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Verfahren könnte lange dauern

Angehörige In Angst und Schrecken versetzt: Traunsteiner Prozess gegen Schockanrufer fortgesetzt

Die vier polnischen Staatsbürger sollen laut Anklage Senioren in ganz Bayern mit ihren fiesen Telefonmaschen um rund 250.000 Euro erleichtert haben.
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Die vier polnischen Staatsbürger sollen laut Anklage Senioren in ganz Bayern mit ihren fiesen Telefonmaschen um rund 250.000 Euro erleichtert haben.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Weil sie durch Schockanrufe bei Senioren in ganz Bayern rund 250.000 Euro erbeutet haben sollen, müssen sich derzeit vier Polen in Traunstein vor Gericht verantworten. Eine Ansage der Richterin lässt jetzt auf ein langes Verfahren schließen.

Traunstein – Vier teilgeständige polnische Staatsangehörige – drei Männer im Alter von 24 bis 53 Jahren sowie eine 59-jährige Frau – müssen sich derzeit wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs durch Schockanrufe bei Opfern im ganzen Freistaat vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Der Prozess könnte sich noch lange hinziehen. Am jüngsten Verhandlungstag fixierte die Siebte Strafkammer mit Vorsitzender Richterin Christina Braune neue Termine bis in den August hinein.

Laut Anklage von Staatsanwalt Dr. Gregor Stallinger gehören die Angeklagten einer kriminellen Organisation an, die mittels Schockanrufen Geschädigte um rund eine Viertel Million Euro gebracht haben soll. Mitglieder einer Bande zu sein – das verneinten die Polin und ihre drei Landsmänner bereits ausdrücklich in dem Prozess.

Hauptangeklagter soll an zwölf Fällen beteiligt gewesen sein

Der 24-jährige Hauptangeklagte soll an allen zwölf Fällen der Anklage mitgewirkt haben. Er soll die anderen Täter von Fall zu Fall angeheuert haben, etwa als Fahrer und Abholer. Geschädigte in Kempten, Marktoberdorf, Ingolstadt, Eckersdorf, Bad Wörrishofen, Rosenheim, Übersee, Bamberg, Nürnberg und Wasserburg wurden zunächst von unbekannten Tätern angerufen und durch vorgegaukelte „schwere Unfälle“ von Familienangehörigen in Angst und Schrecken versetzt.

Bislang berichteten zwei 91-jährige Männer, einer aus Wasserburg, der andere aus Ingolstadt, wie sie von den Anrufern psychisch so unter Druck gesetzt wurden, dass sie hohe Beträge herausgaben – um zum Beispiel die „Tochter“, die jemand totgefahren haben sollte, vor dem Gefängnis zu bewahren. Nach der letzten Tat am 23. Juni 2021 in Rosenheim konnte das Quartett von der Polizei festgenommen werden. In einer Tasche führten sie noch knapp 26 000 Euro mit. Seither saßen die Angeklagten in Untersuchungshaft.

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