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STELLWERK

Artmann wird Netzwerkmanager

Das Stellwerk 18: Unter dem Dach des Digitalen Gründerzentrums haben bereits zwölf Existenzgründer 40 neue Arbeitsplätze geschaffen. Daniel Artmann soll die Startups mit der Wirtschaft und den Hochschulen vernetzen. Schlecker/re

Aus der Politik in die Wirtschaft: Daniel Artmann wird Netzwerkmanager im Stellwerk 18. Zum 1. Januar gibt der 30-Jährige seine Stelle als Kreisgeschäftsführer der CSU auf und wechselt in das Digitale Gründerzentrum am Rosenheimer Bahnhof.

Rosenheim – „Wir sind sehr froh, dass wir eine solche Persönlichkeit als Netzwerkmanager gewinnen konnten“, sagt Stefan Neumann, Vorstandsmitglied des Berufs- und Fachverbandes „Stellwerk 18 – Digitale Wirtschaft Südostoberbayern e.V.“, der die Netzwerkaktivitäten im Digitalen Gründerzentrum managt. „Daniel ist extrem gut vernetzt. Er kann gut auf Leute zugehen, verfügt über profundes Wissen rund um Management, Digitalisierung und die Gründerförderung“, würdigt Neumann die Fähigkeiten und Talente, die der zukünftige Netzwerkmanager einbringen wird.

Netzwerker mit vielen Kontakten

20 Kandidaten hatte der Berufsverband in der ersten Bewerbungsrunde in die nähere Auswahl genommen, mit den zehn aussichtsreichsten Gespräche geführt. Doch Neumann macht keinen Hehl daraus, dass Artmann sein Wunschkandidat war: „Ich habe ihn selber angesprochen und gefragt, ob er sich die Übernahme dieser Aufgabe vorstellen kann. Denn für mich steht fest: Der ist es!“

Artmann sei als Rosenheimer nicht nur in der Innstadt fest verwurzelt, sondern pflege auch bis weit in die Region 18 (Südostoberbayern) hinein viele Kontakte – unter anderem in seiner Funktion als Kreisgeschäftsführer der CSU Rosenheim-Land und als Bezirksvorsitzender der Jungen Union Oberbayern. Einen guten Draht habe Artmann außerdem zur Technischen Hochschule Rosenheim und zur Fachhochschule Kufstein, ebenfalls vertreten im Netzwerk des Stellwerks 18. Bei der Ausarbeitung des Förderantrags für das Gründerzentrum an das Wirtschaftsministerium hatte Artmann bereits intensiv mitgearbeitet. „Der Daniel wird keinen Kaltstart vollziehen müssen, der ist bereits voll drin in unserer Thematik“, ist das Vorstandsmitglied des Digitalverbandes überzeugt.

Dieser hatte sich, wie berichtet, im September entschlossen, einen eigenen Netzwerkmanager einzustellen. Bis dahin hatte es mit Patrick Huber einen Verantwortlichen für das Management von Gründerzentrum und Netzwerkaktivitäten gegeben. Die Doppelaufgabe habe sich, so Neumann, jedoch als zu zeitaufwendig herausgestellt. Deshalb jetzt die Aufteilung auf zwei Schultern: Huber wird als Stellwerkmanager tätig sein und sich schwerpunktmäßig um die Infrastruktur des Gründerzentrums kümmern. Artmann übernimmt das Management der Netzwerkaktivitäten. Sie werden gesteuert über den Berufsverband „Digitale Wirtschaft e.V“. In ihm engagieren sich bisher 40 Unternehmen und Verbände aus der regionalen Wirtschaft sowie Forschungsinstitute und Hochschulen. Aufgabe des Netzwerks: die jungen Existenzgründer mit der regionalen Wirtschaft zusammenzubringen. „Daniel wird als Netzwerkmanager dieses Ökosystem befeuern“, erläutert Neumann. Das heiße: Artmann wird Kontakte knüpfen, Netzwerke spannen, Impulse setzen. Und auch weitere Mitglieder für den Berufsverband gewinnen. Denn Neumann ist überzeugt: „Die Region hat noch großes Potenzial.“

Gründerkultur aufbauen

Das sieht auch Artmann so, der sich sehr darüber freut, den Erfolg „eines der zukunftsträchtigsten Projekte in der Region“ aktiv mitgestalten zu dürfen. Er sieht es als seine Hauptaufgabe, eine Gründerkultur aufzubauen und die Reputation der Marke „Stellwerk 18“ weiter zu erhöhen. Dafür will Artmann, der internationales Management studiert hat, die Startups mit der Wirtschaft, den Verbänden und der Technischen Hochschule Rosenheim sowie der FH Kufstein eng vernetzen. Mit dem Ziel, „Mehrwert zu schaffen“, wie er sagt – für junge Gründer mit frischen Ideen, die vom Erfahrungsschatz renommierter Unternehmen profitieren können, und für die Wirtschaft mit Handwerk, die für digitale Problemstellungen fachbezogene Lösungen erhalten. Von diesem Miteinander in der boomenden IT-Branche soll, so das Ziel von Artmann, die ganze Region 18 profitieren. „Wir können es uns nicht leisten, hier auch nur eine Idee auf der Strecke liegen zu lassen“, spielt Artmann auf den Konkurrenzdruck aus der Monopolregion München an.

Artmann sieht sich als Netzwerkmanager auch als Schnittstelle zur Politik. Politisch wird er weiter aktiv bleiben – in seinen Ehrenämtern als Stadtrat und Bezirksvorsitzender der Jungen Union. Sein Nachfolger im Amt des CSU-Geschäftsführers stehe noch nicht fest, teilt er auf Anfrage mit.

In dieser Rolle hat Artmann auch nach Meinung von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer in den vergangenen Jahren „unglaubliches Geschick“ gezeigt. „Er ist ein großer Netzwerker und auf dem Bankett der Wirtschaft zuhause. Daniel Artmann ist die richtige Entscheidung“, ist Bauer überzeugt.

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