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Corona-Impfung

Impfzentrum Rosenheim gibt auch Zweitimpfung mit Astrazeneca aus - Unklarheit über Terminvergabe bleibt

Weitere Impfstraßen wurden in einem Zelt auf der Loretowiese eingerichtet.
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Weitere Impfstraßen wurden in einem Zelt auf der Loretowiese eingerichtet.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Wer über 60 Jahre alt ist und bereits eine Impfung mit Astrazeneca erhalten hat, wird auch seine zweite Impfung mit diesem Wirkstoff erhalten. Das bestätigt die Stadt. Weiterhin ungeklärt ist aber, was sich bei Impfterminen vergangene Woche am Impfzentrum abspielte.

Rosenheim – Astrazeneca für alle über 60, das gab es kürzlich offenbar in Rosenheim. Auch für Nichtregistrierte. Vergangenen Sonntag sprach es sich unter anderem in sozialen Medien herum: In Rosenheim warten sie nur auf Menschen, die sich impfen lassen. Das bestätigten den OVB-Heimatzeitungen, mehrere Augenzeugen.

Impfen ohne Termin? So sah es ein Augenzeuge

Zum Beispiel Walter Fahrenschon (76) aus Großkarolinenfeld. Er hatte am Sonntag um 16 Uhr seinen Termin, war aber schon ab 15.30 Uhr an der Inntalhalle, dem gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis. Er stellte sich an. „Auf der rechten Seite war die Schlange der Leute mit Termin, auf der linken die für Leute ohne Termin“, sagt Fahrenschon.

Eingeteilt worden seien die Menschen von Security oder Maltesern. Nach einer Viertelstunde seien die Leute aus der linken Schlange umdirigiert worden. „Die überholten uns auf der rechten Seite und wurden zum Impfen eingelassen.“

Erst mal viele Menschen impfen, die zweite Dosis kann ein wenig warten

Aus dem Rathaus Rosenheim, zuständig für das Impfzentrum, hatte es hingegen auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen geheißen, dass alle Impfwilligen nur nach Registrierung und „terminbasiert“ zur Astrazeneca-Impfung vorgelassen worden seien.

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Wieso der Impftermin für alle nicht bekanntgegeben worden war – dazu war keine Aussage zu erhalten.

Klarer läuft es in München. Dort gibt‘s – in den Medien angekündigt – eine Sonder-Impfwoche der Stadt, für Menschen ab 60, man muss sich nur angemeldet haben.

Währenddessen wurde die bayerische Impfstrategie geändert. Statt nur auf volle Durchimpfung mit zwei Terminen zu setzen, will man im Freistaat möglichst viele Menschen mit Erstimpfungen versehen. Daher beträgt die Frist zwischen den beiden Terminen im Impfzentrum – so auch in Rosenheim – mittlerweile bis zu zwölf Wochen.

Lediglich 0,4 Prozent der Impfdosen würden als Reserve, etwa bei Lieferverzögerungen, zurückgehalten, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Der Rest soll schnellstmöglich zu Impfzentren und Ärzten gelangen.

Impfzentrum gibt Astrazeneca als zweite Dosis

Mittlerweile scheint klar, wie es weitergeht. Für Menschen unter 60, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, wird eine Zweitimpfung mit Biontech-Pfizer empfohlen. Und für über 60-Jährige? Viele von ihnen haben vergangene und auch diese Woche noch nach der Erstimpfung einen Impftermin im Juli erhalten, wiederum mit Astrazeneca.

Entgegen den ursprünglichen Aussagen der Stadt wird Astrazeneca doch weiter auf der Loretowiese verimpft – zumindest für eine zweite Impfung bei den Über-60-Jährigen. Das bestätigte die Stadt am Dienstagnachmittag auf Anfrage.

Der Anteil der Hausärzte an den Impfungen in der Region wächst derweil. Mit 8339 Erstimpfungen erreichen sie – Stand Sonntag – einen Anteil von fast 14 Prozent. 60.000 oder 18,45 Prozent Menschen in Stadt und Landkreis hatten da die erste Impfung erhalten, rund 21.300 die zweite, (ca. 6,6 Prozent).

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