Vorsicht, Obstbaumbesitzer! Dieser Käfer ist in Rosenheim und Bad Aibling auf dem Vormarsch

Asiatischer Moschusbockkäfer
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Im Raum Rosenheim und Bad Aibling wappnet man sich gegen den Asiatischen Moschusbockkäfer.
  • Rosi Gantner
    vonRosi Gantner
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Die neuen Schilder am Straßenrand rund um Rosenheim und Bad Aibling fallen auf: „Quarantänezone Asiatischer Moschusbockkäfer“ – eine Aktion der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising (LfL) zur Bekämpfung des aus Asien eingeschleppten Obstbaumschädlings. Jetzt wurde die Zone erweitert.

Rosenheim – Jetzt hat die Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising (LfL) ihre Allgemeinverfügung über Maßnahmen gegen den Asiatischen Moschusbockkäferaktualisiert. Die Quarantänezone vergrößert sich demzufolge primär in Richtung Norden und Süd-Osten. Grund der Zonenvergrößerung sind die seit April 2019 gefundenen Befallsgehölze.

Zuletzt 35 neue Bäume befallen

Insgesamt wurden laut LfL seit der letzten Aktualisierung vom 15. April 2019 35 neue Befallsgehölze entdeckt. Die Zone vergrößert sich in erster Linie im Norden, Richtung Großkarolinenfeld und im Süd-Osten, Richtung Raubling. Nach Westen und Nord-Westen wird die Zone nur um wenige Meter ausgedehnt.

Die erweiterte Quarantänezone zur Bekämpfung des Asiatischen Moschusbockkäfers im Raum Rosenheim.Klinger

Das ist der Radius

Die Quarantänezone besteht aus Befallszonen und einer Pufferzone. Um jeden Befallsbaum wird ein Radius von 100 Metern gezogen, dies ergibt die Befallszonen. Um die Befallszonen werden weitere Kreise mit dem Radius von jeweils 4000 Metern gezogen – die Pufferzone. Innerhalb dieses Bereichs müssen Gartenbesitzer wachsam sein und Schnittgut speziell entsorgen.

Das sind die Hintergründe

Was bedeutet die Quarantäne-Zone nun für die Bürger, die darin leben? Für sie ist dies dann relevant, wenn sie spezielles Schnittgut entsorgen wollen. Das heißt: „Aus dieser Zone darf kein Steinobst-Schnittgut heraustransportiert werden, um eine Verbreitung desAsiatischen Moschusbockkäfers zu verhindern. In dem Bereich ist es zudem wichtig, Steinobstschnittgut korrekt über die Sammelstellen zu entsorgen und die Wirtspflanzen regelmäßig zu kontrollieren“, erläutert eine Sprecherin des LfL.

Besonders betroffen: Gewächse der Pflanzengattung Prunus. Dazu zählen unter anderem Kirsche, Zwetschge, Pflaume, Aprikose, Mirabelle, Pfirsich und Zierformen wie das heimische Kriecherl, Blutpflaume und Zierkirsche. Denn diese werden laut LfL von dem Schädling bevorzugt befallen.

Behörde informiert

Bei Fragen können sich die Bürger unter Telefon 01 74/7 98 15 93 oder E-Mail aromia@lfl.bayern.de an das LfL wenden. Weitere Infos gibt es unter www.lfl.bayern.de.

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