Aufregerfoto von der Beachbar in Übersee: Pfingst-Bilanz der Ausflugsziele in der Region

Die Überseer Beachbar stand wegen mutmaßlicher Überfüllung in sozialen Medien in der Kritik. Der Betreiber sagt aber, man habe alle Vorschriften eingehalten, die die Corona-Beschränkungen verlangen.
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Die Überseer Beachbar stand wegen mutmaßlicher Überfüllung in sozialen Medien in der Kritik. Der Betreiber sagt aber, man habe alle Vorschriften eingehalten, die die Corona-Beschränkungen verlangen.
  • Heidi Geyer
    vonHeidi Geyer
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Große Aufregung in den sozialen Netzwerken um ein Foto von der Überseer Beachbar, die am Pfingstmontag vermeintlich zu voll schien. Der Betreiber beteuert, alle Auflagen eingehalten zu haben. Ausflugsbetriebe und Behörden ziehen ein positives Fazit zum Pfingstwochenende unter Corona-Beschränkungen.

Rosenheim/Chiemsee – Nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen hatten viele Ausflugsziele zum Pfingstwochenende wieder geöffnet. Die Pfingstferien und die Feiertage sind ein wichtiger Umsatzbringer im hiesigen Tourismus. Heuer standen die beliebtesten Ausflugsziele der Region aber unter besonderer Beobachtung.

Die heimischen Berge blieben von einem Massenansturm verschont, die Bergbahnbetreiber sind dennoch zufrieden. Nach Auskunft der Kampenwandbahn war der Auftakt etwas verhalten - weil das Wetter schlecht war. Am Pfingstmontag: Sonnenschein. Und die Besucher kamen.

Michael Frank von der Hocheckbahn in Oberaudorf berichtet Ähnliches und zeigt sich zufrieden. Auf denHochfelln wollten am Montag ebenfalls viele Gäste, mit der Seilbahn, teilweise kam es zu Wartezeiten, so eine Sprecherin.

Viel Betrieb am Chiemsee

In den sozialen Medien wurde eine Aufnahme des Strandbads in Feldwies kritisch kommentiert. Andreas König, Betreiber des Strandbads, kennt die Aufnahme. „Vom See aus sieht man einen Haufen Liegestühle, aber wenn man vor Ort bei uns ist, sieht man, dass wir alle Auflagen einhalten.“ Der Betrieb an der Beachbar ist auf „to-go“ umgestellt. Jeder könne sich einen Liegestuhl nehmen und müsse sich nach den Abstandsgeboten richten. Und das sei seitens der Gäste auch der Fall, so König. Mehrmals täglich gebe es Durchsagen mit Hinweisen.

Im Vergleich zu früheren Pfingstwochenenden habe er in diesem Jahr nur ein Drittel des Geschäfts gemacht. Es habe auch weniger Parkplätze gegeben, um den Besucherzustrom damit zu steuern. Enttäuscht zeigt sich König über die Diskussionen in den sozialen Medien: „Wir sind doch ohnehin schon gebeutelt. Wenn man sich dann auch noch rechtfertigen muss. Mir gefällt diese Entwicklung nicht.“

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DieChiemsee Schifffahrt konnte vor Pfingsten nicht einschätzen, wie die Resonanz sein würde. Als zufriedenstellend habe sich das Geschäft nun entpuppt. Busse hätten gefehlt, ansonsten sei es nahezu ein vergleichbarer Betrieb zu den Vorjahren gewesen, so die Auskunft von Gesellschafter Michael Feßler.

Auch aus Sicht der Polizei verlief Pfingsten unauffällig: „Ein ganz normales Ausflugswochenende“, bestätigt Martin Emig, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Es sei starker Verkehr gewesen, besonders am Montag, wegen des schönen Wetters. Das Wetter ist aus seiner Sicht der größte Einflussfaktor, die Corona-Auflagen seien nicht das Entscheidende, so Emig.

Keine Auffälligkeiten laut Polizei

Unisono heißt es auch von den Ordnungsämtern von Stadt und Landkreis Rosenheim, dass es keinerlei Auffälligkeiten gegeben habe. Lediglich die Rettungsleitstelle hatte diverse Einsätze, bedingt durch Freizeitsportler, so die Auskunft von Thomas Bugl, Sprecher der Stadt Rosenheim. Auch seien keine Auffälligkeiten oder gar eine Zunahme von Verstößen gegen die Corona-Auflagen erkennbar.

Für das kommende Wochenende spielt das Wetter für die Rettungskräfte und gegen die Ausflugsziele in der Region: Es soll wieder kühler werden.

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