sommerreise 2021 der Bundesstiftung Baukultur:

Nach der Premiere im Sommer 2020 geht die Bundesstiftung Baukultur auch heuer wieder auf Sommerreise: Im Juli macht das Baukulturmobil zuerst in mehreren Stationen in Süddeutschland Halt, und für August sind Besuche in Norddeutschland geplant.

Mehr zum Thema

Kommentare